Morgen 08°° Uhr / 12 °C

Mittag 13°° Uhr / 17 °C

Abend 18°° Uhr / 16 °C

Auf dem Grundstück neben dem Campingplatz startete ja gestern bereits am frühen Nachmittag eine Party mit lauuuuuter Musik. Wir waren sehr gespannt, wie lange das andauern würde. Die Oropax lagen jedenfalls bereit. Aber siehe da - kurz nach 22 Uhr wurde die Musik abgestellt und es herrschte von dort absolute Ruhe und auch auf unserem Platz wurde es bald darauf still und wir haben herrlich geschlafen! Danke an ALLE !!!

Pfingstsonntag - und wir entscheiden uns ganz bewusst - wir fahren heute durch die Bicaz Schlucht! Warten bis Dienstag? Darauf haben wir gar keine Lust. Bei wenig Verkehr schafft das ja jeder. Wir nehmen die Herausforderung an und fahren heute! Zumal es morgen ja noch mehr regnen soll.

Die Bicaz-Schlucht (rumänisch: Cheile Bicazului) gehört zu den spektakulärsten Naturwundern Rumäniens. Sie liegt im Nordosten des Landes in den Hășmaș-Gebirgen und verbindet die historischen Regionen Moldau und Siebenbürgen. Die Schlucht wurde über Jahrtausende vom Fluss Bicaz in den Kalkstein geschnitten.

Besonders beeindruckend sind die bis zu 300 Meter hohen, fast senkrechten Felswände, die sich entlang der etwa 8 bis 10 Kilometer langen Schlucht erheben. Durch die enge Passage führt die Nationalstraße DN12C mit zahlreichen Serpentinen, kleinen Tunneln und spektakulären Aussichtspunkten. Viele Reisende zählen die Strecke zu den schönsten Panoramastraßen Rumäniens.

Ein berühmter Abschnitt trägt den Namen „Höllentor“ (Gâtul Iadului). Dort rücken die Felswände besonders eng zusammen und die Straße verläuft direkt unter überhängenden Felsen.

Schlussendlich war es entspannter als wir erwartet haben. Reisebus ist uns kein einziger begegnet. Leider ist das Parkplatzangebot sehr klein, vor allem auch durch die vielen Souvenirshops entlang der Strasse und die hatten heute natürlich alle offen!

Wir fahren weiter in Richtung unserem nächsten Fähnchen, das auf Google Maps von uns gesetzt wurde und kommen dabei an einem Stausee vorbei. Hier finden wir ein ideales Plätzchen für unsere Mittagspause und erst noch mit Aussicht.

Der Lacul Bicaz (auch Lacul Izvorul Muntelui) ist einer der bekanntesten Stauseen Rumäniens. Er entstand durch den Bau des gewaltigen

Bicaz-Staudamms am Fluss Bistrița in den 1950er-Jahren. Der See gilt als einer der größten künstlichen Seen des Landes.

Besonders beeindruckend ist seine Lage am Fuß des Ceahlău-Gebirges. An klaren Tagen spiegeln sich die bewaldeten Berge im Wasser, weshalb die Region oft als „Meer zwischen den Bergen“ bezeichnet wird. Der See ist etwa 35 bis 40 Kilometer lang.

Ein technisches Wahrzeichen ist der Bicaz-Staudamm, der rund 127 Meter hoch ist. Mit ihm wurde ein großes Wasserkraftprojekt verbunden, das bis heute Strom erzeugt. Für den Bau mussten zahlreiche Dörfer umgesiedelt werden, wodurch sich die Region stark veränderte. 

Einen geeigneten Übernachtungsplatz finden wir an diesem See aber nicht. Einige Plätze sind gerade bei Regenwetter schlecht anzufahren und wir wollen nichts riskieren. Morgen, Pfingstmontag,ist zudem immer noch Feiertag und deshalb muss man sich einen Freistehplatz sowieso mit Bedacht auswählen.

So stehen wir auch heute lieber auf einem Campingplatz und finden einen idealen Platz, der sogar am See liegt. Wir staunen - lediglich 4 Familien sind hier am Zelten. Etwa zweihundert Meter weiter vorne gäbe es Platz zum Freistehen. Wir haben da viele gesehen - Wohnwagen, Camper, Vans, etc. - aber wir ziehen die Ruhe und die Sauberkeit hier vor und werden sogar herzlich mit einem Palinka (ein typischer rumänischer Schnaps) willkommen geheissen. Perfekt!!

Der Platz bietet ja 50 Plätze an. In einer Ecke steht ein junges Paar mit PW und einem Zelt. Da kommen kurz vor 19 Uhr doch tatsächlich noch zwei Deutsche Vans an (Sorry, könnte wahrscheinlich auch eine andere Nation sein). Und die stellen sich auf diesem riesigen Platz 3 Meter neben den PW mit Zelt! Wenn wenigstens die Aussicht da auf den See da am schönsten wäre - aber nein, das ist es bei weitem nicht! Wer soll das verstehen - wir jedenfalls nicht! Hansruedi vermutet, sie suchen Schutz vor den Bären. ;-)

Tagesstrecke: Gheorgheni - Bistricioara

Distanz: 104 km

Durchschnittsverbrauch: 8.9 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 38 km/h

Fahrzeit: 2 Std. 42 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten:  100 RON  inkl. V/E, ohne Strom, inkl. WC und Dusche

Morgen 08°° Uhr / 14 °C

Mittag 13°° Uhr / 19 °C

Abend 18°° Uhr / 18 °C

Der gestrige Tag verabschiedete sich mit einem kleinen Feuerwerk !!!

Könnte jemand bitte an der Uhr drehen, damit dieses Pfingstwochenende möglichst schnell vorbei ist. Die Nacht war ja ruhig. Schon am Morgen früh kommt der erste PW an und stellt sein Zelt auf. Keine Ahnung, wieviele da heute noch anreisen. Aber uns gefällt es hier auch nicht übermässig und so beschliessen wir, weiter zu ziehen Richtung Bicaz Schlucht nördlich von uns.

Den ersten Stopp machen wir beim Friedhof Nyerges.

Der Nyerges-Gedenkfriedhof in Rumänien erinnert an den Ungarischen Unabhängigkeitskrieg von 1848/49. Das Denkmal gedenkt der ungarischen Revolutionäre unter der Führung von Oberstleutnant János Tuzon, die am 1. August 1849 in der Schlacht fielen, als sie versuchten, die kaiserlich-russischen und österreichischen Truppen aufzuhalten, um den revolutionären Truppen den Rückzug zu ermöglichen. Die zweihundert Revolutionäre hielten einer mindestens zehnmal größeren österreichisch-russischen Armee stand, wurden aber schließlich von einem Verräter besiegt, der ihnen den einzigen Weg in die Berge zeigte und es ihnen so ermöglichte, von hinten einzudringen und die Rebellen zu besiegen. Das Denkmal wurde 1897 eingeweiht. Das Monument wurde vom Steinmetzmeister János Pulini geschaffen. Doch auch die Gedenkstätte selbst ist sehenswert – der Friedhof mit seinen ungewöhnlichen Holzkreuzen.

Unsere Route führt uns heute auf Landstrassen durch Zentralrumänien einfach immer nordwärts. Wir durchfahren interessante Dörfer, haben immer wieder viel zu beobachten und entdecken tatsächlich ein Haus, das den gleichen Jahrgang wie Hansruedi hat.

Beim Kloster an der Mureș-Quelle (Mănăstirea Izvoru Mureșului) legen wir wieder einen Stopp ein.

Ein malerisch gelegenes orthodoxes Kloster in den Ostkarpaten Rumäniens. Es wurde Ende der 1990er Jahre gegründet, liegt auf etwa 950 m Höhe am Fuß des Hășmaș-Gebirges und ist ein bekanntes Pilgerziel.

Die Touristen eines Reisecars haben ihre Besichtigung gerade beendet und so haben wir das Kleinod fast für uns alleine.

In Gheorgheni stellen wir dann den Blinker nach rechts und fahren ostwärts Richtung Schlucht. Aber da wollen wir heute sicher nicht mehr hin. So genau wissen wir noch gar nicht, wie wir die nächsten zwei Tage verbringen wollen oder sollen. So stoppen wir für heute etwas ausserhalb des Ortes beim Forest Camping. Er liegt zum Glück nicht mitten im Wald, sondern in einer grossen Lichtung mit viel Sonnenschein. Einige rumänische Wohnwagen haben sich hier schon eingerichtet und bis zum Abend sind die meisten der kleinen Bungalow von Einheimischen belegt.

Wir kochen uns heute selber etwas und sind gespannt, wie die Nacht wird. Neben dem Campingplatz ist bereits eine Party im Gange mit lauter Musik.

Eigentlich sollte man heute und auch morgen weit ab in der Pampa stehen, und zwar wo weit, dass kein Mensch Interesse an diesem Ort hat. Aber diesen Ort müsste man zuerst finden und dann mit unserem Womo auch noch anfahren können. Nun, morgen wissen wir mehr.

Tagesstrecke: Tărlungeni - Gheorgheni

Distanz: 173 km

Durchschnittsverbrauch: 9.2 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 52 km/h

Fahrzeit: 3 Std. 17 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten:  124 RON  inkl. V/E, ohne Strom, inkl. WC und Dusche

Morgen 08°° Uhr / 9 °C

Mittag 13°° Uhr / 19 °C

Abend 18°° Uhr / 18 °C

Die Krankheit ist grösstenteils besiegt. Noch etwas müde und "wacklige" Beine. Frische Luft wird mir, Heidi sicher gut tun. Also los zur Schlossbesichtigung. Von unserem Stellplatz aus wären es 2 km zu Fuss zum Eingang - aber zurück müssten wir ja auch wieder. Das wäre heute eindeutig zu viel. So starten wir den Motor von Pfüdi und fahren zurück nach Bran und finden für einen fairen Preis einen guten Parkplatz (man könnte hier sogar übernachten). Durch eine Reihe von Souvenirshops gelangen wir zum Ticketautomaten und starten unsere Schlosstour.

Das berühmte Schloss Bran liegt in Transsilvanien und wird oft als „Draculas Schloss“ bezeichnet. Die Burg thront spektakulär auf einem Felsen am Rand der Karpaten und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Tatsächlich stammt die heutige Burg aus dem 14. Jahrhundert und diente ursprünglich als Grenzfestung und Zollstation zwischen Transsilvanien und der Walachei.

Die Verbindung zu Dracula ist eher Legende als historische Wahrheit. Der Schriftsteller Bram Stoker, der den Roman Dracula schrieb, war wahrscheinlich nie selbst dort. Auch Vlad Țepeș – der historische „Vlad der Pfähler“, der oft mit Dracula verbunden wird – lebte höchstwahrscheinlich nie auf Schloss Bran. Die Burg passt aber optisch perfekt zur düsteren Atmosphäre des Romans, weshalb sie später touristisch mit Dracula verbunden wurde. Im Inneren wirkt das Schloss weniger gruselig als viele erwarten. Statt Horror findest du eher enge Treppen, mittelalterliche Räume, Holzmöbel, geheime Gänge und königliche Wohnräume. Besonders spannend ist die Geschichte von Königin Marie von Rumänien, die das Schloss Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer eleganten Sommerresidenz umbauen ließ. Viele der heutigen Räume spiegeln noch ihren Geschmack wider.

Der Besucheransturm hielt sich noch in Grenzen, wir haben es genossen und ich bin wirklich fast wieder fit.  Jetzt ist genau die perfekte Zeit für ein Mittagessen, heute mal italienisch, es gibt nämlich eine Pizza!

In Rumänien ist dieses Wochenende Pfingsten und es sind heute schon viele unterwegs. Wir wollen unbedingt heute noch den Wochenendeinkauf erledigen und das machen wir in Rasnov. Brasov (Kronstadt) schauen wir uns heute nur von einem Aussichtspunkt an und fahren weiter nach Tärlungeni. Hier finden wir etwas ausserhalb des kleinen Ortes einen ruhigen Stellplatz im Grünen, wir teilen in mit 3 Niederländern.

Tagesstrecke: Bran - Tărlungeni

Distanz: 50 km

Durchschnittsverbrauch: 10.6 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 32 km/h

Fahrzeit: 1 Std. 31 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten:  120 RON  inkl. V/E, ohne Strom

Morgen 08°° Uhr / 16 °C

Mittag 13°° Uhr / 23 °C

Abend 18°° Uhr / 21 °C

Unsere Redaktion bleibt heute wegen Krankheit geschlossen.

Morgen geht es weiter mit vielen spannenden Infos über Schloss Bran und Graf Dracula. So hoffen wir !

Unten sieht man unser Stellplatz.

Tagesstrecke: Honigberg - Bran

Distanz: 45 km

Durchschnittsverbrauch: 10.5 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 37 km/h

Fahrzeit: 1 Std. 12 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten:  70 RON  inkl. V/E, ohne Strom

Morgen 08°° Uhr / 19 °C

Mittag 13°° Uhr / 32 °C

Abend 18°° Uhr / 26 °C

Heute haben wir einen speziellen Übernachtungsort - den Garten eines Pfarrhauses!

Wir sind weitergefahren nach Honigberg. Die Landschaft wurde hügeliger und kurvenreicher. Viele Dörfer säumten unseren Weg. An einem schönen Stausee entlang fehlten leider Parkplätze und so gibt es davon halt kein Foto.

Heute ist bei uns Kultur angesagt. Wir besuchen nach einer ausgiebigen Siesta im Schatten die Kirchenburg Honigberg.

Die Kirchenburg Honigberg – auf Rumänisch Hărman – gehört zu den beeindruckendsten Wehrkirchen Siebenbürgens. Sie liegt nur etwa 10 km nordöstlich von Brașov im sogenannten Burzenland und wurde von den Siebenbürger Sachsen erbaut.

Die Anlage entstand im 13. Jahrhundert zunächst als romanische Basilika. Später wurde sie immer stärker befestigt, weil die Region häufig von Tataren und Osmanen bedroht wurde. Besonders spannend: Die Kirchenburg galt als nahezu uneinnehmbar. Selbst Belagerungen im 16. und 17. Jahrhundert überstand sie erfolgreich. 

Architektonisch ist sie außergewöhnlich:

  • drei konzentrische Mauerringe
  • sieben Wehrtürme
  • ein früherer Wassergraben
  • massive Vorrats- und Wohnkammern innerhalb der Mauern
  • ein 56 m hoher Glockenturm – einer der höchsten im Burzenland

Besonders faszinierend ist die Mischung aus Wehrbau und Dorfleben. Im Ernstfall flüchteten die Bewohner mit Lebensmitteln und Vieh in die Burg. Viele kleine Kammern entlang der Mauern dienten als Lager oder Unterkunft. Dadurch wirkt die Anlage heute fast wie eine kleine befestigte Stadt. 

Auch innen gibt es viel zu entdecken:
Die Kirche verbindet romanische und gotische Elemente. Sehenswert sind die Fresken im Ostturm, eine barocke Orgel aus dem 18. Jahrhundert sowie orientalische Teppiche, wie sie typisch für viele evangelische Kirchen in Siebenbürgen sind. 

Der Name „Honigberg“ soll übrigens entweder von wilden Bienenschwärmen in der Gegend stammen oder auf deutsche Siedler zurückgehen, die den Namen aus ihrer alten Heimat mitgebracht haben.

Tagesstrecke: Schlammvulkane - Honigberg

Distanz: 143 km

Durchschnittsverbrauch: 9.5 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 45 km/h

Fahrzeit: 3 Std. 07 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten:  94 RON  inkl. V/E, ohne Strom

Morgen 08°° Uhr / 18 °C

Mittag 13°° Uhr / 31 °C

Abend 18°° Uhr / 30 °C

Nach einer ruhigen Nacht machen wir uns auf den Weg zu den Schlammvulkanen.

Die bekanntesten Schlammvulkane Rumäniens liegen bei Berca im Kreis Buzău, etwa 130 km nordöstlich von Bukarest. Auf Rumänisch heißen sie „Vulcanii Noroioși“. Es ist eines der ungewöhnlichsten Naturphänomene Europas – die Landschaft wirkt fast wie ein kleiner Mond oder Mars.

Das Faszinierende:
Es handelt sich nicht um „echte“ Vulkane mit Lava. Stattdessen steigen aus bis zu 3.000 Metern Tiefe Gase – hauptsächlich Methan – nach oben und drücken Wasser, Salz und Tonerde an die Oberfläche. Dadurch entstehen kleine Schlammkegel, die ständig blubbern und langsam „ausbrechen“.

Die meisten dieser Schlammvulkane sind nur wenige Meter hoch, aber die Landschaft drumherum ist spektakulär: trockene graue Erde, Risse, kleine Krater und kaum Vegetation. Deshalb wird die Gegend oft mit einer Mondlandschaft verglichen. 

Wir sind total fasziniert von dem, was die Natur uns hier bietet.

Eine kurze Wanderung den Hügel hoch und schon ist man mittendrin in dieser einmaligen Landschaft.

Der Eintritt kostet für zwei Personen lediglich 8 RON (ca. 1.40 CHF) Unten am Hügel gibt es einen kleinen Campingplatz, der sich bis zum Abend sehr gut füllt. Zwei Schweizer stehen hier und sonst sind es alles Deutsche. Die meisten Plätze sind schief und wir fragen an der Reception, ob wir auch auf dem Parkplatz übernachten dürfen. Das ist kein Problem und statt 90 RON zahlen wir nur 60 RON, wir haben hier ja keinen Strom.

Aber wir stehen ganz alleine auf dem grossen Platz. Heute bleibt auch unsere Küche kalt, es gibt hier nämlich ein Restaurant, das sehr gelobt wird und wir halten fest - es ist wirklich gut. Ein interessanter Abend mit guten Gesprächen.

Tagesstrecke: Brăila - Schlammvulkane

Distanz: 144 km

Durchschnittsverbrauch: 9.7 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 44 km/h

Fahrzeit: 3 Std. 12 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten:  60 RON  inkl. Frischwasser, Müllcontainer

Morgen 08°° Uhr / 18 °C

Mittag 13°° Uhr / 29 °C

Abend 18°° Uhr / 24 °C

Tagwach ist heute um 4 Uhr! Um 4.55 Uhr müssen wir vor dem Tor bereitstehen - das ist ganz wichtig. Wir schaffen es alle (wir sind heute zu sechst) überpünktlich, nur unser Guide und Campingplatzbetreiber kommt ein paar Minuten zu spät ;-) Das ist ihm schon fast peinlich und er will fast nicht aufhören, sich zu entschuldigen. Gut gelaunt fahren wir mit zwei PW's zur nahen Hafenanlage und starten zu unserer 4-stündigen Bootstour durch das Naturparadies des Donaudeltas. Wir tuckern der aufgehenden Sonne entgegen und die nächsten Stunden vergehen im Flug. Unser Guide ist einfach eine Wucht, er kennt wirklich jeden Vogel und weiss so viel über dieses Delta zu erzählen. Unsere Englischkenntnisse reichen nicht ganz aus, wirklich alles zu versehen. Macht nichts, es gibt so viel zu bestaunen, dass wir gar nicht immer Zeit haben zu zuhören.

Das Donaudelta gehört zu den faszinierendsten Naturlandschaften Europas. Dort, wo die Donau nach fast 2.900 Kilometern ins Schwarze Meer fließt, verzweigt sie sich in ein riesiges Netz aus Kanälen, Seen, Schilfinseln und Sümpfen. Das Delta ist das größte und am besten erhaltene Flussdelta Europas. Besonders bekannt ist das Delta für seine unglaubliche Tierwelt. Über 300 Vogelarten leben oder rasten dort – darunter Pelikane, Reiher, Kormorane und Seeadler. Das Donaudelta beherbergt sogar die größte Population von Rosapelikanen in Europa. Außerdem gibt es mehr als 45 Fischarten, darunter auch seltene Störe.

Die Landschaft wirkt fast wie eine andere Welt: Manche Bereiche sind nur per Boot erreichbar, viele Dörfer liegen isoliert zwischen Wasserwegen. Dort leben unter anderem Lipowaner – Nachfahren russischer Altgläubiger –, die bis heute traditionelle Holzhäuser, Fischfang und ihre eigene Kultur pflegen. Das Gebiet steht seit 1991 auf der UNESCO-Welterbeliste und ist zugleich Biosphärenreservat. Große Teile sind streng geschützt, weil das Ökosystem sehr empfindlich ist.

Ein paar spannende Fakten:

  • Fläche: etwa 5.800 km²
  • Rund 72 % stehen unter Naturschutz
  • Das Schilfgebiet gehört zu den größten der Welt
  • Viele Orte haben keine Straßenverbindung – Boote sind dort „Alltagstaxis“

Um 9.00 Uhr sind wir zurück, voll mit genialen Erlebnissen und Eindrücken. Das Frühstück haben wir uns jetzt mehr als verdient.

Später entscheiden wir uns, noch etwas weiterzufahren. Der Platz ist halt schon etwas eng und der Hahn kräht schon vor 4 Uhr und auch Hunde bellen immer wieder. Wir aber hätten, wenns geht, gerne eine ruhige, stille Nacht. Wir bedanken uns bei Ivanov Ovidiu Mihai für die geniale Tour und verabschieden uns von allen.

Wir tuckern Richtung nordwest und landen nach einer schönen Fahrt in Braila. Jetzt stehen wir ganz alleine auf einer kleinen Wiese neben einem kleinen Hotel mit Restaurant, direkt an der Donau. Ein paar Zimmer sind belegt, aber es ist hier ausgesprochen ruhig. Die Küche hat durchgehend offen und so kommen wir bereits um 15 Uhr zu unserem Mittags- und/oder Nachtessen.  Wir freuen uns jetzt schon auf unser Bett.

Tagesstrecke: Murighiol - Brăila

Distanz: 139 km

Durchschnittsverbrauch: 9.6 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 48 km/h

Fahrzeit: 2 Std. 50 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten:  100 RON  inkl. Strom, inkl. Frischwasser

Morgen 08°° Uhr / 20 °C

Mittag 13°° Uhr / 24 °C

Abend 18°° Uhr / 23 °C

Tja, die Sintflut kam dann doch noch, aber wenigstens kein Hagel mehr. Wir sind auch froh, nicht auf einer Wiese zu stehen.

Auch auf diesem Stellplatz kann man Bootstouren ins Donaudelta buchen. Der Betreiber führt sie selber durch und er hat auch sehr gute Google-Bewertungen, aber die Touren starten erst um 8 Uhr oder noch später. Wir aber wollen unbedingt eine Sonnenaufgangstour unternehmen und das bietet der kleine Camping Delta an, auch hier durchgeführt vom Betreiber, und er hat die allerbesten Bewertungen. Wir nehmen es heute Morgen also mehr als gemütlich und fahren erst gegen 10.00 Uhr vom Platz und machen uns auf die kürzeste Strecke dieser Reise.

Nach einem Abstecher in den Hafen, in dem die meisten Boote vor Anker liegen, landen wir bereits um 11.00 Uhr auf unserem neuen Übernachtungsplatz und kurze Zeit später kommt auch der Betreiber mit den heutigen 4 Bootsgästen zurück (die übrigends alle restlos begeistert sind!) Wir besprechen die morgige Bootstour, an der auch noch ein zweites Paar teilnehmen wird und dann machen wir uns auf ins Dorf.

Schon am zweiten Tag in Rumänien stellen wir fest, dass Kartenzahlung etwas wenig genutzt werden kann, also auf zum Bancomat und dann steht das Mittagessen auf dem Programm. Für einmal darf es auch ein Burger sein. Der anschliessende Verdauungsspaziergang bei herrlichem Sonnenschein tut uns gut. Aber der Rest des Tages gehört der Vorbeitung für morgen früh, dem Faulenzen, dem Lesen und dem Nichtstun.

Aber stopp, das stimmt nicht ganz - Hansruedi arbeitet an einem neuen Video.

Tagesstrecke: Tyulenovo - Murighiol, Rumänien

Distanz: 8 km

Durchschnittsverbrauch: 10 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 24 km/h

Fahrzeit:  19 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten:  140 RON  inkl. V/E, inkl. Strom

Morgen 08°° Uhr / 18 °C

Mittag 13°° Uhr / 26 °C

Abend 18°° Uhr / 29 °C

Tja, liebe Leute, was ist daraus geworden? Bald klang die Musik mit ihren lauten Bässen zu uns herüber. Auch ein Quad und ein Töff wurden noch ausgeladen und damit über die Schotterpisten gebolzt! Alles klar - wir verschwinden. Mit dem letzten Tageslicht fahren wir die Schotterstrasse zurück zur Hauptstrasse und peilen das nächste Dorf an. Da soll es einen Stellplatz auf einem Privatgrundstück geben. Der Platz ist schnell gefunden, nur will uns hier niemand sehen und hören. Es ist zwar jemand zu Hause, aber entweder ist die Klingel defekt oder man will sie gar nicht hören.

Wir landen schlussendlich auf einem Parkplatz mitten in Schabla in der Nähe einer Fussball- und Sportanlage. Und wir können melden, wir haben gut und ruhig geschlafen. Auf dem ersten Bild sieht der Platz eigentlich gar nicht so schlecht aus. Das zweite Bild zeigt dann doch den Abfall, der hier überall herumliegt. Aber wir halten fest, Bulgarien ist um einiges sauberer als die Türkei. 

Nach 10 Tage verlassen wir heute Bulgarien. Wir haben einiges gesehen und erlebt. Für uns war dieses Land aber eher ein Transitland.

Für Rumänien wollen wir uns jedoch mehr Zeit lassen. Wir sind gespannt auf dieses Land und vor allem auch auf die Menschen. Und die Begegnung mit den Grenzpolizisten ist dann ein so herrlich positives Erlebnis. Wir werden freundlich lächelnd begrüsst. Man fragt uns, ob wir an der bulgarischen Grenze kontrolliert worden seien. Unser Ja wird mit einem Lächeln quittiert, das sei klar meint er, da heute Samstag sei. Wir werden nach unseren Plänen in Rumänien gefragt, erhalten sogar einen Tipp und der Kollege entdeckt unser Gestrüpp auf dem Dach, das wir rumführen, seit wir  vorgestern mit einem Baum Bekanntschaft geschlossen haben. Kurzerhand streckt der grossen Mann sich und entfernt das Ding. Man wünscht uns einen schönen Trip und viel Spass in Rumänien.

Wir beschliessen, heute bis ins Donaudelta zu fahren. Den Mittagshalt gibts bei einem Lost Place an einem See.

Schlussendlich landen wir heute auf einem Stellplatz ohne Müll und sitzen jetzt um 19.00 Uhr im Womo und hören dem Hagel zu. Drückt uns die Daumen, dass die Körner nicht grösser werden! Wer uns schon länger folgt weiss, dass wir Hagelgeschädigte sind!

Eigentlich wollten wir heute ja endlich mal wieder den Grill anschmeissen. Aber das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Und so ist unser kulinarisches Highlight von heute Fischstäbli und Hörnli. Dank unserem MAXFAN sind Kochgerüche ja ein Fremdwort. Wir geben das Ding nie mehr her. Da sitzen wir also gemütlich vor unserem Gourmetmenu, als plötzlich ein lauter Alarm losgeht! Hilfe, der Alarm kommt von unseren Handys! Eine Unwetterwarnung - Starkregen von 19.30 bis 20.00 Uhr. Man soll sich in Sicherheit bringen und gegebenfalls Vorkehrungen treffen.

Nun es ist mittlerweile 20.00 Uhr und das Unwetter hat entweder Verspätung oder ist an uns vorbeigerauscht. Wir hoffen auf das Zweite.

Morgen wissen wir mehr!

Tagesstrecke: Tyulenovo - Murighiol, Rumänien

Distanz: 263 km

Durchschnittsverbrauch: 9.9 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 53 km/h

Fahrzeit: 4 Std. 54 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten:  120 RON (Abkürzung für rumänische Leu), inkl. V/E, inkl. Strom

Morgen 08°° Uhr / 16 °C

Mittag 13°° Uhr / 21 °C

Abend 18°° Uhr / 20 °C

Die Nacht war absolut ruhig. Wir schlafen heute etwas länger und trödeln so richtig in den Tag hinein. Kurz vor 10.30 Uhr sind wir dann endlich abfahrbereit. Drei Dinge sind als erstes zu erledigen: Einkaufen, Diesel tanken und die Gastankflasche auffüllen.

Dann wollen wir doch auch einen Augenschein nehmen von den vielgelobten Stränden, die es hier geben soll. Den berühmten Goldstrand verpassen wir irgendwie, was wir nur halb so schlimm finden. Fast überall ist alles noch im tiefsten Winterschlaf und sieht zum Teil richtig trostlos aus und das liegt nicht nur an den dunklen und düsteren Wolken. Da wartet noch viel Arbeit, bis die Hochsaison starten kann.

Dann biegen wir ab und fahren raus zur Nos (Nase) Kaliakra. Aus der Gegenrichtung kommen in diesem Moment 5 Reisebusse aus Rumänien.

Wir ahnen es - das könnte eng werden auf dem Parkplatz. So ist es dann auch. Wir stellen uns aber neben der Strasse auf einen Grünstreifen und haben einen herrlichen Ausblick und können in Ruhe zuerst mal unseren Mittagssalat geniessen. Aus den Bussen strömen Jugendliche, die wohl auf einer Schul- oder Bildungsreise sind. Aus Erfahrung wissen wir, dass solche Busreisende recht schnell wieder weg sind. Und so ist es dann auch.

Kaliakra (Nos Kaliakra) ist neben dem Kap Emine das bekannteste Kap Bulgariens an der nördlichen bulgarischen Schwarzmeerküste.

2006 weihte man zum Gedenken an den Sieg 1791 bei der Seeschlacht das Uschakow-Denkmal ein. 

Die rund 70 Meter hohen rötlichen Felsen sind stark zerklüftet und ausgehöhlt. Eine der Höhlen ist zu einem Museum ausgestaltet, in dem vornehmlich Funde aus der antiken Festung Tetrasiada zu sehen sind.

Auf dem Gelände stehen noch Überreste der Festung Kaliakra, Überreste einer kleinen Kapelle, ein schönes Restaurant, eine Wetterstation und auch ein Leuchturm, der aber nicht zugänglich ist. Aber vor allem auch die Landschaft und die Aussichten locken die Leute, wie auch uns, hierher.

Ob man hier auf dem Parkplatz übernachten kann, wissen wir nicht genau und es ist auch ohne Reisebusse immer noch einiges los und sicher nicht so schnell ruhig....

... und darum ziehen wir noch etwas weiter. Wir finden ein schönes Plätzchen an der Küste. Ausser ein paar Anglern ist hier kein Mensch weit und breit. Tja, bis gegen 20.00 Uhr Einheimische mit 4 Wohnwagen eintreffen und eine Wagenburg mit Partyzelt aufbauen.

Morgen werden wir wissen, was daraus geworden ist ;-)

Tagesstrecke:  Varna - Tyulenovo

Distanz: 102 km

Durchschnittsverbrauch: 9.5 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 40 km/h

Fahrzeit: 2 Std. 31 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 0 Euro, inkl. schöne Aussicht

Morgen 08°° Uhr / 15 °C

Mittag 13°° Uhr / 22 °C

Abend 18°° Uhr / 18 °C

Also bis jetzt hatten wir mit dem wechselhaften Wetter der letzten Tage eigentlich immer Glück. Bei unseren Aktivitäten wurden wir meistens vom Regen verschohnt. Auch heute früh regnet es intensiv, aber bis wir unsere Morgenrituale inkl. Frühstück erledigt haben ist es trocken. Es ist einfach angenehmer, die V/E ohne Nass von oben zu erledigen. Wir werden vom Betreiber (der Vater, der jungen Frau von gestern) herzlich verabschiedet.

Wir geben die GPS-Daten von unserem ersten Ziel ein und machen uns auf den Weg nach Provadija.

Das Wetter hält, sogar die Sonnenbrille kommt zwischendurch zum Einsatz! In Provadija wollen wir die Felsenburg Ovech besichtigen. Die Burganlage trohnt über dem Dorf auf einem Felsplateau. Das heisst Treppensteigen, es geht steil nach oben und die Anlage ist auch seeeehr weitläufig. Das erfahren wir aber nicht selber, sondern lesen es im Internet! Pünktlich nach dem Mittag setzt der Regen wieder ein, und wir haben heute gar keine Lust mit Regenjacke, Regenhut und Regenschirm wandern zu gehen.

So fahren wir weiter ans Schwarze Meer.

Varna ist die drittgrößte Stadt Bulgariens und liegt direkt am Schwarzen Meer. Die Stadt wird oft als „Meereshauptstadt Bulgariens“ bezeichnet, weil sie den wichtigsten Hafen des Landes hat und gleichzeitig ein beliebter Badeort ist.

Jetzt stehen wir am nordöstlichen Ende der Stadt direkt am Meer auf einem Parkplatz. Hier kann man für 10 Euro 24 Stunden stehen. Wir erkunden noch etwas die Umgebung und später gesellt sich dann noch ein Womo aus Rumänien zu uns.

Tagesstrecke:  Koshov - Varna

Distanz: 236 km

Durchschnittsverbrauch: 8.8 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 60 km/h

Fahrzeit: 3 Std. 55 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 10 Euro, inkl. Müllcontainer

Morgen 08°° Uhr / 14 °C

Mittag 13°° Uhr / 27 °C

Abend 18°° Uhr / 20 °C

Wir ziehen weiter! Als erstes gibt es einiges zu erledigen. Einkauf im Kaufland und dann machen wir uns auf die Suche nach Frischwasser, denn das Wasser auf dem Campingplatz war leicht chlorhaltig. Erfolgreich sind wir aber nicht. Beim von uns angepeilten Brunnen hängen Plakate vom Gesundheitsministerium - kein Trinkwasser! Gleich gegenüber in einem kleinen TanteEmma-Laden kaufen wir mal zwei 8-Liter Flaschen Wasser, so haben wir wenigstens Wasser zum Kochen. Da taucht aus dem Nichts eine Tankstelle auf mit einem Dieselpreis von 1.61 Euro/Liter. Ok. so kann auch unser Pfüdi seinen Durst stillen ;-)

Jetzt aber los zu unserem Tagesziel - die Felsenkirchen von Iwanowo, die zum Felsenkloster "Hl. Erzengel Michael" gehören.

Die zentrale Klosterkirche, in welcher sich die bedeutendsten Fresken befinden, ist der Jungfrau Maria geweiht und wird auch einfach nur Zarkwata (bulgarisch „Die Kirche“) genannt. Sie wurde in 38 m Höhe über der Straße in den Fels gehauen.

Die Kirche ist gut 16 m lang, 4 m breit und nur 2,15 m hoch. Ihre Fresken sind in rechteckige Segmente unterteilt, welche die letzten sieben Tage im Leben Christi und das Leben Johannes des Täufers darstellen.

Am 22. Oktober 1979 wurden die Felskirchen von Iwanowo durch die Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Insbesondere die Fresken der Felskirche der Jungfrau Maria waren jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits durch Licht, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen und vor allem zunehmendem Tourismus bedroht; daher wurden sie in den 1980er Jahren für die Öffentlichkeit gesperrt. Um die Jahrtausendwende wurden sie mit finanzieller Hilfe der UNESCO aufwendig konserviert und 2002 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Einmal mehr auf dieser Reise führen Treppen hinauf zur Kirche. Wir sind gerade die einzigen Besucher und erhalten vom Kassier eine ausführliche und interessante Führung. Vielen Dank dafür, wir haben diese Aufmerksamkeit sehr genossen.

Aber nicht nur die Kirche gefällt uns, nein, auch die Landschaft, diese Schlucht kann uns begeistern.

Auf dem Parkplatz unten übernachten auch immer wieder Camper, aber uns ist der Platz irgendwie nicht so sympatisch, und man soll immer auf sein Bauchgefühl hören. In 9 Kilometer Entfernung gibt es einen kleinen Campingplatz, der auf p4n richtig gut aussieht und auch beste Bewertungen hat.

Und was sollen wir sagen - Volltreffer!!! Einer der beiden letzten Panoramaplätze hat auf uns gewartet, die Aussicht ist phantastisch. Pefekt.

Und jetzt noch ein paar Worte zu den Menschen in Bulgarien. Die Leute sind sehr reserviert, ernst, unbeteiligt, zeigen keine Mimik, grüssen nicht, reagieren nicht auf grüssen, man kommt nicht an sie heran. Wenn man aus der Türkei anreist, fühlt sich das fast wie ein kleiner Kulturschock an. Die Menschen in der Türkei sind überall derart offen, freundlich, hilfsbereit, gesprächig, herzlich, fröhlich .....

Die beiden letzten Campinplätze, auf denen wir übernachtet haben wurden von Engländern geführt und die waren wirklich sehr herzlich und gesprächig. Aber heute hatten wir für einmal auch mit Einheimischen schöne Erlebnisse. Der Kassier in der Kirche war so offen und nett und auch die Betreiberin des heutigen kleinen Campinplatzes ist eine fröhliche und aufgestellte junge Frau.

Tagesstrecke:  Dragizhevo - Koshov

Distanz: 112 km

Durchschnittsverbrauch: 9 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 46 km/h

Fahrzeit: 2 Std. 26 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 25 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom, WC und Duschen

Morgen 08°° Uhr / 19 °C

Mittag 13°° Uhr / 23 °C

Abend 18°° Uhr / 20 °C

Wir sind uns heute Morgen sofort einig: Wir drücken die Pause-Taste!!!

Wer jetzt aber glaubt, wir sitzen den ganzen Tag auf der faulen Haut herum irrt sich gewaltig. Ok, wir haben länger geschlafen als üblich, in Ruhe unseren beiden Kaffee's getrunken und ein ausgiebiges Früstück genossen.

Da wir beim letzten Wäschestopp nur unsere Bettwäsche waschen konnten, ist doch ein ansehnlicher Berg an Kleider- Dusch- Hand- und Küchenwäschen zusammengekommen. Zwei Waschmaschinen, die Sonne als Trockner und wir freuen uns an all den frisch duftenden Sachen.

Putzarbeit,  Reparaturarbeit, Pflegearbeit für Pfüdi, Pflegearbeit an uns und endlich schaffen wir es, unsere neue Starlinkantenne zu aktivieren und in Betrieb zu nehmen!!! Man glaubt es kaum, sogar Zeit für das geniessen der Sonne bleibt.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 29 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom, WC und Duschen

Morgen 08°° Uhr / 4 °C

Mittag 13°° Uhr / 17 °C

Abend 18°° Uhr / 22 °C

Das war eine stürmische Nacht. Wir parkeirten auch noch um, damit wir besser im Wind standen.

Bereits um 6 Uhr sind wir wach. Ein Blick nach draussen - Nebel und immer noch Wind! Wir drehen uns einfach nochmal um. Gegen 7 Uhr gibt es dann doch den ersten Kaffee. Immer wieder schweift unser Blick nach draussen. Da - die Sonne drückt - kaum gesehen ist sie schon wieder verschwunden. Kurz nach 9 Uhr, nach dem Frühstück, ziehen wir fast alles an, das wir dabei haben. 4 Grad und dieser Wind, das ist wahrlich nicht gerade berauschend. Wir lieben ja solche Lost Places und auch mit Nebel hat dieser Ort seinen Reiz. Die Geschichten hinter solchen Plätzen machen das ganze immer noch spezieller. Hmmm ....  das wird wohl nichts mit der Sonne, so fahren wir mal ca. 2.5 Kilometer nach unten zu der Skulptur mit den Händen, die die Fakeln halten. Da ...... kommt sie jetzt doch noch die Sonne? Nichts wie rauf!! Dieses Spiel wiederholen wir dreimal und die Geduld hat sich gelohnt. Die Sonne gewinnt und wir können auch noch die Ausblicke ins weite Land geniessen.

Schliesslich fahren wir zurück zum Schipkapass. Hier steht das Schipkadenkmal, oder auch Freiheitsdenkmal hoch oben auf einem Hügel. Man könnte einen Teil mit dem Auto rauffahren, oder man steigt 890 Treppenstufen nach oben und zusätzlich noch 154 Stufen bis man ganz oben auf dem 1934 erbauten Denkmal steht.

Tja, wir nutzen die Stufen als Training. Wer weiss, vielleicht wollen wir ja doch irgendwann noch den Reinebringen auf den Lofoten besteigen, oder die Vegatrappa auf der Insel Vega rauflaufen ;-)  Auch hier oben beigeistern uns die weiten Ausblicke ins Land.

Nach einem Joghurt als Stärkung fahren wir endlich weiter. In Gabrowo stoppen wir für einen Einkauf und fahren dann noch weiter bis Weliko Tarnowo. Hier wäre eine weitere Sehenswürdigkeit, aber die muss warten. Etwas ausserhalb der Stadt gibt es einen Campingplatz, der in p4n sehr vielversprechend aussieht.

Und es ist tatsächlich ein Volltreffer. Kaum belegt, mitten in der Natur, ruhig und ein sehr herzlicher Empfang - hier bleiben wir!

Tagesstrecke:  Busludscha-Denkmal - Dragizhevo

Distanz: 106 km

Durchschnittsverbrauch: 8 l

Durchschnittsgeschwindigkeit: 37 km/h

Fahrzeit: 2 Std. 50 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 29 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom, WC und Duschen