Montag, 6.
April
Morgen 08°° Uhr / 13 °C

Mittag 13°° Uhr / 23 °C

Abend 18°° Uhr / 18 °C

Einen Moment überlegen wir, noch eine Nacht hier zu bleiben. Entscheiden uns dann aber nach einem gemütlichen Morgen, doch weiter zu reisen.
Tagesziel - ein Campingplatz südlich von Durres, den wir nicht kennen.
Eigentlich eine recht uninteressante Strecke, die wir schon mehrmals gefahren sind. Aber es gibt auch immer spezielle Eindrücke.
Am Morgen der Fischer, der einsam über den See rudert.
Auf der Rückfahrt zur Hauptstrasse fotografieren wir schicke Villen, unterbrochen von einer Bahnlinie, wo schon lange kein Zug mehr fährt, dafür umso mehr Müll rumliegt. In den kleinen und grösseren Dörfern sind die Müllcontainer wohl schon lange nicht mehr geleert worden.
Müll ist in Albanien immer noch ein sehr grosses Problem.
Heute am Ostermontag haben die Geschäfte offen. So stoppen wir für einen kleinen Einkauf. Aber doch ist es ein Feiertag. Bei einigen Restaurants entlang der Schnellstrasse stehen Parkeinweiser und sie haben sehr viel zu tun.
Der Verkehr ist zum Teil zähflüssig mit einigen, zum Glück aber recht kurzen Staus.
Die letzten 3 Kilometer raus zum Campingplatz entpuppen sich als grobe Rumpelpiste mit grossen Schlaglöcher. 5-10 km/h - mehr liegt nicht drin.
Und dann ist der Platz eine einzige Enttäuschung. Also wird es doch wieder Camping Pa Emer. Noch 5 Kilometer und wir sind da.
Wir geniessen die Sonne, lauschen dem Meeresrauschen und schmieden Pläne für Morgen.
Tagesstrecke: Bajze, Albanien - Pa Emer, Karpen
Distanz: 165 km
Durchschnittsverbrauch: 9 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 42 km/h
Fahrzeit: 3 Std. 54 Min.
Stellplatzkosten: 25.00 Euro inkl. V/E, inkl. Strom
Sonntag, 5.
April
Morgen 08°° Uhr / 16 °C

Mittag 13°° Uhr / 24 °C

Abend 18°° Uhr / 23 °C

Einmal mehr ändern wir unsere Entscheidung und unsere Meinung. Über die schon fast berühmte und auch berüchtigte R-1, die von Kotor in vielen Haarnadelkurven hoch auf 900 m ü. M. führt wurde schon viel geschrieben und auch erzählt. Fahrt das nicht mit einem Wohnmobil, das Kreuzen mit den Reisebussen der Kreuzfahrtschiffen ist eine grosse Herausforderung und führt oft zu Chaos. Auf dem ersten Bild sieht man nur einen Teil der Strecke. Ok, es ist zwar Ostersonntag, sicher auch ein Ausflugstag, besonders bei diesem Wetter, aber Kreuzfahrtschiffe liegen keine vor Anker.
Ausgeruht und voller Tatendrang nehmen wir (das heisst Hansruedi) diese Herausforderung an. Und es ist wirklich nicht ohne - oft sind auch die entgegenkommenden Auto's überfordert. Mit grossen Augen gucken sie dich an und getrauen sich fast nicht an den Strassenrand zu fahren und das Rückwärtsfahren beherrschen viele nicht. 5 Betonlastwagen kreuzen unseren Weg, zum Glück immer in einem guten Augenblick.
Die Ausblicke sind einfach gigantisch.
Auch Neues wollen wir erkunden. So haben wir uns für das heutige Tagesziel ein kleines, recht neues Camp am Lake Shkodra in Albanien ausgesucht. Den Grenzübergang von Montenegro nach Albanien bringen wir in sagenhaften 15 Minuten hinter uns.
Die letzten 3.5 Kilometer bis zum Liqeni Agroturizem Restorant & Camping sind schmal und holprig. Angekommen am Ziel können wir nur noch staunen. Welch eine Lage!!! Noch ist nicht alles fertig gebaut, aber es ist jetzt schon ein Juwel.
Tagesstrecke: Kotor, Montenegro - Bajze, Albanien
Distanz: 115 km
Durchschnittsverbrauch: 10.5 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 35 km/h
Fahrzeit: 3 Std. 11 Min.
Stellplatzkosten: 15.00 Euro inkl. V/E, inkl. Strom
Samstag, 4.
April
Morgen 08°° Uhr / 14 °C

Mittag 13°° Uhr / 22 °C

Abend 18°° Uhr / 19 °C

Erstes Vorhaben am heutigen Samstag - die Grenze nach Montenegro hinter uns zu bringen. Um 9.20 Uhr stehen wir an, um aus Kroatien auszureisen. Vor uns stehen ca. 15 PW's. Nach 35 Minuten wäre diese erste Hürde geschafft. Nach ca. 2 Kilometern erreichen wir den Grenzübergang noch Montenegro. Da stehen eigentlich die gleichen wie vorher und nach 30 Minuten dürfen wir endlich in Montenegro einreisen.
Im Sommer zur Hochsaison könne diese Grenzüberquerung schon mal bis 5-6 Stunden dauern!!!! Da sind wir ja mit 1 Stunde gut weggekommen.
Wir fahren heute bis Kotor. Da wir nicht die ganze Kotorbucht rundum fahren wollen nehmen wir in Kamenari die Fähre. Der Andrang ist gering. Das Ticket kostet 10.50 Euro und nach 15 Minuten erreicht man schon das andere Ufer. Wir stellen den Blinker nach links, was die kürzere Route, aber auch die schmälere Strasse nach Kotor ist. Nur ist heute Samstag recht viel Verkehr und so sind die 13 Kilometer recht nervenaufreibend.
Aber schliesslich erreichen wir ohne "Beule" den Parkplatz nahe Kotor auf dem man auch übernachten kann.
Etwas durchatmen und ankommen, bevor wir uns auf den Weg in die Stadt machen. Erster Stopp - Mittagessen.
Und dann starten wir zu unserer heutigen "Treppenwanderung". Wir wollen endlich mal hoch zur Kapelle. Nach gut 500 Stufen sind wir oben und geniessen den Ausblick auf die Stadt und die Bucht.
Wenn die Kreuzfahrtschiffe anlegen und in der Hochsaison kostet der Aufstieg zur Kapelle und zu Festung 15 Euro Eintritt pro Person!!
Die Treppe ist schmal, der Weg daneben uneben, steinig und die Steine sind durch die Millionen von Schuhsohlen, die da schon rauf und runter gelaufen sind rutschig. Alles wirkt etwas ungepflegt, vernachlässigt und Müll liegt auch herum.
Zurück beim Womo geniessen wir den Blick zur Stadt und unser trautes Heim auf Rädern.


Tagesstrecke: Mlini, Kroatien - Kotor, Montenegro
Distanz: 64 km
Durchschnittsverbrauch: 10.5 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 27 km/h
Fahrzeit: 2 Std. 17 Min.
Stellplatzkosten: 35.00 Euro inkl. Mülleimer und Frsichwasser, inkl. schöne Aussicht auf Kotor
Freitag, 3.
April
Morgen 08°° Uhr / 14 °C

Mittag 13°° Uhr / 20 °C

Abend 18°° Uhr / 17 °C

20 Kilometer Stau am Gotthard heute Karfreitag. Und auch schon gestern und vorgestern stauten sich die Auto's vor dem Tunnel.
Und hier im Süden von Kroatien sind die Campingplätze nur spärlich belegt. Nun wir geniessen das sehr!
Wir ziehen heute wieder ein Stück weiter. Dubrovnik lassen wir rechts liegen, die Stadt haben wir schon zweimal besucht.
Kurz nachher tätigen wir den entspanntesten Ostereinkauf, den wir je hatten. In Kroatien sind die Geschäfte am Karfreitag offen, aber erstaunlich wenig frequentiert. Ostersonntag und Ostermontag ist dann alles zu.
Bald danach sind wir auch bereits an unserem Tagesziel - Camp Kate in Mlini. Auch hier steht am Mittag erst ein grosser Overlander. Erstaunlicherweise hat er die schwierige Anfahrt auf den Platz ebenfalls geschafft ;-)
Karfreitag - Fisch essen? Den hatten wir gestern. Die Sonne scheint und es ist angenehm warm. Also Tisch und Stühle raus und wir kochen heute selber. Wir meinen - genau so gut wie im Restaurant!
Zur Verdauung spazieren wir runter zur Promenade von Mlini. Auch hier ist noch Nebensaison, viel ist nicht offen. Wir geniessen die Sonne und die Ausblicke. Die vielen Treppenstufen nach oben zurück zu unserem Platz sind dann das heutige Fitnessprogramm.
Tagesstrecke: Orebic, Halbinsel Peljesac - Mlini
Distanz: 117 km
Durchschnittsverbrauch: 9.5 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 53 km/h
Fahrzeit: 2 Std. 10 Min.
Stellplatzkosten: 32.00 Euro inkl. VE, ohne Strom
Donnerstag, 2.
April
Morgen 08°° Uhr / 14 °C

Mittag 13°° Uhr / 16 °C

Abend 18°° Uhr / 14 °C

Ab Samstag soll das Wetter auf unserer Reiseroute wieder sonnig und warm sein. Wir legen heute einfach einen Stopp ein und vertrödeln mal einen Tag. Die Bora bläst bis in den Nachmittag hinein immer wieder in heftigen Böen.
Also Trödeltag ist ja nicht ganz richtig. Nach einem ausgiebigen Frühstück geniessen wir die grosszügigen, herrllich warmen und auch geheizten Duschen. Und da wir wissen, dass auf unserer Route nicht so schnell wieder eine gute Waschmaschine kommt, landet einfach mal alles der letzten
10 Tage in der grossen und vor allem sauberen Maschine und mangels Sonne halt später noch im Tumbler. Und das muss dann mal alles wieder versorgt werden.
Etwas Sport steht auch noch auf dem Programm. Krafttraining ist wichtig in unserem Alter ;-)
Hansruedi arbeitet noch an seinem ersten Video dieser Reise, das bis zum Abend auch ohnline ist.
Ich, Heidi erkunde zwischendurch den Campingplatz und stelle fest, dass er immer luxuriöser wird. Da gibt es neu sogar Stellplätze mit einem eigenen Wirlpool! Auch sind ein paar weitere Luxusbungalow's mit Pool entstanden. Aber zur Zeit sind hier nur ein paar wenige Womo's und Wohnwagen.
Das Restaurant ist hier, wie auch der Campingplatz, das ganze Jahr geöffnet und ist auch bei Einheimischen beliebt.
Die Einrichtung mit den Pflanzen, die von der Decke hängen (ok, sie sind künstlich) ist speziell. Wichtig zu dieser Jahreszeit und bei diesem Wetter - es ist beheizt und somit richtig gemütlich.
Die Bedienung ist sehr herzlich und das Essen ist gut. Der Hauswein (Rotwein) hat uns im Camp Sirena jedoch besser gemundet.
Dafür war heute Abend das Glas Rosé ausgezeichnet.
Und jetzt noch die Homepage erledigen und dann einfach noch den Abend geniessen.
Video:
Stellplatzkosten: 30.00 Euro inkl. VE, inkl. Strom, ACSI-Platz
Mittwoch, 1.
April
Morgen 08°° Uhr / 11 °C

Mittag 13°° Uhr / 15 °C

Abend 18°° Uhr / 13 °C

Die Bora beschäftigt uns heute weiter. Zur Zeit gondeln wir einfach so durch die Tage, immer Himmelsrichtung Südost. Trotz Wolken, kühlen Temperaturen und heftiger Bora behalten wir die gute Laune. So tuckern wir auch heute weiter und bestaunen die Gischt des Meeres, hervorgerufen durch die Bora. Wir entscheiden uns aber bald einmal gegen die Küstenstrasse. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Makarska Riviera zwar sehr schön ist, aber auch viele Orte mit Rotlichtern und Kreiseln zu durchfahren sind.
Wir stellen den Blinker und gewinnen mit ein paar Kurven rasch an Höhe. Bevor wir die Autobahneinfahrt erreichen stoppen wir noch beim Velika (Wasserfall) Gubavica. Mit etwa 49 Metern Höhe gehört er zu den höchsten Wasserfällen in Dalmatien. Auch die Ausblicke in die Cetina-Schlucht sind beeindruckend. Die Route der Autobahn führt uns bis auf ca. 600 Meter Höhe und der Schnee ist tatsächlich gar nicht mehr so weit weg.
Aber bald geht's wieder auf Meereshöhe hinunter ins Neretva Delta. Eine der schönsten Naturlandschaften Kroatiens. Dank dem Wasserreichtum wird neben Gemüse und Zitrusfrüchten sogar Reis in der sumpfigen Landschaft angebaut. Darüber hinaus ist das Delta auch ein ideales Brutgebiet für zahlreiche Vogelarten. Aus diesem Grund ist der Ort bei Ornithologen aus aller Welt sehr beliebt.
Wir fahren heute auf die Halbinsel Peljesac nach Orebic. Camp Lavanda - hier haben wir schon öfters einen Stopp eingelegt. Unter anderem auch wegen dem guten Restaurant, das wir sicher noch besuchen werden.

Tagesstrecke: Camp Sirena, nahe Omis - Orebic, Halbinsel Peljesac
Distanz: 177 km
Durchschnittsverbrauch: 9.4 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 58 km/h
Fahrzeit: 3 Std. 02 Min.
Stellplatzkosten: 30.00 Euro inkl. VE, inkl. Strom, ACSI-Platz
Morgen 08°° Uhr / 10 °C

Mittag 13°° Uhr / 13 °C

Abend 18°° Uhr / 11 °C

Gestern haben wir gegen 21.00 Uhr unser Wohnmobil noch etwas umgeparkt, damit wir besser im Wind standen. So haben wir wunderbar geschlafen.
Auch heute bleiben wir bei unserem Plan und tuckern gemütlich weiter südwärts. Ausser ein paar wenigen Regentropfen kommen wir trocken durch den Tag. Die Bora gibt zeitweise dafür richtig Vollgas. Unser Windsymbol reicht bei weitem nicht aus für die heutige Windstärke.
In Stobrec gibt's dann die obligate Mittagspause. Die Höhebeschränkungen sind noch beiseitegeschoben, und so kommen wir in den Genuss auf einem grossen leeren Parkplatz an der Promenade zu "dinieren" mit schönem Ausblick auf's Meer.
Einige Baustellen sorgen heute dafür, dass die Fahrt bis zu unserem Ziel leider etwas länger dauert. Besonders die Fahrt durch Omis verlangt sehr viel Geduld.
Aber gegen 15.00 Uhr erreichen wir das Camp Sirena einige Kilometer ausserhalb der Stadt. Tja, und dank der Bora entscheiden wir uns heute für einmal freiwillig für einen Hinterhofstellplatz und verzichten auf die Aussicht auf's Meer. Wir lassen uns dann aber doch auf einem Spaziergang dem Meer entlang ordentlich durchpusten. Auf den Fotos kommt der Wind gar nicht so zur Geltung.
Und jetzt noch ein paar Worte zum Restaurant. In der Nebensaison muss man sich schon bei Ankunft entscheiden, ob man hier essen will und aus der Speisekarte auch die Auswahl treffen. Das haben wir natürlich gemacht, den wir wollen das vielgelobte Restaurant gerne ausprobieren und haben zudem auch gar keine Lust selber zu kochen.
In p4n wird ja sogar von Gourmet-Menu gesprochen. Klar kann man heute nur drinnen essen. Es ist eine gemütliche Gaststube, das Feuer brennt im Cheminee und der Besitzer (wohl nicht mehr so aktiv im Tagesgeschäft) bietet einem als erstes einen selbstgebrannten "Apero" an.
Eine kleine Vorspeise aus Rohschinken und Parmesan gibt es dann als Überraschung, und der Hauswein mundet auch. Das Essen ist nach unserer Meinung und Erfahrung gut, aber nicht überragend. Nichts Aussergewöhnliches, einfach gute, normale Kost. Es hat uns geschmeckt und abgewaschen war auch schon. Ganz klar, wir bereuen es nicht, hier gegessen zu haben. Der Preis - na ja, was ist nicht teurer geworden in Kroatien und wie auch überall.
Tagesstrecke: Betina, Insel Murter - Camp Sirena, nahe Omis
Distanz: 145 km
Durchschnittsverbrauch: 9.4 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 43 km/h
Fahrzeit: 3 Std. 19 Min.
Stellplatzkosten: 25.00 Euro inkl. VE ohne Strom
Morgen 08°° Uhr / 11 °C

Mittag 13°° Uhr / 13 °C

Abend 18°° Uhr / 14 °C

Und einmal mehr werfen wir noch gestern Abend alle geschmiedeten Pläne für die Weiterreise über den Haufen!
Warum? Diverse Wetterberichte haben ab morgen Dienstag plötzlich fast der ganzen Küste entlang die berüchtigte Bora ausgepackt, und zwar mässig bis stark. Wir machen uns also heute morgen schlau, wo die Bora wahrscheinlich nur mässig bläst und entscheiden uns, bis zur Insel Murter zu fahren.
Auf der Flucht sind wir jedoch nicht, die Sonne lacht auch noch vom Himmel und so tuckern wir gemütlich der kroatischen Küste entlang und geniessen die herrlichen Ausblicke. Auch bei wiederholtem Male einfach immer wieder schön. Ein Einkauf und eine Mittagspause bei einem schönen Aussichtspunkt sind willkommene Unterbrechungen der Fahrt.
In Kroatien öffnen viele Camps erst am Mittwoch, 1. April und das macht die Suche nach einem Übernachtungplatz nicht ganz einfach.
Wir haben uns kurz vor der Insel Murter einen kleinen Stellplatz ausgesucht, der offen sein sollte. Ok, klein ist er wirklich, sehr klein, eng und schief.
Da kommt die zündende Idee: Das Autocamp Plitka Vala auf der Insel Murter, das wir gut kennen, liegt doch an einer schmalen Nebenstrasse Richtung Bettina. Auch dieses Camp öffnet erst am Mittwoch, aber da gibt es keine Schranke. Da kann man sich evt. doch ganz diskret irgendwo auf dem grossen Areal hinstellen. Gesagt getan - und wir sind nicht die einzigen mit dieser Idee. Da stehen bereits ein paar wenige Womos und ein nettes deutsches Paar erzählt uns, dass es überhaupt kein Problem ist, hier zu übernachten. Und so kommen wir in den Genuss, für einmal ganz vorne am Meer zu stehen, was hier eigentlich meistens fast unmöglich ist. Der Platz ist seeehr beliebt, vor allem bei Campern mit Boot.
Also Vorbereitungsarbeiten laufen hier noch gar keine und so sammeln wir den Müll rund um unser Womo, der sich über den Winter angesammelt hat selber ein. Schliesslich soll es uns hier wohl sein. Uns gefällt's und wir freuen uns, hier überraschenderweise einen wirklich schönen Übernachtungsplatz gefunden zu haben. Auch der Wind hält sich in Grenzen, einem einigermassen ruhigen Abend und Nacht steht nichts im Wege.
Auch der Plan für morgen steht.

Tagesstrecke: Omišalj - Betina, Insel Murter
Distanz: 261 km
Durchschnittsverbrauch: 9.2 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 57 km/h
Fahrzeit: 4 Std. 35 Min.
Stellplatzkosten: 0 Euro inkl. Nichts
Sonntag, 29. März
Morgen 08°° Uhr / 12 °C

Mittag 13°° Uhr / 13 °C

Abend 18°° Uhr / 15 °C

Ok, halten wir gleich mal fest - wettermässig liegt eine kleine Durststrecke vor uns. Nicht unbedingt viel Regen, aber windig, wolkig und kühl.
Erst so ab Karfreitag soll es wieder sonniger und wärmer werden. Auch weiter südlich sieht es nicht besser aus.
Also was soll's - wir bleiben einfach mal noch einen Tag hier.
Zu tun gibt es immer. Mal so eine kleine, unvollständige Aufzählung.
Kaffee im Bett, feines Frühstück, ausgiebig die herrlichen Duschen vom Platz geniessen, kleine Handwäsche erledigen, Homepage nachführen,
e-bill Rechnungen bezahlen, kleine Putzarbeiten, WC leeren, Weiterreise planen, REISE MOBIL International lesen, Mittagessen im Campingrestaurant, lesen usw. usw. und ganz klar, das Geniessen nicht vergessen.
Oder mal wieder in Erinnerungen schwelgen, z.B über den Campingplatz.
Die ersten drei Bilder entstanden vor 20 Jahren. Auch damals schon ein Campingplatz. Ein kleines unscheinbares Steinhäuschen diente als Rezeption, die Sanitären Einrichtungen waren mehr als rudimentär. Die Duschen standen mitten im Gelände frei nebeneinander, die Türen so richtige Westerntüren, die gerade mal so die Körpermitte bedeckten und das Duschwasser lief einfach auf die Wiese!
Parzellierung war noch ein Fremdwort - also eigentlich legales Freistehen gegen kleines Entgeld. Die Womodichte noch äusserst gering!
Ach, wie herrlich!!
2018 wollten wir da mal wieder hin. Das kleine Steinhäuschen stand noch, aber nur noch zur Zierde! Enstanden ist ein 5-Sterne Campingplatz mit allen erdenklichen "Annehmlichkeiten", gerade vor wenigen Tagen wieder neueröffnet. Wir sind dann doch zwei Nächte geblieben, standen direkt am Meer auf einer Parzelle, haben die neuen und sauberen Waschmaschinen genutzt und das topmoderne Sanitärhaus durchaus auch genossen.
Und jetzt 2026 (siehe die letzten drei Bilder)? Der Platz wurde gewaltig vergrössert und ein zweites Sanitärhaus gebaut. Klar gibt es auch einen Pool, einen grossen Kinderspielplatz, ein grosses Restaurant, einen Laden, eine unzählige Menge von Bongalows und eben ganz viele schön quadratische Parzellen für Wohnmobile, Wohnwagen etc.
Doch auch diesmal bleiben wir. Geniessen es, dass der Platz nur so spärlich belegt ist, und die Duschen sind immer noch genau so luxuriös wie 2018.
Stellplatzkosten: mit ACSI 30 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Samstag, 28. März
Morgen 08°° Uhr / 13 °C

Mittag 13°° Uhr / 17 °C

Abend 18°° Uhr / 13 °C

Der Stellplatz bei Venedig hat sich gestern Abend noch sehr gut gefüllt. Viele Italiener wollen wohl heute bei diesem schönen Wetter Venedig besuchen. Wir aber ziehen weiter und da wir nur bis zur Pension Patrik in Slowenien fahren wollen, haben wir es auch so nicht eilig.
Oha, nicht nur der Stellplatz ist fast voll, auch der benachbarte PW-Parkplatz füllt sich schon recht früh immer mehr.
Ca. in einem Kilometer Entfernung gibt es auch eine Bahn- und eine Busstation mit häufiger Verbindung in die Stadt. Bei unserer Abfahrt staunen wir auch hier über die vollen Parkplätze. Da ist heute Samstag in Venedig sicher einiges mehr los als gestern.
Wir fahren Richtung Triest, stoppen aber vorher bei einem CONAD Supermarkt. 300 Meter nach einer Autobahnausfahrt ist man schon da, idealer kann es gar nicht sein.
Auf dem für uns gewohnten Weg erreichen wir Slowenien und in Kozina können wir dann für 1.69 Euro tanken. Aber tatsächlich nur für 50 Euro - Benzin und Diesel sind limitiert! Kein Problem, die nächste Tankstelle kommt schon bald und dann ist unser Dieseltank voll.
Reisen mit Wohnmobil - da kann man schon einfach mal den Blinker stellen oder genau das sein lassen.
So fahren wir ganz spontan beim Stellplatz Pension Patrik in Hrusica vorbei.
Unser neues Ziel: Camping Omisalj auf der Insel Krk. Und da stehen wir jetzt mit Blick auf die Adria und staunen, wie spärlich der Platz belegt ist.
Und worüber wir auch staunen - wir blicken zu verschneiten Bergen, mit Gipfeln gerade mal so 1'500 m ü Meer.
Den Apero geniessen wir noch draussen an der Sonne, das Nachtessen dann aber gemütlich drinnen.
Tagesstrecke: Venedig - Omišalj
Distanz: 251 km
Durchschnittsverbrauch: 8.7 Liter
Durchschnittsgeschwindigkeit: 65 h/km
Fahrzeit: 3 Std. 49 Min
Stellplatzkosten: mit ACSI 30 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Freitag, 27. März
Morgen 08°° Uhr / 10 °C

Mittag 13°° Uhr / 15 °C

Abend 18°° Uhr / 14 °C

Venedig - die schwimmende Stadt
Eine der einzigartigsten Städte der Welt - gebaut auf über 100 kleinen Inseln in einer Lagune der Adria. Statt Strassen gibt es Kanäle, statt Autos Boote. Gegründet etwa im 5. Jahrhundert wurde Venedig zu einem Handelszentrum zwischen Europa und dem Orient. Über Jahrhunderte reich und einflussreich - heute ein UNESCO-Weltkulturerbe. Der wichtigste Verkehrsweg ist der Canale Grande, Venedigs Hauptstrasse.
Auch "Busse" gibt es - allerdings als Vaporetto (Wasserbusse).
Der Markusplatz ist das Herz der Stadt, mit dem beeindruckenden Markusdom, dem Campanile di San Marco und dem Dogenpalast.
Die älteste und bekannteste Brücke - Rialtobrücke.
Tja, und in dieser Stadt waren wir heute den ganzen Tag. Mit dem Boot schippert man von unserem Stellplatz aus in einer knappen halben Stunde rüber nach Venedig. 6 Stunden haben wir uns treiben lassen, sind treppauf, treppab, über Brücken, durch enge Gassen, über herrliche Plätze usw. spaziert, haben eine Espressopause eingelegt, später gegen den Hunger eine Pizza verspeist, bis wir schlussendlich müde aber beeindruckt und zufrieden wieder bei unserem Pfüdi eingetroffen sind.
Und jetzt lassen wir einfach die Bilder sprechen.
Stellplatzkosten: 18 Euro, inkl. V/E, ohne Strom
Donnerstag, 26. März
Morgen 08°° Uhr / 12 °C

Mittag 13°° Uhr / 12 °C

Abend 18°° Uhr / 11 °C

Ups, das hat ja gestern Spätabends noch heftig gewittert, und dann gleich auch noch die ganze Nacht ganz schön gewindet.
Heute steht ein langweiliger Reisetag auf dem Programm, aber die gibt es halt auch. Tage an denen man einfach von A nach B will.
A ist heute Olginate und B ein Stellplatz nahe Venedig. Hier hat es laut Wetterbericht gestern Nacht noch mehr geregnet als bei uns. Man sieht das dem Platz auch an. Aber der Regen soll nun vorbei sein, so dass wir morgen Freitag Venedig trockenen Fusses besichtigen können.
Gleich neben unserem Platz fährt stündlich ein Taxiboot ab und schwupps ist man in knapp einer halben Stunde drüben.
Tagesstrecke: Olginate - Venedig
Distanz: 252 km
Durchschnittsverbrauch: 7.6 Liter
Durchschnittsgeschwindigkeit: 72 h/km
Fahrzeit: 3 Std. 28 Min
Stellplatzkosten: 18 Euro, inkl. V/E, ohne Strom
Mittwoch, 25. März
Morgen 08°° Uhr / 7 °C

Mittag 13°° Uhr / 22 °C

Abend 18°° Uhr / 17 °C

Gleich vorneweg - wir waren wohl müde und haben trotz allen Güterzügen erstaunlich gut geschlafen.
Wir starten gemütlich in den Tag und beschliessen, heute etwas weiterzureisen. Nach einem Einkauf entern wir die Autobahn und schon bald überqueren wir die Grenze nach Italien. Aber hier verlassen wir die Autostrada sehr schnell und fahren Richtung Lago di Como - eine völlig neue Route für uns. Unser Ziel ist aber nicht Como, sondern Olginate, etwas südlich von Lecco am Lago di Olginate
Viel Verkehr, viele zusammenhängende Ortschaften, schöne Ausblicke auf die Lago's und gegen Mittag erreichen wir unser Tagesziel.
Auf dem Stellplatz ist mit zwei Womos wirklich nicht viel los. Irgendwann laden wir die Bike's aus. Wir haben doch tatsächlich vergessen, Mineralwasser einzukaufen. So können wir aber gleich das schöne Seeufer erkunden.
Weitere grosse Aktionen gibt es heute nicht mehr, es darf auch mal einfach ruhig sein.
Nachtrag: Stellplätze haben oft so ihre Eigenheiten. In Lugano waren es die Güterzüge und hier die Geruchsimmission. Je nach Windrichtung (und der ist ab dem späten Nachmittag recht heftig) riecht es hier intensiv nach Popcorn. Interessant und viel besser als z.B. der Geruch von Schweineställen.
Tagesstrecke: Lugano - Olginate
Distanz: 72 km
Durchschnittsverbrauch: 9.2 Liter
Durchschnittsgeschwindigkeit: 52 h/km
Fahrzeit: 1 Std. 19 Min
Stellplatzkosten: 15 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Dienstag, 24. März
Morgen 08°° Uhr / 4 °C

Mittag 13°° Uhr / 17 °C

Abend 18°° Uhr / 18 °C

Endlich - wir starten zu unserer ersten längeren Reise im Jahr 2026!!!
Die Himmelsrichtung? Beginnen wir doch einfach mal mit südwärts und drehen dann vielleicht etwas südostwärts. Ach, so genau wissen wir das doch auch nicht. Lassen wir uns doch alle überraschen.
Wenn wir nach Süden fahren, landen wir doch als erstes im Tessin, und da ist auch unser erster Übernachtungsplatz. Aber diesmal nicht Richtung Locarno, nein, wir landen in Lugano auf dem Stellplatz. Gut gelegen für den Besuch der Stadt. Einziger Nachteil - die Bahnlinie führt recht nahe vorbei und die Züge, vor allem die Güterzüge, fahren die ganze Nacht. Ok, wir werde sehen, wie gut wir hier schlafen. Aber wir wollen hier ja nicht Urlaub machen und für ein oder evt. zwei Nächte geht das wohl schon.
Eine kleine Siesta muss sein, bevor wir uns auf eine erste Erkundungstour zum Parco Tassino machen.
Der heutige Parco Tassino war einst das Jagdrevier der wohlhabenden Familie Enderlin, die im neunzehnten Jahrhundert eine wunderschöne Villa am Hügel Tassino besass. Und oben auf dem Hügel steht der Roccolo degli Enderlin. Roccolo ist eine traditionelle Vogle-Fanganlage, die vor allem in Norditalien und im Tessin verbreitet war. Dabei handelte es sich manchmal um einen kleinen Turm, der genutzt wurde, um Zugvögel zu fangen, was heute verboten ist. So ist der Turm heute ein Zeugnis alter Jagdtraditionen, ein Stück regionale Geschichte.
Nach einem frühen Nachtessen mit feinen kalten Spezialitäten folgt unsere zweite Erkundungstour. Früher gab es ein Funicolare per la Citta, heute nehmen wir die Treppe, die gleich daneben nach unten in die Stadt und zur Promenade führt. Wir schlendern durch die Gassen, bewundern die schicken Geschäfte vieler bekannten, teuren Marken und geniessen auch einen Spaziergang der Seepromenade entlang.
Auf dem Heimweg absolvieren wir dann gleich noch ein Fitnessprogramm - die Treppe nach oben ist ganz schön lang.
Ein rundum gelungener erster Reisetag findet ein gemütliches Ende in unserem Pfüdi.
Tagesstrecke: Felsberg - Lugano
Distanz: 146 km
Durchschnittsverbrauch: 9.4 Liter
Durchschnittsgeschwindigkeit: 60 h/km
Fahrzeit: 2 Std. 39 Min
Stellplatzkosten: 20 CHF, inkl. V/E, inkl. Strom
























































































































