Morgen 08°° Uhr / 17 °C

Mittag 13°° Uhr /
17 °C (2'000 m ü. M.)

Abend 18°° Uhr / 30 °C

Es gibt Tage auf einer langen Reise, die laufen nicht ganz nach Plan. Die Gründe dafür können so unterschiedlich sein.
Nach einem gelungenen Mittagshalt bei einem Sonntagsmarkt inklusive typisch rumänischem Barbecue und einem kleinen Einkauf an den Ständen lief es dann nicht mehr so rund. Und heute haben wir gar keine Lust, das ausführlich zu beschreiben.
Schlussendlich landen wir auf einem kleinen Campingplatz direkt an der Donau. Das gegenüberliegende Ufer ist bereits in Serbien.
Heftige Gewitterfronten sind angekündet. Mal schauen, wie die Nacht so wird.
Tagesstrecke: Valea lui Stan -
Eșelnița
Distanz: 315 km
Durchschnittsverbrauch: 9.4 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 46 km/h
Fahrzeit: 6 Std. 48 Min.
Stellplatzkosten: 100 RON inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 4 °C

Mittag 13°° Uhr /
22 °C

Abend 18°° Uhr / 17 °C

Ein paar letzte Bilder von der Transfagarasan. Das Wetter ist nicht ganz so schön wie vorhergesagt, aber was soll's.
Trotz Nachtfahrverbot sind doch bis um Mitternacht noch ab und zu Auto's vorbeigefahren und konnten es natürlich nicht lassen, beim Vorbeifahren zu hupen oder auch zu schreien. Wie mag es hier wohl in der Hauptsaison zu und her gehen? Nun das wollen wir gar nicht erleben.
Wir tuckern weiter unserem nächsten Ziel entgegen und können unterwegs sehr günstigen Diesel tanken, gleich noch Adblue und die leere Gastankflasche auffüllen und auch der Inhalt des Kühlschranks wird wieder etwas aufgestockt.
Schlussendlich landen wir auf einem wirklich schönen, kleinen Campingplatz mit einem kleinen Weiher in dem man auch angeln kann. Nun wir haben diesmal keine Angel dabei, aber wir geniessen den Nachmittag, gucken den Einheimischen beim Zeltaufbau zu. Es ist ja mal wieder Samstag und wir sind froh über diesen ruhigen und schönen Übernachtungsplatz.
Tagesstrecke: Transfăgărășan - Valea lui Stan
Distanz: 142 km
Durchschnittsverbrauch: 7.8 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 37 km/h
Fahrzeit: 3 Std. 44 Min.
Stellplatzkosten: 120 RON inkl. alles, ohne Strom
Morgen 08°° Uhr / 7 °C

Mittag 13°° Uhr /
5 °C

Abend 18°° Uhr / 6 °C 1925 mü.M.

In der Nacht hielt sich der Regen sehr in Grenzen. Aber dann gegen Morgen gab der Wind Vollgas und der Regen setzte ein. Tja, der heutige Tag soll nass und windig bleiben. Wir schlafen aus und Frühstück gibt es erst kurz vor 10 Uhr. Faulenzen, lesen, Video schneiden, aus dem Fenster gucken, den Motorradfahrern zuschauen, die bei strömendem Regen an uns vorbeifahren, dem Wind lauschen und auch mal Nichts tun.
Gegen 14.00 Uhr lässt der Regen nach und evt. ist es uns bereits etwas langweilig. Auf jeden Fall starten wir mal Richtung Passhöhe. Die Strasse wird immer holpiger, wir passieren ein paar Galerien und schliesslich den längsten und höchstgelegenen Tunnel Rumäniens (800 Meter lang).
Einige Schneereste und ein kleines Chaos erwartet uns da. Der Parkplatz ist eine einzige Schlaglochpiste, viele Einheimischen sind daran, die Verkaufstände auf Vordermann zu bringen und einzurichten und im Moment sieht es alles andere als einladend aus. Wir fahren ganz nach hinten zum Gletschersee Balea. Hier bei der noch geschlossenen Cabana Balea könnte man wohl auch übernachten. Wir aber wollen noch etwas die Ausblicke auf der Nordseite geniessen und finden da nach 2-3 Kilometern auch unseren heutigen Übernachtungsplatz.
Morgen soll die Sonne scheinen und das wollen wir uns nicht entgehen lassen.
Die Transfăgărășan – Rumäniens spektakulärste Panoramastraße - einfach noch ein paar Infos dazu.
Die Transfăgărășan (DN7C) gilt als eine der schönsten Bergstraßen Europas. Sie durchquert das gewaltige Făgăraș-Gebirge in den südlichen Karpaten und verbindet die Regionen Walachei und Siebenbürgen. Die Straße erreicht eine Höhe von etwa 2.042 Metern am Bâlea-See und ist damit die zweithöchste asphaltierte Straße Rumäniens.
Die Straße wurde zwischen 1970 und 1974 unter der Führung von Nicolae Ceaușescu gebaut. Hintergrund war die Sorge vor einer möglichen sowjetischen Invasion nach dem Einmarsch in die Tschechoslowakei 1968. Daher sollte eine schnelle militärische Verbindung über die Karpaten geschaffen werden. Der Bau war extrem aufwendig: Millionen Kilogramm Sprengstoff wurden eingesetzt, und zahlreiche Arbeiter sowie Soldaten verloren dabei ihr Leben.
Was macht die Strasse so besonders? Atemberaubende Serpentinen und Haarnadelkurven, spektakuläre Ausblicke auf die Karpaten, der malerische Bâlea-See, der beeindruckende Vidraru-Stausee und Tunnel, Viadukte und Brücken in hochalpiner Landschaft.
Weltberühmt wurde die Strecke durch die Fernsehsendung Top Gear, in der Moderator Jeremy Clarkson sie als „die beste Straße der Welt“ bezeichnete. Seitdem pilgern Motorradfahrer, Wohnmobilreisende und Autofans aus aller Welt hierher.
Im Sommer und besonders an den Wochenende herrscht gewaltiger Verkehr. Oft kommt es zu Staus und die Parkplätze sind meistens rappelvoll.
Wir sind gespannt, ob das Wetter morgen noch etwas Sonne für uns bereithält. Im Moment (19.00Uhr) stecken wir im dicken Nebel.


Tagesstrecke: Transfăgărășan -Transfăgărășan
Distanz: ? km
Durchschnittsverbrauch: ? l
Durchschnittsgeschwindigkeit: ? km/h
Fahrzeit: ? Std. ? Min.
Stellplatzkosten: 0 RON inkl. schöner Aussicht, wenn es keinen Nebel hat
Morgen 08°° Uhr / 18 °C

Mittag 13°° Uhr / 18 °C

Abend 18°° Uhr / 10 °C 1840 mü.M.

Wir haben in diesem Garten herrlich geschlafen, ohne Lärm, ohne Lampen, einfach perfekt. Wir nehmens gemütlich. Und ganz klar landet eine Spende von uns im Briefkasten! Erste Handlung: im Internet nachschauen,ob es dabei bleibt und die Transfagarasan am Freitag geöffnet wird.
Yes - am 12.06. um 9.00 Uhr soll es soweit sein. So steht unser Plan für heute. Einfach mal losfahren und schauen, wie weit man fahren kann.
Aber ohalätz - gerade weit kommen wir nicht. Der Lüftungsventilator streikt. Gestern haben wir ja über 30 Grad ereicht! Das kann ganz schön warm werden, wenn es wieder so heiss wird. Mal kurz Rücksprache mit der Weisstorkel Garage in Chur. Sicherungen sind alle i.O.
Das heisst, evt. muss der Ventilator ausgetauscht werden. Aber nicht heute, wir fahren weiter.
Also los Richtung Stausee Vidraru. Hier soll man recht häufig Bären beobachten können. Schilder am Strassenrand warnen, man soll im Auto bleiben und die Bären auch nicht füttern. Das nehmen nicht immer alle so ernst. So hatte erst vor gut einer Woche ein Motorradfahrer die Idee für ein Selfie mit sich und einem Bär. Das Tragische - er hat diese Idee mit seinem Leben bezahlt!
Bärenwarnungen lassen unsere Handys zeitweise lautstark aufheulen. Und das nicht ohne Grund! Wir sind oft nur im Schritttempo unterwegs - und wirklich - wir entdecken bei fast jeder Warnung auch einen Bären. Einfach genial und faszinierend.
Und das besten - heute sind so wenige Autos unterwegs. Problemlos kann man anhalten, Warnblinker rein und einfach geniessen und Videokamera und Fotoapparate laufen auf Hochtouren.

Irgendwann stoppen wir für unsere Mittagspause und fahren anschliessend einfach noch weiter. Keine Ahnung, wo wir heute übernachten werden.
Tja und dann kommt die ominöse "halbe" Strassensperrung ( keine fixe Schranke) ! Eine riesige Tafel mit viel Text - und dank Übersetzungsapp erfahren wir mehr.
Eigentlich ist die Strasse gesperrt, es könnte Lawinengefahr herrschen, wenn man weiterfährt geschieht das auf eigenes Risiko!
Ein Blick nach oben - also Lawinengefahr herrscht hier bei weitem nicht mehr und Autos kommen uns auch entgegen.
Also nichts wie los!!! Und so tuckern wir weiter nach oben, lassen den Wald bald einmal hinter uns und tauchen ein in die Bergwelt der Transfagarasan. Die Verkaufsstände entlang der Strasse werden bereits heute eingerichtet. Noch vor der Passhöhe finden wir dann unseren Übernachtungsplatz. Und wie auf Bestellung setzt der Regen plötzlich aus und wir können bei Sonnenschein, die Aussicht geniessen.
Das Internet informiert uns dann später darüber, dass die Passstrasse wegen den Regenfällen morgen erst um 12.00 Uhr geöffnet wird.
Bald setzt der Regen auch wieder ein und wir geniessen jetzt einfach unseren warmen und gemütlichen Pfüdi.
Tagesstrecke: Turburea - Transfăgărășan
Distanz: 68 km
Durchschnittsverbrauch: 14.2 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 21 km/h
Fahrzeit: 3 Std. 8 Min.
Stellplatzkosten: 0 RON inkl. schöner Aussicht
Morgen 08°° Uhr / 15 °C

Mittag 13°° Uhr / 32 °C

Abend 18°° Uhr / 25 °C

Ein paar einzelne Regentropfen und vor allem absolute Windstille - was haben wir für ein Glück mit dem Wetter!
Wir haben in dieser grandiosen Szenerie und Stille sehr gut geschlafen. Kurz nach 9.00 Uhr machen wir uns auf den Weg, die Transalpina mit dutzenden von Stopps zu erkunden. Die Südseite der Strasse führt weniger durch Wälder und so hat man sehr lange herrliche Ausblicke.

Wenn das Glück uns treu bleibt könnte es doch tatsächlich klappen. Morgen wird nach nochmaliger Prüfung des Strassenzustandes entschieden, ob die ganze Transfagarasan-Passstrasse am Freitag 12. Juni um 9.00 Uhr für den Verkehr freigegeben wird. Jetzt heisst es also Daumen drücken!
Wir entscheiden uns deshalb, heute schon mal in diese Richtung weiter zu reisen. Unterwegs füllen wir zu einem recht günstigen Preis unseren Dieseltank auf und ein Einkauf muss auch noch sein. Könnte ja sein, dass wir die nächsten 2-3 Nächte irgendwo auf der Transfagarasan übernachten.
Ausser der grandiosen Bergwelt hoffen wir natürlich auch, freilebende Bären beobachten zu können.
Ein eingezäunter Stellplatz draussen in der Pampa mit so ziemlich nichts ausser wunderbar grüner Natur kommt uns gerade recht.
Man dankt für eine Spende. Die Besitzer kommen noch mit dem Traktor und Anhänger vorbei, laden einige Steine ab und freuen sich, dass wir ihren Platz für eine Übernachtung ausgesucht haben. Wir bleiben aber tatsächlich nicht alleine, später kommt noch ein Womo aus Belgien dazu.
Tagesstrecke: Transalpina, kurz vor der Passhöhe - Turburea
Distanz: 172 km
Durchschnittsverbrauch: 9.3 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 38 km/h
Fahrzeit: 4 Std. 26 Min.
Stellplatzkosten: 50 RON inkl. schöner Garten und Sicherheit vor den Bären
Morgen 08°° Uhr / 17 °C

Mittag 13°° Uhr / 27 °C

Abend 18°° Uhr / 12 °C 2000 m ü. M.

So ab 23.00 Uhr fuhren nur noch vereinzelt Autos vorbei und so haben wir doch tatsächlich recht gut geschlafen. Ab 6.00 Uhr nahm der Verkehr dann wieder merklich zu, aber wir wollen ja sowieso früh aufstehen. Denn heute geht's tief unter die Erde. Kurz nach 9.00 Uhr stehen wir bereits beim Eingang der Salina Turda und tauchen ab in eine ganz andere und spezielle Welt.
Die Salina Turda gehört zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Rumäniens. Die ehemalige Salzmine liegt in der Stadt Turda in der Region Transsilvanien und wirkt heute eher wie eine futuristische unterirdische Stadt als wie ein Bergwerk.
Der Salzabbau in Turda reicht vermutlich bis in die Römerzeit zurück. Die erste urkundliche Erwähnung der Mine stammt aus dem Jahr 1271. Über viele Jahrhunderte wurde hier Salz gefördert, bis der Betrieb 1932 eingestellt wurde. Während des Zweiten Weltkriegs diente die Mine zeitweise als Luftschutzbunker, später sogar als Lager für Käse. Seit 1992 ist sie für Besucher geöffnet und wurde zwischen 2008 und 2010 umfassend modernisiert.
In den riesigen unterirdischen Kammern befinden sich heute ein Riesenrad, Minigolf- und Bowlinganlagen, Sportfelder,
ein Amphitheater für Veranstaltungen, ein unterirdischer Salzsee mit Bootsverleih und Aussichtsplattformen und Panoramalifte
Einerseits sind wir froh, dass sich die Menschenmassen heute sehr in Grenzen halten. Andererseits finden wir es schade, dass das Riesenrad nicht läuft, fast zu wenig los ist und somit fast eine trostlose Stimmung herrscht.
Aber vor allem die "Salzgraffitis" geben dem Ganzen auch etwas Mystisches. Nach gut einer Stunde tauchen wir wieder an der Oberfläche auf.


Für unser angepeiltes Tagesziel müssen wir einfach südwärts fahren. Unsere ausgiebige Mittagspause machen wir in der "Roten Schlucht".
Râpa Roșie ist eines der außergewöhnlichsten Naturdenkmäler Rumäniens und wird oft als „Kleiner Grand Canyon Rumäniens“ bezeichnet.
Die Landschaft besteht aus rot gefärbten Ton-, Sand- und Kiesablagerungen, die über Millionen von Jahren durch Regen, Wind und Erosion geformt wurden. Dadurch entstanden bizarre Felsformationen, Türme, Säulen und pyramidenartige Gebilde. Die rote Farbe verleiht der Landschaft ein fast marsähnliches Aussehen. Die Steilwände erreichen Höhen von etwa 80 bis über 100 Metern. Das Gebiet erstreckt sich über rund 800 Meter Länge. Geografen bezeichnen die Form als sogenanntes „Badlands“-Relief – eine Landschaft, die durch starke Erosion geformt wurde.
Uns erinnert die Schlucht etwas an den Bryce-Canyon in Amerika, den wir ja auf unserer Hochzeitsreise anno dazumal besucht haben.
Für uns soll es heute aber noch hoch hinauf gehen ...
Die Transalpina wartet auf uns. Das ist die höchste befahrbare Straße Rumäniens und zählt zu den spektakulärsten Panoramastraßen Europas. Sie durchquert die Karpaten und verbindet die Regionen Oltenien und Siebenbürgen.
Die wichtigsten Fakten: Länge: etwa 148 km, Höchster Punkt: der Pasul Urdele mit 2.145 m Höhe, Verlauf: von Novaci über Rânca nach Sebeș
Der Legende nach wurden erste Wege bereits von den Römern angelegt. Die heutige Straße wurde in den 1930er-Jahren unter König Carol II ausgebaut und damals als „Königsstraße“ bekannt. Nach Jahrzehnten des Verfalls wurde sie in den 2000er-Jahren umfassend modernisiert.
Kurz unterhalb der Passhöhe finden wir unseren traumhaften Übernachtungsplatz. Über Verkehr in der Nacht müssen wir uns heute keine Gedanken machen, den die Strasse ist zwischen 20.00 Uhr und 9.00 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt.
Es gibt viele schöne Stellen für eine Übernachtung und da noch nicht so viel los ist findet fast jeder sein einsames perfektes Plätzchen.
Im Omniabackofen kochen wir uns ein feines Hähnchengericht, ein Glas Wein gehört auch dazu und die Welt ist mehr als in Ordnung!


Tagesstrecke: Turda - Transalpina, kurz vor der Passhöhe
Distanz: 202 km
Durchschnittsverbrauch: 11.7 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 47 km/h
Fahrzeit: 4 Std. 14 Min.
Stellplatzkosten: 0 RON inkl. genialer Aussicht
Morgen 08°° Uhr / 15 °C

Mittag 13°° Uhr / 27 °C

Abend 18°° Uhr / 26 °C

Heute machen wir es einfach mal kurz. Ein Fahrtag Richtung Süden. Die Strecke war lang, kurvenreich und viele Kilometer sehr schlechte Strasse mit Schlaglöchern.
Unser Übernachtungsplatz ist relativ nahe an der Strasse. Wir hoffen, der Verkehr lässt noch nach. Der Ausblick auf einen ausgetrockneten Salzsee ist um einiges schöner als der Parkplatz selber.
Tagesstrecke: Săpânța - Turda
Distanz: 239 km
Durchschnittsverbrauch: 9.3 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 45 km/h
Fahrzeit: 5 Std. 13 Min.
Stellplatzkosten: 0 RON inkl. Nichts
Morgen 08°° Uhr / 18 °C

Mittag 13°° Uhr / 25 °C

Abend 18°° Uhr / 25 °C

Da wir auch heute nicht weit fahren geniessen wir einen gemütlichen Morgen mit einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück.
Unser Ziel heute - ein ganz besonderer Friedhof!
Der Fröhliche Friedhof (rumänisch: Cimitirul Vesel) im Dorf Săpânța gehört zu den außergewöhnlichsten Friedhöfen der Welt. Statt düsterer Grabsteine findet man dort hunderte bunt bemalte Holzkreuze mit humorvollen Bildern und oft ironischen oder poetischen Versen über das Leben der Verstorbenen.
Wie entstand der Friedhof?
Der Volkskünstler Stan Ioan Pătraș begann 1935 damit, kunstvoll geschnitzte Eichenkreuze zu gestalten. Jedes Kreuz erzählt die Geschichte eines Menschen: seinen Beruf, seine Eigenheiten, seine Leidenschaften und manchmal sogar die Umstände seines Todes. Heute stehen dort über
800 solcher Kreuze.
Besonders auffällig ist das intensive Blau der Kreuze, das als „Săpânța-Blau“ bekannt wurde. Dazu kommen rote, gelbe, grüne und weiße Verzierungen. Die Farben und Motive stammen aus der traditionellen Volkskunst der Region Maramureș.
Warum heisst es der Fröhliche Friedhof?
Die Menschen in dieser Gegend betrachten den Tod traditionell weniger als Ende, sondern als Übergang. Deshalb wird auf vielen Grabkreuzen mit Humor an die Verstorbenen erinnert. Einige Inschriften sind liebevoll, andere selbstironisch, manche sogar überraschend direkt. Dadurch wirkt der Friedhof eher wie ein Freilichtmuseum über das Dorfleben als wie ein klassischer Friedhof.
Zu sehen sind also bunte Holzkreuze mit handgemalten Szenen, kurze Gedichte und Geschichten über die Verstorbenen
und die Grabstätte von Stan Ioan Pătraș.
Ein schöner Gedanke des Friedhofs lautet: Man erinnert sich nicht nur daran, dass jemand gestorben ist – sondern vor allem daran, wie dieser Mensch gelebt hat. Das macht den Ort so besonders. 😊
Wir verbringen Stunden in diesem kleinen Dorf und plötzlich knurrt der Magen. So kommt uns eines der vielen Restaurants ganz gelegen und mit einem typischen und recht deftigen Essen stillen wir unseren Hunger. Bis zu unserem Tagesziel ist es dann nicht mehr weit.....
... etwa 3 Kilometer ausserhalb des Dorfes steuern wir einen schön gelegenen kleinen Campingplatz an. Da steht dann bis zum Abend ein recht internationales Grüppchen. Polen, Deutschland, Östereich, Niederlanden und die Schweiz sind vertreten.
Liebe Bekannte sind zufällig auch da. Das Paar im dunklen Van haben wir im Donaudelta kennengelernt und wir waren zusammen auf der Bootstour. Und seither kreuzen sich unsere Wege sicher schon fast zum fünften Mal. Wir freuen uns jedesmal und geniessen die Gesprächsmomente sehr.
Tagesstrecke: Ocna Sugatag - Săpânța
Distanz: 46 km
Durchschnittsverbrauch: 9 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 35 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 18 Min.
Stellplatzkosten: 100 RON inkl. V/E, inkl. Strom, WC und Dusche
Morgen 08°° Uhr / 20 °C

Mittag 13°° Uhr / 25 °C

Abend 18°° Uhr / 21 °C

In dieser romatischen Hinterhofatmosphäre haben wir herrlich geschlafen. Es war absolut ruhig und die einzige Lichtquelle hinter uns haben wir einfach ausgeschaltet ;-)
Unser erstes Ziel von heute führt uns wieder 11 Kilometer zurück. Das Kloster Barsana haben wir gestern einfach rechts liegen lassen, da wir schlicht weg schon genug gesehen und erlebt hatten. Aber heute wollen wir uns diese Anlage anschauen.
Das Kloster Bârsana (rumänisch: Mănăstirea Bârsana) zählt zu den schönsten orthodoxen Klosteranlagen des Landes.
Die Ursprünge des Klosters reichen bis ins Mittelalter zurück. Bereits Anfang des 15. Jahrhunderts wird ein Kloster in Bârsana urkundlich erwähnt. Das ursprüngliche Kloster wurde jedoch 1791 im Zuge der Reformen von Kaiser Joseph II. aufgelöst. Nach dem Ende des Kommunismus begann 1993 der Wiederaufbau der heutigen Klosteranlage nach traditionellen Techniken der Region Maramureș.
Das Besondere an Bârsana ist seine beeindruckende Holzarchitektur. Die Gebäude wurden im traditionellen Stil von Maramureș errichtet – mit hohen, schlanken Türmen, Schindeldächern und aufwendigen Holzschnitzereien. Die Hauptkirche ragt über 50 Meter in die Höhe und gehört zu den höchsten Holzkirchen Europas. Viele Bauteile wurden nach alter Handwerkskunst ohne Metallnägel gefertigt.

Dann haben wir für heute Samstag nur noch ein zweites Ziel - ein gemütlicher Camingplatz. Wir finden ihn kurz vor dem Mittag und richten uns ein.
Wir brauchen mal wieder eine kleine Pause. So haben wir Zeit, uns ein spätes Mittagessen zu bruzeln.
Schweinsfiletplätzchen vom Grill, Kartoffeln und Salat - ein richtiges "Festmenu".
Zwischendurch prasselt der Regen auf unser Dach, aber wir haben es richtig gemütlich und lassen uns durch nichts stören.
Tagesstrecke: Oncesti - Ocna Sugatag
Distanz: 30 km
Durchschnittsverbrauch: 12.6 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 25 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 9 Min.
Stellplatzkosten: 90 RON inkl. V/E, ohne Strom, WC und Dusche
Morgen 08°° Uhr / 19 °C

Mittag 13°° Uhr / 28 °C

Abend 18°° Uhr / 24 °C

Wir entscheiden uns für einen eigenen Weg, die Eisenbahn und vor allem auch das Vaser-Tal zu erkunden und zu erleben.
Wir laden unsere E-Bikes aus und fahren dem Fluss Vaser entlang ins Tal hinein. Zwei Züge fahren heute im Abstand von einer halben Stunde und wir finden zwei schöne Stopps, um die Durchfahrt der Züge (übrigends proppenvolle Züge) fotographisch und filmisch festzuhalten.
Dabei werden wir einmal auch von einer Ziegenhirtin genau beobachtet.


Wir entdecken aber in diesem Tal noch so viel mehr. Ein ursprüngliches Rumänien. Für die einen Reisenden, denen wir begegnet sind, ist es ein ärmliches Rumänien.Wir finden es friedlich, ursprünglich, sauber, aufgeräumt, gemütlich und uns begegnen herzliche und freundliche Menschen, die, so scheint es, mit ihrem Leben vollkommen zufrieden sind.

Wir halten fest - die Kirchenkultur in diesem Land fasziniert und begeistert uns. Mittlerweile sind wir ja in der Region Maramures, nahe an der ukrainischen Grenze und hier stehen viele Holzkirchen, die zum Teil auch zum Unesco Weltkulturerbe gehören.
Die Holzkirchen der Maramureș gehören zu den beeindruckendsten Kulturdenkmälern Rumäniens. Die Kirchen sind berühmt für ihre schlanken, oft über 50 Meter hohen Holztürme, die weit über die Dörfer hinausragen und schon von weitem sichtbar sind.
Warum wurden die Kirchen aus Holz gebaut?
Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert war der Bau orthodoxer Steinkirchen in vielen Gebieten eingeschränkt oder verboten. Die Bewohner reagierten darauf mit außergewöhnlicher Handwerkskunst und errichteten große Gotteshäuser aus Eichenholz. Diese Bauwerke zeigen, wie geschickt die Zimmerleute der Region waren. Viele Konstruktionen wurden ohne Nägel errichtet und halten seit Jahrhunderten Wind, Schnee und Wetter stand.
Die Kirchen sind meist schmal und hoch gebaut. Typisch sind:
- extrem steile Schindeldächer
- schlanke Glockentürme mit spitzen Helmen
- massive Eichenbalken
- kunstvoll geschnitzte Portale
- farbenprächtige Innenmalereien mit biblischen Szenen
Die Malereien stammen oft von lokalen Künstlern und verbinden orthodoxe Traditionen mit volkstümlichen Darstellungen.
Die Holzkirchen sind nicht nur Museen, sondern vielerorts noch aktive Gotteshäuser. In den umliegenden Dörfern werden traditionelle Trachten, Handwerkskunst und Bräuche bis heute gepflegt. Deshalb wird die Maramureș oft als eine der ursprünglichsten Regionen Europas bezeichnet.
Ein Tag mit so vielen gewaltigen Eindrücken, die es zu verarbeiten gilt. Was uns fehlt ist noch ein geeigneter Übernachtungsplatz.
Freistehen ist in dieser Gegend nicht ganz einfach, und so landen wir schlussendlich im Hinterhof einer kleinen Pension. Genauso aussergewöhnlich wie schon der ganze Tag. Die Töpfe am Baum bedeuten übrigends, dass hier eine Frau im heiratsfähigen Alter wohnt.
Der Betreiber erzählt uns noch viel über die ganze Region, zeigt uns sein kleines Museum, aber irgendwann geniessen wir dann einfach nur noch unsere Ruhe, bruzeln uns ein feines Nachtessen und geniessen dazu ein Glas Wein.
Tagesstrecke: Viseu de Sus - Oncesti
Distanz: 59 km
Durchschnittsverbrauch: 9.6 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 28 km/h
Fahrzeit: 2 Std. 02 Min.
Stellplatzkosten: 50 RON inkl. V/E, kein Strom
Morgen 08°° Uhr / 12 °C

Mittag 13°° Uhr / 26 °C

Abend 18°° Uhr / 23 °C

Der Tag verabschiedete sich mit einem wunderschönen Sonnenuntergang. Ohne Wecker sind wir beide schon um 5.30 Uhr wach. Unsere innere Uhr hat uns signalisiert, dass es bald Zeit ist für den Sonnenaufgang. Ein wunderbarer Start in den Tag.
Wir geniessen den Vormittag und brechen erst gegen 11 Uhr auf.
- Stopp schon nach ca. 1.5 Kilometern, denn da ist eine Quelle und unser Frischwassertank braucht dringend Nachschub.
- Stopp ist in Borsa, denn auch unser Kühlschrank schreit nach Nachschub.
- Stopp wäre eigentlich eine LPG Tankstelle, aber die verkauft kein Gas mehr. Halb so schlimm, so dringend ist das Nachfüllen noch nicht.
- Stopp eine Tankstelle mit AdBlue. Finden wir leider auch heute nicht und so kaufen wir halt notgedrungen einen Kanister.
Jetzt aber weiter zu unserem Tagesziel ....
Gestern Bergwelt heute Bahnhof ... !!
Die Mocănița Maramureș ist eine historische Schmalspurbahn im Norden Rumäniens und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region Maramureș. Sie fährt von der Stadt Vișeu de Sus durch das wilde Tal des Vaser-Flusses tief hinein in die bewaldeten Karpaten.
Die Bahn wurde in den 1930er-Jahren gebaut, um Holz aus den Bergen ins Tal zu transportieren. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Teile der Strecke zerstört, später jedoch wieder aufgebaut. Noch heute wird die Bahn teilweise für den Holztransport genutzt, gleichzeitig entwickelte sie sich zu einer beliebten Touristenattraktion. Die Strecke führt durch eine nahezu unberührte Berglandschaft mit dichten Wäldern, Schluchten und Flussläufen.
Die historischen Dampflokomotiven stammen teilweise aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.
Auf der touristischen Strecke fährt der Zug etwa 21 km bis zur Station Paltin und auf gleichem Weg wieder zurück. Die Fahrt dauert inkl. Pausen ca. 51/2 Stunden.
Wir erkunden heute mal ausgiebig das Gelände. Um 14.00 Uhr kommt der Touristenzug von seiner Fahrt zurück und wir staunen - der Zug ist sozusagen voll. Die Leute quillen aus den Wagons. Und noch mehr staunen wir über diese Wagons. Wengen - Schilthorn prangt uns da von jedem Wagon entgegen!! Die Wagons sind also nicht auf dem Eisenbahnwagenfriedhof gelandet, sondern tun hier wunderbar immer noch ihre Dienste.
Rund um das ganze Bahnhofgelände gibt es noch einiges zu bestaunen. Das kleine Museumsdorf fasziniert uns auch, vor allem der geflochtene Zaun ist eine Besonderheit.
Wir treffen hier auch wieder auf Reisebekannte aus dem Donaudelta und den Schlammvulkanen. Ob wir wohl den gleichen Reiseführer haben?
Die angekündeten Gewitter sind wieder in sich zusammengefallen und wir hoffen jetzt, dass die vielen Strassenhunde, die den Platz bewachen, in der Nacht ruhig bleiben. Zur Beruhigung aller - sie sehen alle gut genährt aus.
Tagesstrecke: Viseu de Sus - Oncesti
Distanz: 47 km
Durchschnittsverbrauch: 5.6 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 34 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 20 Min.
Stellplatzkosten: 0 RON inkl. Müllcontainer
Morgen 08°° Uhr / 12 °C

Mittag 13°° Uhr / 23 °C

Abend 18°° Uhr / 18 °C

"Nach em Räge schiint d'Sunna" - dieses Sprichwort stimmt heute zu 100%. Ok, etwas Nebel muss zuerst noch vertrieben werden. Aber das ist schnell vollbracht! So starten wir noch vor dem Frühstück. Wir wollen uns das nicht entgehen lassen - mit dieser Aussicht mundet ein Frühstück gleich doppelt und dreifach!!

Das zweite Sprichwort heute - aller guten Dinge sind drei! Wir besichtigen das dritte Moldaukloster - Kloster Moldovita.
Wir lassen die Bilder sprechen. Klar ist - wir sind von diesen Klöstern restlos begeistert und freuen uns, dass wir auch dieses Kloster innen fotografieren können.

Die Ostereier aus der Bukowina (rumänisch: Bucovina) gehören zu den bekanntesten Volkskunstwerken Rumäniens. Sie werden nicht einfach gefärbt, sondern kunstvoll „beschrieben“ oder verziert. Auf Rumänisch nennt man sie ouă încondeiate (verzierte Ostereier). Die Bukowina im Nordosten Rumäniens gilt als das Zentrum dieser Tradition.
Die traditionelle Technik arbeitet mit heißem Bienenwachs. Mit einem speziellen Werkzeug, der sogenannten Chișiță, werden Muster aus Wachs auf das Ei aufgetragen. Anschließend wird das Ei in verschiedene Farbbäder getaucht. Die mit Wachs bedeckten Stellen behalten ihre ursprüngliche Farbe. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt, bis ein mehrfarbiges Muster entsteht. Zum Schluss wird das Wachs entfernt und die filigrane Verzierung sichtbar.
Besonders berühmt ist das Dorf Ciocănești. Dort sind sogar viele Häuser mit denselben geometrischen Mustern verziert, die auch auf den Ostereiern erscheinen. Jedes Jahr findet hier ein nationales Festival der bemalten Ostereier statt.
In diesem Dorf geniessen wir unsere ausgiebige Mittagspause. Ein Besuch in einem Museum darf auch nicht fehlen und schliesslich landen drei dieser sagenhaften Kunstwerke in unserem Pfüdi.



Nach unendlich vielen Stopps erreichen wir die Prispol Passhöhe und finden hier unseren perfekten Übernachtungsplatz.
Wir erkunden die Zufahrt (erstes Foto) und den Weg zuerst zu Fuss. Das wird klappen - in Kappadokien sind wir schlimmere Strecken gefahren. Hansruedi wäre sogar noch weiter rauf gefahren, aber ich, Heidi bin manchmal ein kleiner "Schisshase". Der Regen hat schon für recht tiefe matschige Furchen gesorgt und unsere Bodenfreiheit ist nicht endlos. Aber unser "Kompromissplatz" ist wirklich auch genial und wir geniessen in vollen Zügen.
Tagesstrecke: Sucevita - Prisloppass
Distanz: 139 km
Durchschnittsverbrauch: 10.5 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 43 km/h
Fahrzeit: 3 Std. 12 Min.
Stellplatzkosten: 0 RON inkl. Ausblick in die Karpaten
Morgen 08°° Uhr / 14 °C

Mittag 13°° Uhr / 16 °C

Abend 18°° Uhr / 13 °C

Heute überrascht uns das Wetter nicht - es ist so, wie vorhergesagt - Regen, Regen, Regen ......
Wir beschliessen dennoch, heute weiter zu fahren. Die Wiese, auf der wir stehen wird immer wie aufgeweichter. Und nebliges Regenwetter kann auch richtig mystisch sein, wie die Bilder doch zeigen. Unsere Himmelsrichtung - nordwärts.

Die historische Region der Bukowina im Grenzgebiet des heutigen Rumänien, der Ukraine und der Republik Moldau ist vor allem sehr ländlich geprägt. Hinter jedem bewaldeten Hügel wartet bereits der nächste. Nur wenige kleine Ortschaften durchbrechen das grüne Idyll. Doch neben der Landschaft zieht vor allem eine Besonderheit in diese eher abgelegene Region: die Moldauklöster.
Im 15. und 16. Jahrhundert ließ Stefan der Große, Fürst des damaligen Fürstentums Moldau eine Reihe von beschaulichen Kirchen und Klöstern in seiner Heimat errichten. Der Legende nach kam für jede erfolgreiche Militäraktion ein Gotteshaus dazu. Vielleicht eine Art Aberglaube? Das Geheimnis hat er wohl mit ins Grab genommen.
Heute gibt es noch 40 der Moldauklöster, wovon es 8 geschafft haben einen gemeinsamen Titel als Weltkulturerbe der UNESCO als besonders schöne Beispiele rumänisch-orthodoxer Kirchen zu erhalten.
Was die Klöster so besonders macht, sind die vielen Fresken, die die gesamte Fassade verzieren. Das gilt sowohl für den Außen- als auch Innenbereich. Doch diese farbenfrohen Abbildungen von Szenen und Ikonen sind nicht nur reine Dekoration. Hinter ihnen versteckt sich ein genauso banaler wie genialer Grund. Die Bevölkerung im späten Mittelalter ist zu großen Teilen analphabetisch, nur wenige können Lesen und Schreiben. Doch die Fresken zeigen lebhaft verschiedene Szenen aus der Bibel, aber auch aus dem Leben des Fürsten. Somit ist es allen möglich, die Geschichten der heiligen Schrift visuell wahrzunehmen und zu verstehen.
Wir besichtigen das Kloster Voronet und das Kloster Sucevita. Die Fresken sind gewaltig und beeindruckend. Man steht einfach da und staunt.
Einfachheitshalber bleiben wir beim Kloster Sucevita einfach auf dem Parkplatz stehen und übernachten hier. Kostet 40 Lei, man steht auf Asphalt (bei diesem Regen nicht ganz unwichtig) und es ist ruhig.


Tagesstrecke: Bistricioara - Sucevita
Distanz: 186 km
Durchschnittsverbrauch: 8.7 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 43 km/h
Fahrzeit: 4 Std. 16 Min.
Stellplatzkosten: 40 RON inkl. Müllcontainer
Morgen 08°° Uhr / 13 °C

Mittag 13°° Uhr / 20 °C

Abend 18°° Uhr / 18 °C

Wir machen Pause. Erwarten wettermässig eigentlich Regen und werden bereits am Morgen mit blauem Himmel und etwas Sonnenschein überrascht!
Frühstück gibt es heute erst um 10 Uhr. Statt faulenzen kann man ja auch eine kleine Handwäsche erledigen. Gesagt - getan. Das ist eher Heidi's Job.
Ok, vielleicht starten wir ja später zu einer kleinen Wanderung. Aber zuerst kommt noch die Drohne zum Einsatz. Voller Konzentration ist Hansruedi bei dieser Arbeit. Doch dann ein Schrei..... Scheisse, sie ist abgestürzt!!!! Mit der Fernbedienung kann die Drohne geortet werden. In ca. 700 Metern Entfernung ist sie in den Wald abgestürzt. Hansruedi macht sich sofort auf den Weg. Mit vollem Einsatz versucht er, das Unmögliche möglich zu machen. Dabei muss er einen "reissenden" Fluss durchqueren, rutscht aus und landet im Wasser! Er steigt im steilen Hang zwischen den Tannen herum, aber irgendwann ist der Akku leer und das Ding ist unauffindbar. Frustriert macht er sich auf den Heimweg, wo er nach gut 1.5 Stunden völlig durchnässt und dreckig ankommt. Übrigends der Schuh auf dem einen Foto ist nicht von Hansruedi! Aber aus seinen Schuhen läuft das Wasser raus und die Handwäsche erhält eine zweite Runde. Statt faulenzen müssen wir jetzt halt mit der Versicherung telefonieren.
Irgendwann mache ich, Heidi, mich dann auch noch auf eine kleine Wanderung. Ich durchquere aber keine Flüsse und steige auch keine Hänge hoch, sondern laufe einfach Richtung See. Hmm.... was liegt den da Interessantes? Wir stehen ja am Ende des riesigen Bicaz-Stausees, dessen Pegelstand stark schwankt, und da wird jeweils Allerlei an die Ufer geschwemmt. Und so liegt da tatsächlich ein armer Stoffaffe voller Schmutz und schaut mich traurig an. Ich setzt ihn mal auf, plaudere mit ihm und er freut sich so darüber, dass er gerne bereit ist, mir für ein paar Fotos Modell zu sitzen.
Am liebsten würde ich ihn ja mitnehmen, aber er meint, er sei und bleibe ein echter rumänischer Affe und hier sei seine Heimat und er wolle nicht weg.
So verabschieden wir uns, wir wünschen einander alles Gute, er winkt mir nach und ich mache mich auf den Heimweg.
Wenn es das Wetter so gut meint mit uns, schmeissen wir doch wieder einmal den Grill an, geniessen unser Nachtessen und den Abend.
Tagesstrecke:
einiges zu Fuss
Distanz: ?? km, so genau wissen wir das nicht
Durchschnittsverbrauch: Adrenalin erhöht, da grosser Ärger!
Durchschnittsgeschwindigkeit: eher Schneckentempo
Fahrzeit: ? Std. ? Min.
Stellplatzkosten: 100 RON inkl. V/E, ohne Strom, inkl. WC und Dusche





















































































































































































































