Bär an der Transfăgărășan
Morgen 08°° Uhr / 22 °C

Mittag 13°° Uhr /
33
°C

Abend 18°° Uhr / 29 °C

Bereits kurz vor 9.00 Uhr sind wir on the road. Italien, Niederlanden und Deutschland wollen heute alle zeitig starten und wir stehen ja mitten in der Ausfahrt. Und so machen auch wir uns heute zeitig auf den Weg, zumal wir diesen kleinen Hinterhof gar nicht ungern verlassen. Aber geschlafen aber wir wunderbar.
Bis wir endlich die Autobahn Richtung Ungarn erreichen braucht es etwa Geduld. Eine wichtige Brücke wird in Timisoara gerade saniert und so staut sich der Verkehr überall etwas. Aber irgendwann ist es geschafft und wir rollen Richtung Ungarn. Etwas Bargeld sollten wir aber noch los werden. So füllen wir unterwegs noch den Dieseltank und später auch noch den AdBlue-Tank. Mit gerade mal noch 4 Ron überqueren wir die Grenze nach Ungarn! Und Schwupps haben wir eine Stunde Zeit gewonnen. Nach zwei Monaten und 10 Tagen sind wir wieder in der gleichen Zeitzone wie z.B. in der Schweiz.
Unser erstes angepeiltes Ziel kommt deshalb bereits kurz nach 11 Uhr. Wir lassen es aber links liegen und fahren einfach weiter. Ungarn hat ja eine eigene Währung - den Forint - und wir sollten eigentlich einen Bancomat suchen. Die MIttagspause gibt es heute ganz unspektakulär auf einem Autobahnrastplatz. Wir nutzen diese Pause auch für unsere Überlegungen zur Weiterreise. Die Entscheidung fällt - wir machen Strecke - Ungarn wird es uns verzeihen - für uns wird es wohl zum reinen Transitland. Etwa 450 Kilometer der heutigen Strecke sind Autobahn, so kommen wir sehr gut voran und die geschenkte Stunde hilft uns heute auch sehr.
Obwohl, einen Teil davon verlieren wir wegen einem Stau. Ein schlimmer Unfall auf der Gegenfahrbahn hat auch für uns Auswirkungen.
Ganz ehrlich, das nehmen wir gerne in Kauf, Hauptsache, wir sind nicht in diesen Unfall verwickelt, das allerwichtigste !!!!
Schliesslich landen wir auf einem Stellplatz mit traumhaften Platzverhältnissen und das beste - man kann mit Euro bezahlen, denn einen Bancomaten haben wir immer noch nicht angesteuert und werden das wohl auch nicht mehr tun.
Wenn nichts dazwischen kommt werden wir morgen Freitag in Östereich einreisen.
Tagesstrecke:
Timișoara - Ostffyasszonyfa, Ungarn
Distanz: 508 km
Durchschnittsverbrauch: 9 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 73 km/h
Fahrzeit: 6 Std. 52 Min.
Stellplatzkosten: 25 Euro inkl. V/E, ohne Strom
Morgen 08°° Uhr / 18 °C

Mittag 13°° Uhr /
29 °C

Abend 18°° Uhr / 30 °C

Wir haben heute Morgen online die E-Vignette für Ungarn gekauft. Eigentlich haben wir noch keine Ahnung, wo wir heute landen sollen oder werden.
Aber die Vignette muss man unbedingt vor der Einreise lösen. Somit ist das erledigt. Unser erster Stopp gilt heute dem Kaufland. Unser Kühlschrank braucht dringend Nachschub. Tja, und dann stehen wir da auf dem Parkplatz des Ladens - und jetzt - wohin? Heute schon Ungarn? Aber wohin? doch noch Rumänien? Aber wohin? Doch die Stadt - wir stehen ja schon am Rande. Der Anruf bei der einzigen Übernachtungsmöglichkeit mitten in der Stadt lässt uns eine Entscheidung treffen. Von den 4 Stellplätzen ist noch einer frei - wir nehmen ihn!! Nach einer Siesta machen wir uns
gegen 14.30 Uhr zu Fuss auf den Weg in die Stadt. Nach ca. 2 Kilometern stehen wir vor der Kathedrale und lassen uns ab hier einfach treiben.
Zwischendurch gönnen wir uns ein feines, spätes Mittagessen (oder frühes Nachtessen), später gibt es sogar noch ein Dessert. Uns gefällt die Stadt.
Timisoara - wahrscheinlich unsere letzte Station in Rumänien!
Timișoara liegt nahe der Grenzen zu Ungarn und Serbien. Die Stadt ist die Hauptstadt des Kreises Timiș und gilt als eines der wirtschaftlich und kulturell bedeutendsten Zentren des Landes. Aufgrund ihrer prachtvollen Architektur und ihres mitteleuropäischen Flairs wird sie oft als „Klein-Wien“ bezeichnet.
Die Stadt wurde bereits im Mittelalter erwähnt und war zeitweise sogar Residenz der ungarischen Könige. Später gehörte sie zum Osmanischen Reich und anschließend zur Habsburger Monarchie. Diese wechselvolle Geschichte prägt bis heute das Stadtbild mit seinen barocken, Jugendstil- und klassizistischen Gebäuden.
Besonders bekannt wurde Timișoara durch die Ereignisse im Dezember 1989: Hier begannen die Proteste gegen das kommunistische Regime von Nicolae Ceaușescu, die schließlich zur rumänischen Revolution führten.
Timișoara gilt als eine der offensten und internationalsten Städte Rumäniens. Hier leben seit Jahrhunderten Rumänen, Deutsche, Ungarn, Serben und andere Volksgruppen zusammen. Im Jahr 2023 war Timișoara offiziell Europäische Kulturhauptstadt.
Timișoara war eine der ersten Städte Europas mit elektrischer Straßenbeleuchtung (1884).
Die Stadt besitzt viele Parks und Grünanlagen und wird manchmal auch „Stadt der Rosen“ genannt.
Sie ist heute ein wichtiges Technologie- und Universitätszentrum Rumäniens.
Wir haben auf dieser Reise schon so unterschiedliche Übernachtungsplätze angefahren und angetroffen. Der heutige Platz ist wohl der kleinste. Eigentlich stehen wir auf dem Notplatz, aber auch die anderen drei haben nicht viel mehr "Umschwung" als wir. Italien, Niederlande, Deutschland und Schweiz sind heute die Nationen, die hier übernachten. Wenn man nicht irgendwo auf einem lauten Parkplatz stehen will, ist dies hier die einzige Möglichkeit ruhig, sicher und erst noch zentral zu übernachten.
Tagesstrecke:
Buzias - Timișoara
Distanz: 36 km
Durchschnittsverbrauch: 9.8 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 35 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 0 Min.
Stellplatzkosten: 105 RON inkl. V/E, ohne Strom
Morgen 08°° Uhr / 14 °C

Mittag 13°° Uhr /
23 °C

Abend 18°° Uhr / 26 °C

Der gestrige Abend brachte uns noch eine wunderbare Stimmung an der Donau.
Wir starten heute relativ spät, denn ein ausgiebiger Schwatz mit Ruedi muss einfach nochmals sein. Er meint, wenn wir in zwei Jahren wieder kommen, sei der Platz perfekt und das Sanitärhaus fertig erstellt. Wir schauen mal.....!
So tuckern wir weiter der Donau entlang, halten auch heute immer wieder an. Zum Beispiel müssen wir doch die Festung Golubac auf der serbischen Seite bestaunen. Irgendwann drehen wir nordwärts Richtung Timisoara (2023 Kulturhauptstadt Europas) und auch ganz allgemein Richtung Ungarn.
Klar wählen wir einmal mehr nicht die direkteste Route, sondern gondeln über Land, streifen zwei Naionalparks und einige Lost Places. Mitten in der Pampa steht da tatsächlich die Ruine eines Spitals.

Irgendwann meldet sich der Hunger und spontan stellen wir in Anina den Blinker Richtung Bahnhof, da wird es doch wohl einen Parkplatz geben.
Volltreffer. Der Parkplatz ist klein und eigentlich mehr eine Wiese und der Bahnhof, der Zug, die Menschen, die ganze Umgebung ein Erlebnis der besonderen Art. Zwischen durch gibt's dann tatsächlich noch einen Tomatensalat.
Ein Wohnmobil kommt hier wohl eher selten vorbei und so sind wir fast ungewollt die Attraktion des Tages, aber auf eine so herzliche und interessierte Art, dass es einfach nur Spass macht. Wir erhalten ausführliche Informationen zu diesem Ort, zur Bahnstrecke und zur Geschichte und können unzählige Fotos und Bilder von früher anschauen.
Die Geschichte Aninas ist eng mit deutschsprachigen Siedlern verbunden. Im Jahr 1773 wurden Holzfäller und Köhler aus der österreichischen Steiermark und dem Salzkammergut angesiedelt. Daher stammt auch der Name „Steierdorf“.
1790 entdeckte der Siedler Mathias Hammer Steinkohle in der Gegend. Dadurch entwickelte sich Anina rasch zu einem bedeutenden Bergbauzentrum. Im 19. und 20. Jahrhundert gehörte die Stadt zu den wichtigsten Kohlefördergebieten Rumäniens.
Nach dem Niedergang des Bergbaus und der Schließung der letzten großen Mine im Jahr 2006 verlor die Stadt viele Arbeitsplätze und Einwohner.
Eine der bekanntesten Attraktionen der Stadt ist die Bahnstrecke zwischen Anina und der Stadt Oravița. Sie wurde 1863 eröffnet und gilt als eine der schönsten Gebirgsbahnen Europas.
Aber man interessiert sich auch für uns, für unser Wohnmobil und für unsere Geschichte. Die beiden Herren auf dem letzten Bild freuen sich ungemein, dass sie einen Blick in unser Wohnmobil werfen dürfen und haben viele Fragen, die wir gerne beantworten. Der eine telefoniert schnell seiner Frau, weil sie etwas Deutsch kann und wir uns so besser und schneller verständigen können.
Ein einmaliges Erlebnis! Genau solche ungeplanten und spontanen Begegnungen sind oft die schönsten Perlen auf einer Reise.
Zum Schluss des Tages stehen wir in Buzias in einem Obstgarten. Unser einziger Nachbar ist ein Wohnmobil aus Östereich.

Tagesstrecke:
Drencova - Buzias
Distanz: 213 km
Durchschnittsverbrauch: 9.6 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 46 km/h
Fahrzeit: 4 Std. 32 Min.
Stellplatzkosten: 100 RON inkl. V/E, ohne Strom
Morgen 08°° Uhr / 18 °C

Mittag 13°° Uhr /
24 °C

Abend 18°° Uhr / 23 °C

Heftige Gewitter haben unseren Schlaf etwas gestört. So haben wir es heute nicht eilig und schlafen einfach mal etwas aus.
Gegen 10.30 Uhr machen wir uns aber dann doch auf, den Lauf der Donau zu erkunden.
Die Donau ist mit rund 2.850 Kilometern der zweitlängste Fluss Europas nach der Wolga. Sie entspringt im Schwarzwald in Deutschland und mündet über ein weit verzweigtes Delta ins Schwarzes Meer.
Die Donau durchquert 10 Länder. Kein anderer Fluss der Welt fließt durch so viele Staaten:
Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldau, Ukraine
Die Donau verbindet einige der schönsten Hauptstädte Europas: Wien, Bratislava, Budapest, Belgrad
Wir sind heute auch beim Eisernen Tor unterwegs.
Das Eiserne Tor ist eine der spektakulärsten Schluchten Europas und bildet über viele Kilometer die natürliche Grenze zwischen Rumänien und Serbien. Warum heisst es "Eisernes Tor"?
Früher war dieser Abschnitt der Donau wegen enger Felsdurchbrüche, starker Strömungen und gefährlicher Stromschnellen eine große Herausforderung für die Schifffahrt. Die Passage wirkte wie ein gewaltiges „Tor“ aus Felsen.
Die Donau durchschneidet hier die südlichen Ausläufer der Karpaten und bildet eine bis zu mehreren hundert Meter tiefe Schlucht. Besonders beeindruckend sind die engen Durchbrüche der Donau zwischen steilen Felswänden und die bewaldeten Berghänge auf beiden Seiten.
In den 1960er und 1970er Jahren errichteten Rumänien und Serbien gemeinsam das gigantische Eisernes-Tor-I-Wasserkraftwerk. Es gehört zu den größten Wasserkraftwerken Europas. Durch den aufgestauten Fluss verschwanden viele der früheren Stromschnellen unter dem Wasser.
Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist das riesige Felsrelief von Decebalus.
Decebalus war der letzte König des antiken Dakerreiches. Er führte mehrere Kriege gegen die Römer unter den Kaisern Domitian und Trajan, bevor sein Reich im Jahr 106 n. Chr. erobert wurde. Für viele Rumänen gilt er als Symbol des Widerstands und der nationalen Identität.
Das Relief zeigt das Gesicht von Decebalus und wurde zwischen 1994 und 2004 in eine Felswand über der Donau gemeißelt. Mit etwa 55 Metern Höhe und 25 Metern Breite gilt es als das größte beziehungsweise höchste Felsrelief Europas.
An dem Projekt arbeiteten zwölf Bildhauer rund zehn Jahre lang.
Unterhalb des Gesichts steht die lateinische Inschrift:
DECEBALUS REX – DRAGAN FECIT
Das bedeutet etwa: „König Decebalus – von Drăgan geschaffen“. Gemeint ist der Unternehmer Iosif Constantin Drăgan, der das Projekt finanzierte.
Wir haben jeden Kilometer der Fahrt genossen und unzählige Male gestoppt.
Kaum zu glauben, aber nach gut 60 Kilometern beenden wir den heutigen Fahrtag und zwar direkt am Ufer der Donau.
Seit 26 Jahren lebt hier Ruedi (der Name verrät es - er stammt aus der Schweiz) mit seiner Familie. Wir erfahren eine interessante Geschichte, wie alles begann, was in all den Jahren hier entstand und gearbeitet wurde und jetzt ist ein herrlicher Camping- Stellplatz im Aufbau.
Zur Zeit sind wir hier die einzigen Gäste und wir haben das interessante Gespräch mit Ruedi sehr genossen. Es war auch mal wieder herrlich, einfach drauflos zu plaudern, wie der Schnabel gewachsen ist.
Das Wetter wechselt manchmal im Minutentakt von bewölkt zu sonnig, aber es ist warm und wir geniessen hier jede Minute!
Apropo warm - es soll ja in den nächsten Tagen Hochsommer werden. Die Temperaturen steigen auf 30 Grad und mehr.
Tja, und da kommen wir zu unserem Problem. Vor einigen Tagen ist der Ventilator in unserem Pfüdi ausgestiegen, das heisst wir können während der Fahrt nicht mehr Heizen, was gerade nicht so schlimm ist, aber wir können auch nicht mehr kühlen!! Das hingegen ist etwas blöder!
Ganz plötzlich und unverhofft entscheidet sich der Ventilator zwischendurch doch wieder zu laufen. Gestern zum Beispiel genau in dem Moment, als wir unseren Übernachtungsplatz erreicht haben! Haha!
Tagesstrecke:
Eșelnița - Drencova
Distanz: 66 km
Durchschnittsverbrauch: 9 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 34 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 55 Min.
Stellplatzkosten: 100 RON inkl. V/E, inkl. Strom























































