Kalkablagerungen Pamukkale

Morgen 08°° Uhr / 17 °C

Mittag 13°° Uhr / 18 °C

Abend 18°° Uhr / 16 °C

Kappadokien wäre eigentlich unser nächstes Ziel! Aber das Wetter will nicht mitmachen. Und heute ist ein intensiver Regentag. Ok, ich habe es schon mehrmals geschrieben - an einem Regentag kann man gemütlich Strecke machen, oder man könnte, wenn es einen Trockner gäbe, auch endlich Bettwäsche waschen. Nun die Strecke bis Göreme ist gar nicht so weit, einen Trockner gibt es hier nicht und so bleibt nur die letzte Möglichkeit, einen Regentag zu verbringen. Wir bleiben einfach hier stehen, frühstücken erst um 10.00 Uhr, machen es uns gemütlich, lesen fast ein ganzes Buch, spielen nach langer Zeit wieder einmal eine Partie Rummy, schauen den Nachbarskindern zu, die im Regen spielen, beobachten die herzigen Katzen und lauschen dem Regen, der auf's Dach prasselt. Irgendwann meldet sich trotz Nichtstun ein kleiner Hunger, also wird gekocht. 

​​​​​​​Stellplatzkosten: 300 TRY, inkl. V/E, inkl. WC, Dusche und Waschmaschine - wenn's den funktioniert ;-)

Morgen 08°° Uhr / 21 °C

Mittag 13°° Uhr / 22 °C

Abend 18°° Uhr / 22 °C

Alle, die heute Morgen duschen wollten, oder auch nur das WC benutzen wollten, wurden enttäuscht. Aus welchen Gründen auch immer ist alles abgesperrt, auch die Waschmaschine kann man nicht nutzen. Nun uns ist das alles egal. Wir entscheiden uns, heute hier zu bleiben. Etwas besseres kommt gerade nicht um die Ecke und es ist doch ganz hübsch hier. Wir trödeln durch den Morgen und den Vormittag.

Aber Tarsus ruft - und so machen wir uns gegen 11 Uhr auf den Weg, diese historische Stadt per Pedes zu erkunden. Klar setzt gerade jetzt leichter Regen ein, aber zum Glück ist der Spuk schnell vorbei.

Tarsus hat eine Altstadt, die durchaus charmant und historisch ist, aber sie ist nicht so „herausgeputzt“ wie z. B. in touristischen Orten wie Antalya oder Alanya. Insgesamt fühlt sich das Viertel eher wie ein lebendiges, echtes türkisches Stadtzentrum an – weniger wie eine touristische Kulisse.

Nicht komplett restauriert oder „perfekt geschniegelt“. Teilweise etwas chaotisch oder unscheinbar. Kein klassisches Postkarten-Altstadtbild, aber eher „echt und historisch“ als geschniegelt und touristisch.
Tarsus – eine der ältesten Städte der Welt. Die Stadt hat eine über
9.000 Jahre alte Geschichte und war durch ihre Lage an wichtigen Handelsrouten schon in der Antike ein zentraler Knotenpunkt.

Tarsus war im Laufe der Jahrtausende unter anderem Teil des Hethiterreichs, des Perserreichs, des Reichs von Alexander der Große und später des Römischen Reiches. In der römischen Zeit war Tarsus eine der wichtigsten Städte Kleinasiens.

Besonders bekannt ist die Stadt als Geburtsort von Paulus von Tarsus (Apostel Paulus), einer der einflussreichsten Figuren des frühen Christentums.

Der Legende nach trafen sich hier Kleopatra und Marcus Antonius – eine der berühmtesten Liebesgeschichten der Antike soll also teilweise in Tarsus gespielt haben.

So und jetzt lassen wir einfach die Bilder sprechen. Bunt durcheinander, so bunt und vielfältig diese Stadt eben ist.

Zurück beim Womo trödeln wir gemütlich durch den Rest des Nachmittages und den Abend.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 300 TRY, inkl. V/E, inkl. WC, Dusche und Waschmaschine - wenn's den funktioniert ;-)

Morgen 08°° Uhr / 22 °C

Mittag 13°° Uhr / 28 °C

Abend 18°° Uhr / 24 °C

Auf diesem riesigen Gelände hat ausser uns noch ein PW mit Zelt übernachtet! Also eine weitere Nacht in absoluter Stille und das Spezielle - die Beleuchtung wurde irgendwann in der Nacht ausgeschaltet - ein kleines Wunder!

Die D400 zeigt uns heute ein etwas anderes Bild. Über viele, viele  Kilometer reiht sich eine Hochhausburg an die andere. Viele davon sind noch nicht ganz fertig und fertige noch nicht bewohnt. Wer Benidorm in Spanien kennt - hier ist alles eine Nummer Grösser. Im Vorbeifahren konnten wir das gar nicht richtig festhalten.

Heute gibt es Kultur. Die Ausgrabungsstätte Kanli Divane Ören Yeri gefällt uns sehr gut. Nicht überlaufen, nicht überteuert, viel erhalten, gut gepflegt - es macht Spass durch das Gelände zu spazieren. Die sommerlichen Temperaturen bringen einem sofort ins Schwitzen.

In Tece, kurz vor Mersin steuern wir einen kleinen Campingplatz an, der auf p4n auch gute Bewertungen hat. Und tatsächlich, das Kleinod steht ganz vorne am Meer mitten im Grünen.

Irgendwie überrascht es uns nicht, aber man kann ja hoffen - der Platz ist voll - 1. Mai, Tag der Arbeit, verlängertes Wochenende, die Türken gehen campen!

Kann man bitte die Feiertage abschaffen! Das könnte heute eine schwierige Geschichte werden mit einem Übernachtungsplatz.

Feiertag und Wochenende - das heisst für uns, wir wollen unbedingt auf einem Camping- oder Stellplatz übernachten. Gibt es in der Türkei nicht gerade an jeder Ecke. Einigermassen angenehm sollte er auch noch sein. In Tarsus gibt es einen kleinen städtischen Campingplatz, ebenfalls mit guten Bewertungen auf p4n. Mit wenig Hoffnung steuern wir ihn an. Offiziell ist er voll, aber wir können uns am Rande des breiten Weges hinstellen. Gar nicht schlecht. Wir sind happy und zufrieden. Sagenhafte 300 TRY werden verlangt. Wer's braucht - es gibt ein WC und eine Dusche sowohl für Männlein und Weiblein. Müllcontainer und eine kostenlose Waschmaschine runden das Angebot ab. Das letztere nutzen wir doch gerne.

Mangels Platz zum Trocknen beschränken wir uns auf das Nötigste.

Unsere Küche bleibt heute kalt. Im Restaurant gleich nebenan geniessen wir ein feines Nachtessen mit Blick auf den Tarsus Wasserfall.

Der Verdauungsspaziergang führt uns anschliessend zu den Aussichtsplattformen und wir mischen uns unter die Einheimischen.

Tagesstrecke:  Atakent - Tarsus

Distanz: 122 km

Durchschnittsverbrauch: 9.6 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 44 km/h

Fahrzeit: 2 Std. 43 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 300 TRY, inkl. Müllcontainer

Morgen 08°° Uhr / 20 °C

Mittag 13°° Uhr / 27 °C

Abend 18°° Uhr / 23 °C

Das Daumen drücken hat gewirkt - ca. um 22.00 Uhr sind die letzten Fischer abgefahren und dann war es einfach nur noch still. Ausser dem leisen Wellenrauschen des Meeres war rein gar nichts mehr zu hören!

Nebelschwaden begrüssen uns heute Morgen, aber der Kaffee ist noch nicht ganz fertig und schon hat die Sonne die Oberhand gewonnen.

Wir folgen auch heute wieder der D400 und sind von der Strassenführung, wie auch von der Landschaft und den Ausblicken begeistert.

Unser erstes Ziel erreichen wir schon nach gut 30 Kilometern - die Gilindire Höhle. Der Eingang liegt etwa 45 Meter über Meer an der steilen Felsküste. 550 Meter lang führt sie ca. 70 Meter in die Tiefe, dabei geht's 353 Treppenstufen hinunter und natürlich auch wieder hinauf.

Die Höhle wurde 1999 zufällig von einem Hirten entdeckt. Zu sehen sind Stalagmiten, Stalagtiten, Höhlenperlen, Travertinen und ganz zuunterst ein glasklarer See. Von den Wissenschaftlern wird die Höhle als einzigartige geologische Formation eingestuft. Die Höhle ist kein Touristenmagnet und kostet nur 130 TL (ca. 2.25 CHF für 2 Personen!) Wir sind begeistert und tatsächlich ganz alleine unterwegs!

Einen möglichen Übernachtungsplatz haben wir eigentlich auf p4n auch schon gefunden. Aber welche Enttäschung, da stehen bereits 2 deutsche Overlander. Da hat uns doch auf dieser Reise jemand erst erzählt, sie hätten extra ein 4x4 Fahrzeug gekauft, um die schönsten Schlafplätze anfahren zu können. Jetzt stehen da zwei Overlander an einem Platz, den wir sogar mit unserem ganz normalen Womo spielend erreicht haben. Also wieso suchen die sich nicht einen spektakulären Platz, den nur sie anfahren können! ;-)

Spass beiseite - mit leichter Enttäuschung fahren wir den nächsten ausgesuchten Platz an. In Atakent gibt es ein Gelände, das von der Gemeinde betrieben wird. Viel Platz für Picknicker, Zeltler, Wohnwage, Wohnmobile etc. Beim Eingang zahlt man 500 TL und sucht sich auf dem grossen Gelände seinen Platz. Den finden wir auch tatsächlich. Der Wind hat leider recht zugenommen und das behagt unserem kleinen "Mimöschen", unserem Kühlschrank mal wieder nicht, die Temperatur steigt und steigt.

Ok, umparkieren, damit das Mimöschen im Windschatten steht. Tja, das wäre fast schief gegangen. Schaufel und die Anfahrtshilfen (Sandbleche haben wir nicht ;-)) kommen zum Einsatz! Wir schaffen es und haben uns ein währschaftes Nachtessen und ein Glas Wein mehr als verdient.

Tagesstrecke:  am Strand von Tekmen an der D400 - Atakent

Distanz: 121 km

Durchschnittsverbrauch: 10.5 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 38 km/h

Fahrzeit: 3 Std. 7 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 500 TRY, inkl. Müllcontainer

Morgen 08°° Uhr / 18 °C

Mittag 13°° Uhr / 25 °C

Abend 18°° Uhr / 23 °C

Wenn wir die Temperaturen der letzten Tage anschauen, kann man sagen, wir sind im Sommer angekommen. Die Einheimischen sprechen jedoch von einem kühlen Frühlingswetter, wie seit Jahren nicht mehr. Kappadokien ist ja ein Ziel, das wir unbegingt nochmal anfahren wollen. Ein paar Kilometer sind es ja noch bis dahin. Leider soll das Wetter in Göreme ab Freitag rapid schlechter werden, und dies für mehrere Tage. So trödeln wir etwas der Küste entlang, denn da soll dieser Wetterumschwung nicht gross zu spüren sein.

Die Nacht war erstaunlich ruhig. Im Vergleich mit der Nacht in Manavgat könnte man auch sagen die Nacht war totenstill ;-)

Auch heute Morgen herrscht auf dem Parkplatz nervöse Stimmung. Die ersten, vorallem auch Einheimische, brechen ihre Zelte ab, wir haben noch nicht mal gefrühstückt. Es scheint, als ob niemand bereit sei, die 750 TL pro Tag zu bezahlen. Oder vielleicht auch nicht die Mittel vorhanden sind, diese Gebühr zu bezahlen. Hier stehen auch einige Dauercamper mit einfachsten und seeehr alten  Wohnwagen oder Büssli. Sie werden sich eine neue kostenlose Bleibe suchen. Viel Glück.

Wir ziehen weiter. Aber weit soll es gar nicht gehen. Wir entern wieder die Küstenstrasse D400 und die bliebt auch den ganzen Tag unser treuer Begleiter. Schon bald steuern wir die ersten möglichen Übernachtungsplätze an. Können aber nur den Kopf schütteln.

Die Küstenstrasse steigt dann auf über 450 Höhenmeter an und die Ausblicke sind fantastisch, zumal wir die Städte mal hinter uns gelassen haben.

Einen ausgiebigen Mittagshalt gibt's dann wieder unten am Meer. Das wäre ein herrliches Plätzchen, aber die sehr kurze Zufahrt ist mit unserem Womo leider wohl nicht zu schaffen. Einer der seltenen Momente, wo auch wir uns einen 4x4 wünschen würden.

Die Suche geht also weiter. Zum Teil über abenteuerliche Strässchen mit unzähligen Schlaglöchern. Wir staunen immer wieder, was da in  p4n so alles erfasst wurde und mit den schönsten Worten angepriesen wird.

Am Kiesstrand von Tekmen werden wir endlich fündig. Schön! Ein PW steht da, drei Männer sitzen im Auto. Irgendwann fahren sie weg, um wenig später zurück zu kommen. Sie bringen uns einen Bund Bananen!

Im Laufe des späten Nachmittags und frühen Abend kommen einige Leute um zu fischen, zwei Frauen sind am Picknicken und alle grüssen freundlich, und wir hoffen jetzt einfach, dass die ganze Nacht so ruhig und friedlich verläuft. Drückt uns die Daumen, dass wir den Motor nicht nochmal starten müssen.

Tagesstrecke:   Gazipaşa - am Strand von Tekmen an der D400

Distanz: 136 km

Durchschnittsverbrauch: 10.6 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 36 km/h

Fahrzeit: 3 Std. 40 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 0 TRY, inkl. Müllcontainer

Morgen 08°° Uhr / 19 °C

Mittag 13°° Uhr / 27 °C

Abend 18°° Uhr / 26 °C

Zuerst mal ein noch paar Worte zur letzten Nacht. Viiiiel war da los. Picknicken kann man ja auch abends, aber irgendwann haben sich die Parkplätze neben uns etwas geleert. Aber nicht für lange. So kurz vor 22.00 Uhr startete dann das Nachtprogramm. Die Hotel's, doch einige hundert Meter hinter uns, eröffneten die Nacht mit ihren Freiluftdiscos, die bis zu uns nach vorne schallten. Zugleich nahm der Verkehr vor uns gewaltig zu und auf dem Parkplatz neben uns herrschte immer mehr Betrieb. Kreisfahren, laute Musik, lautes Palaver etc.

In solchen Fällen legt sich Hansruedi auf's rechte Ohr, denn das linke hört wirklich nicht mehr so gut und ich, Heidi habe genau für solche Situationen immer Oropax bereit. So haben wir doch erstaunlich gut geschlafen. Um 2.30 Uhr sind wir mal kurz aufgewacht, ein Pipi hat sich gemeldet und da war immer noch einiges los!

Nun aber zum heutigen Tag. Wir tuckern der Küste entlang weiter. Die Hotelkomplexe überbieten sich mit ausgefallener Architektur. Aber zwischendurch machen wir einen Abstecher in die Höhe und geniessen die Ausblicke auf die Küste.

Schliesslich landen wir etwas ausserhalb von Gazipasa. Nach einer Mittagspause geht's auf zu einer nachmittäglichen Wanderung.

Zuerst dem Meer entlang und dann den Hügel rauf zu den Aussichtspunkten.

Der ausgeschilderte Stellplatz ist voll, mehrheitlich von Einheimischen belegt. Wir finden aber der Strandstrasse entlang ein schönes Plätzchen und stehen da mit zwei Einheimischen Womos und einem zur Zeit unbewohnten Wohnwagen. Perfekt, wie das erste Bild zeigt.

Kaum zurück von unserer Wanderung stoppt da plötzlich neben uns ein PW vom Ordnungsamt und die zwei Herren in Uniform machen uns unmissverständlich klar, dass hier parken nicht erlaubt sei. Weiter hinten gibt es noch einen Parkplatz auf dem man stehen darf. 

Sie tippen auf ihre Armbanduhren, zeigen zwei Finger (das heisst wohl zwei Minuten) und machen uns damit klar, dass wir sofort umparkieren müssen. Ok, diskutieren bringt da gar nichts. Sollen wir sie jetzt fragen, warum nur wir weggeschickt werden und die zwei Einheimischen nicht?

Ach, lassen wir das doch besser.

Auf dem Parkplatz herrscht eine aufgeregte Stimmung. Auch hier war das Ordnungsamt, hat alle Autonummern notiert und bekannt gegeben, dass man nur noch einen Tag stehen darf und dass es ab morgen 750 TL pro Nacht kostet. Einige Einheimische brechen ihre "Zelte" schon heute ab und fahren noch weg. Einige bereiten ihre Abfahrt für morgen vor. Nun wir wollen morgen sowieso weiterfahren.  Wir lassen uns nicht stressen, kochen uns selber ein feines Nachtessen, denn auf ein Restaurant haben wir gerade keine Lust mehr. Irgendwie fühlt man sich nicht erwünscht, die Restaurants könnten jedoch schon noch ein paar Gäste gebrauchen, gut besucht sind sie nämlich gar nicht, das stellen wir auf unserem Abendspaziergang fest.

Tagesstrecke:   Manavgat - Gazipaşa

Distanz: 126 km

Durchschnittsverbrauch: 10 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 46 km/h

Fahrzeit: 2 Std. 4 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 0 TRY, inkl. Müllcontainer

Morgen 08°° Uhr / 22 °C

Mittag 13°° Uhr / 28 °C

Abend 18°° Uhr / 24 °C

Der sonntägliche Ausflugsverkehr hat sich irgendwann gelegt und die Frösche in unserer Nähe gingen auch mal schlafen. So hatten wir doch eine einigermassen gute Nacht. Gleich gegenüber vom Stellplatz liegt ein MigrosJet, ideal für einen kleinen Einkauf. In der Migros gibt es für uns das beste Brot in der Türkei und eine Flasche Rosé landet meistens auch im Einkaufskorb. Den Alkohol gibt es nur hier.

Unser erstes Ziel heute liegt nur etwa 10 Kilometer vom Stadtzentrum Antalyas entfernt. Der Düden-Wasserfall stürzt hier aus einer Höhe von ca. 40 Metern direkt ins Meer. Wirklich ein faszinierender Anblick und da wir noch vor dem Mittag hier ankommen, ist der Menschenauflauf absolut überaschaubar. Ein Stopp, der sich wirklich gelohnt hat.

Das antike Theater von Aspendos - unser zweiter Stopp an diesem Tag. Das Theater gilt als eines der am besten erhaltenen römischen Theater überhaupt. Zwar ist es nicht ganz so gross wie manch andere Anlage dieser Art, dennoch beeindruckt es durch seinen hervorragenden Erhaltungszustand und die monumentale Architektur. Besonders bemerkenswert ist die Akustik, die bis heute erstaunlich gut funktioniert.

Der dritte Stopp folgt sogleich. Der Aquädukt von Aspendos - ein beeindruckendes Meisterwerk römischer Ingenieurkunst. Ganz so viel ist nicht mehr vorhanden, aber wir finden ein Besuch hat sich gelohnt. Man könnte hier auch übernachten. Ein Einkauf von frisch gepresstem Orangen- und Granatapfelsaft ist der Übernachtungsobolus. Den Saft kaufen wir, der Granatapfelsaft mundet besonders gut, aber dennoch fahren wir weiter.

Weit fahren wir nicht, und es folgt der vierte Stopp bei der Eurymedonbrücke, auch als Tarihi Aspendos Köprüsü bekannt. Die Ursprünge der historische Steinbrücke reichen vermutlich in die römische Kaiserzeit des 2. und 3. Jahrhunderts n. Chr. zurück.

Der letzte Stopp - unser Übernachtungsplatz an der Beach von Manavgat. Kurz nach Side kommt dieser Ort. Auch hier steht ein Hotelkomplex neben dem anderen, aber keiner hat richtig Meerblick. Dieser Blick ist den Einheimischen und den Besuchern vom Stellplatz vorenthalten. ;-)

Es ist einfach gewaltig, was hier am Nachmittag und vor allem am Abend abgeht. Auf der Uferstrasse ist ein Kommen und Gehen (natürlich mit einem motorisierten Untersatz!). Die grossen Parkplätze haben aber noch viel freie Kapazität, schliesslich ist ja noch nicht Hochsaison.

Wir beobachten das Treiben, geniessen unser feines Nachtessen und hoffen auf eine einigermassen ruhige Nacht.

Übrigends hat es uns seit gestern in den Sommer katapultiert!

Tagesstrecke:   Antalya - Manavgat

Distanz: 116 km

Durchschnittsverbrauch: 10.1 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 37 km/h

Fahrzeit: 3 Std. 06 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 900 TRY, inkl. V/E, inkl. Strom

Morgen 08°° Uhr / 20 °C

Mittag 13°° Uhr / 25 °C

Abend 18°° Uhr / 22 °C

Das war für einen Samstagabend ein perfekter Übernachtungsplatz - eine uninteressante Sackgasse.

Kemer ist dann heute unser erstes Ziel. Aber zuerst finden wir noch einen Brunnen, um unseren Frischwassertank mal wieder etwas aufzufüllen.

Und da sitzt doch eine türkische Familie an einem Picknicktisch, die uns gleich zu Kuchen und Chaytee einlädt. So dauert das Wasser tanken etwas länger. Wir unterhalten uns via Übersetzungsapp köstlich. Zum Schluss gibt's dann noch ein paar Fotos zur Erinnerung. Wir respektieren aber den Wunsch der Familie, die Bilder weder auf Social Madia noch im Internet zu veröffentlichen.

In Kemer, einem typischen Touristenort an der Küste mit vielen Hotels, können wir problemlos parkieren und machen uns auf zu einem Spaziergang. Es soll hier viele Springbrunnen und Wasserspiele geben, aber leider ist ein grosser Teil davon noch gar nicht in Betrieb - Vorsaison halt.

Ok, dann wäre da noch ein Canyon, der sich vielleicht lohnt, zu besichtigen. Unser GPS zeigt eine klare und einfache Route. Nur ist bei einem Kreisel einfach Schluss - Baustelle und nicht passierbar. Dann halt die Alternativroute. Da verpassen wir aber ganz knapp die Abzweigung und da wir auf einer richtungsgetrennten Strasse unterwegs sind, ist dieser kleine Ausflug einfach Geschichte.

Letzter Punkt an diesem Tag - der Stellplatz in Antalya.

Tja, es ist Sonntag und gefühlt ist die ganze Türkei am Picknicken! Die Anfahrt zum Platz ist ein Stopp und Go - tausende von Menschen sind unterwegs!

Der Stellplatz ist bei Touristen sehr beliebt, die Deutschen sind hier klar in der Überzahl. Aber es hat mitten am Nachmittag noch genug Plätze zur Auswahl. Und ein Grund für diese Beliebtheit - er verfügt über 3 Waschmaschine und 2Trockner! Wir schaffen es tatsächlich auch eine Ladung Wäsche zu waschen.

Tagesstrecke:   Cirali - Antalya

Distanz: 79 km

Durchschnittsverbrauch: 10.8 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 33 km/h

Fahrzeit: 2 Std. 22 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 750 TRY, inkl. V/E, ohne Strom

Morgen 08°° Uhr / 17 °C

Mittag 13°° Uhr / 23 °C

Abend 18°° Uhr / 22 °C

Heute gibt es die kürzeste Tagesetappe dieser Reise. Das heisst viel Zeit für Kaffee und Frühstück.

Unser Ziel: Das ewige Feuer von Chimaera.


Chimaera und die rätselhaften Feuer

Wie entsteht das Feuer? Es sind Erdgase, die hier aus Rissen, Spalten und kleinen Löchern entweichen und sich entzünden. Das Gas fackelt sozusagen ab. Yanartas, brennender Stein, nennen die Türken diesen Ort. Oder auch: Chimaera, weil hier die sagenhafte Chimäre zu Hause war, jenes Feuer speiende Mischwesen mit dem Kopf eines Löwen, dem Körper einer Ziege und dem Schwanz einer Schlange, das von Bellerophon, Enkel des Sisyphos, mithilfe des geflügelten Pferdes Pegasus getötet wurde.

Die Geschichte des ewigen Feuers von Chimaera reicht bis in die Antike zurück. Schon in der Antike waren die Flammen ein bekanntes Phänomen, das von Seefahrern als Navigationspunkt genutzt wurde. Manche Historiker vermuten sogar, dass sie als eine der ersten „natürlichen Leuchttürme“ dienten.

Es wird angenommen, dass die antiken Lykier, die in dieser Region lebten, die brennenden Flammen als heilig ansahen und sie in ihren Kulten verehrten.

Wir sind kurz nach dem Mittag losgewandert. Bis zum Ziel ist es  eigentlich nur knapp ein Kilometer, aber der hat es in sich. 250 Höhenmeter sind zu bewältigen und es geht über Stock und Stein steil nach oben. Und die Steine sind mehrheitlich seehr hoch, viiiiiel höher als auf den beiden Bildern!

Oben angekommen ist man einfach nur begeistert von dem, was man hier entdeckt. Wir lassen einfach die Bilder sprechen.

Dann geht es auf dem gleichen Weg wieder nach unten und wir gönnen uns eine Siesta.

Auf dem staubigen Parkplatz ist ein Kommen und Gehen. Unsere Nachfrage zeigt, man könnte hier auch übernachten. Kostenpunkt - mehr als der Stellplatz von gestern! Wir ziehen um. p4n zeigt 300 Meter weiter vorne ein schönes Naturgelände mit Kiesweg und Nischen, das sich ideal zum Übernachten eignet und wir sind hier auch nicht ganz alleine.

Uns gefällt es hier viel besser, kein Kommen und Gehen und kein Staub. Den Apero geniessen wir noch an der Sonne.

Zum z'Nacht kochen wir uns Gehacktes mit Hörnli, und ein Glas Wein rundet das Gourmetmenu ab.

Tagesstrecke:   Kumluca - Cirali

Distanz: 43 km

Durchschnittsverbrauch: 10.9 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 36 km/h

Fahrzeit: 1 Std. 11 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 0 TRY, inkl. Natur

Morgen 08°° Uhr / 17 °C

Mittag 13°° Uhr / 23 °C

Abend 18°° Uhr / 19 °C

Nach einem gemütlichen Morgen tuckern wir weiter der lykischen Küste entlang. Stoppen immer wieder und geniessen die Ausblicke.

Der Feiertag ist vorbei, der Verkehr hält sich sehr in Grenzen.

Gegen Mittag erreichen wir bereits unser Tagesziel - ein Stellplatz neben einem Restaurant/Bar.

Und so gibt es heute keine grossen Aktivitäten mehr. Wir sitzen draussen an der Sonne, lesen und lauschen den Wellen des Meeres.

Das schöne Wetter hält leider nicht den ganzen Tag. Gegen 17 Uhr setzt leichter Regen ein. Apero und Nachtessen gibts also im Womo.

Tagesstrecke:   Kekova - Kumluca

Distanz: 72 km

Durchschnittsverbrauch: 10 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 37 km/h

Fahrzeit: 1 Std. 56 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 500 TRY, inkl. Müllcontainer, Freiluft-WC, Freiluft-Dusche

Morgen 08°° Uhr / 13 °C

Mittag 13°° Uhr / 25 °C

Abend 18°° Uhr / 19 °C

Die lykische Küste gilt als eine der schönsten Küstenabschnitte der Türkei und dieses Jahr meint es das Wetter gut mit uns.

Heute ist ein offizieller staatlicher Feiertag - der Tag der nationalen Souveränität und der Tag des Kindes. Und deshalb stoppen wir bei Kas lediglich beim Aussichtspunkt. Diese kleine Stadt ist am heutigen Tag ein sehr beliebtes Ausflugsziel und wir überlassen die raren Parkplätze mal lieber den Einheimischen.

Wir fahren heute nach Ucagiz oder Kekova. Beim kleinen Kekova Camping wartet der beste der wenigen Womo-Stellpätze auf uns. Glück gehabt!

Bald machen wir uns auf den Weg runter ins Dorf und suchen uns als erstes ein Restaurant. Viel ist hier noch nicht los. Sämtliche Souvenierstände sind noch im Winterschlaf, was uns überhaupt nicht stört. Beim Mittagessen erfahren wir vom Betreiber, der sogar ziemlich gut Deutsch spricht, einiges über das Dorf und den Tourismus, der sich sehr verändert habe.

So gestärkt geht's also auf zu unserer Wanderung. Die antike Stadt Simena, das heutige Kaleköy (Burgdorf) ist unser Ziel. Ein Dorf das nur zu Fuss oder mit dem Boot erreichbar ist. Zuoberst trohnt die Burg Simena und daneben und entlang des Pfades ein Friedhof mit hoch aufragenden lykischen Sarkophagen.

Vor zwei Jahrtausenden wurde die Region von einem Erdbeben heimgesucht. Gegenüber dem Dorf Kaleköy liegt die Kekova Insel an dessen Ufer sich die berühmte versunkene Stadt befindet.

Die Wanderung führt ganz schön rauf und runter und so sind wir nach den ca. 7 Kilometern doch etwas geschafft. Ein Glas Wein zum Apero, ein kleiner Tomatensalat und wir geniessen einfach zufrieden diesen Abend. 

Tagesstrecke:   Saklikent - Kekova

Distanz: 94 km

Durchschnittsverbrauch: 10.6 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 38 km/h

Fahrzeit: 2 Std. 24 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 1000 TRY, inkl. Wasser, Müllcontainer, Freiluft-WC, Freiluft-Dusche

Morgen 08°° Uhr / 7 °C

Mittag 13°° Uhr / 22 °C

Abend 18°° Uhr / 21 °C

Wir verbringen am Vormittag noch ein paar Stunden am wunderschönen Salda Gölü. Ein paar wenige Autos und fast noch weniger Menschen begegnen uns. Schliesslich machen wir uns aber doch auf den Weg zu unserem geplanten Tagesziel. Fast die ganze Strecke ist auf unserer Karte als sehenswerte Route markiert. Nun wir treffen ganz Unterschiedliches an. Lange Baustellen, da die Strecke vierspurig ausgebaut wird, Dörfer und Siedlungen, die grosse Müllprobleme haben, grandiose Gebirgslandschaften und über viele, viele Kilometer ein lauter und holpriger Strassenbelag, dass man das eigene Wort fast nicht versteht und der Kopf langsam zu brummen beginnt.

Die Abzweigung zur Saklikentschlucht ist nicht passierbar und das führt noch zu einem Umweg.

Wir wollen heute am Fluss Dargaz übernachten. Aber der Wind weht so heftig, dass man eigentlich keinen Schritt aus dem Womo machen kann, dabei scheint doch die Sonne. So kehren wir nach Saklikent zurück und checken auf dem kleinen Campingplatz ein. Hier standen wir schon letztes Jahr. Die Schlucht werden wir nicht besuchen, denn wie letztes Jahr sind nur die ersten 300 Meter begehbar wegen Hochwasser.

Aber auf dem Platz ist es windstill, wir geniessen die Sonne und stehen auch hier am Fluss.

Mitten am Nachmittag gibt's einen Hamburger mit Pommes frites ;-) Hauptsache wir müssen nicht kochen, dazu haben wir nämlich keine Lust.

Tagesstrecke:   Kayadibi, Salda Gölü - Saklikent

Distanz: 191 km

Durchschnittsverbrauch: 8.7 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 52 km/h

Fahrzeit: 3 Std. 40 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 750 TRY, inkl. Strom, WC, Dusche

Morgen 08°° Uhr / 12 °C

Mittag 13°° Uhr / 23 °C

Abend 18°° Uhr / 17 °C

Für die zweite Nacht haben wir tatsächlich nichts bezahlt. Der Parkwächter kam jeweils mit dem Töff zu den Neuankömmlingen, aber uns liess er in Ruhe. Was soll’s, das muss man ja nicht unbedingt verstehen.

Wir durchfahren als erstes heute nochmals Denizli, eine recht grosse, quirlige Stadt. Perfekt für einen weiteren Versuch, eine Vodafon-SIM-Karte zu kaufen. Der Laden haben wir auf GoogleMaps markiert und los geht’s.

Wir haben es ja geahnt – das Parkieren vor einem Geschäft mitten in einer türkischen Stadt ist eigentlich unmöglich! Der dann angepeilte Parkplatz wegen einer Einbahnstrasse nicht anfahrbar. Da gibt es nur eine Lösung – Mitten auf einem breiten Trottoir das Womo abstellen, Warnblinker rein und zu Fuss zum Laden. Ein modernes Geschäft und drei junge Herren begrüssen uns. Leider spricht keiner ein Wort Englisch und bis wir nur mal erfahren, wie hoch der Touristentarif ist dauert es …… Der Preis – Wucher!!!

Frustriert kehren wir um, steigen ein und wollen gerade den Motor anlassen, da entdeckt Hansruedi in 100 Meter Entfernung ein weiteres Vodafongeschäft. Also nichts wie los. Auf unser Anliegen beginnt der junge Mann zu telefonieren, schaut immer wieder suchend zum Fenster raus, telefoniert wieder ……..

Ob das was wird? Aber plötzlich betritt ein junges Paar den Laden und jetzt geht die Arbeit los. Mit Hilfe von Übersetzungsapps füllt der Mann ein mehrseitiges Dokument aus. Man benötigt einen Pass, muss sogar die Namen von Vater und Mutter angeben, der Pass wird auch fotografiert und Hansruedi muss zweimal unterschreiben. Die drei sind sehr nett, wir können alle auch immer wieder schmunzeln und lachen, sogar etwas zu trinken wird uns angeboten. Und das Beste – wir verlassen den Laden mit einer SIM-Karte - und das Allerbeste – sie funktionert!!!!!!

Wir bleiben online!!!!

Noch ein kurzer Einkauf in der Migros, wobei auch hier das Parkieren eine Herausforderung ist. Auch unser Womo hat noch Durst und nach gut zwei Stunden peilen wir endlich unser Tagesziel an – den Salda Gölü.

Der Salda Gölü ist ein abflussloser See. Das Wasser ist wegen des hohen Magnesiumgehalts alkalisch. Diesem Umstand verdankt der See seine türkise Farbe, aus diesem Grund sind die Strände auch schneeweiss.

Klar müssen wir von unserem Übernachtungsplatz aus zu einer ausgiebigen Erkundungstour starten. Ein gelungener Nachmittag, ein gemütlicher Abend und hoffentlich eine gute und ruhige Nacht.

Tagesstrecke:   Pamukkale - Kayadibi, Salda Gölü

Distanz: 116 km

Durchschnittsverbrauch: 10.8 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 48 km/h

Fahrzeit: 2 Std. 21 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 0 TRY, inkl. Müllcontainer