Morgen 08°° Uhr / 7 °C

Mittag 13°° Uhr / 24 °C

Abend 18°° Uhr / 14 °C

Es ist soweit - der Frischwassertank ist bald leer und der Abwassertank bald voll. Zudem fehlt uns langsam das Trinkwasser.

Wasser für den Frischwassertank ist hier in Spanien vor allem in den Küstenregionen meist chlorhaltig, das macht zum Trinken und Kochen keinen Spass. In jedem Supermarkt kann man deshalb Wasser in bis zu 8 Liter-Behältern kaufen.

So verlassen wir heute diesen herrlichen Platz nahe Sant Pere Pescator. Kann schon sein, dass wir auf dem Heimweg nochmals hier landen.

Wir wollen heute mal noch etwas weiter nach Süden fahren. In Sant Pere Pescator finden wir zufällig eine Autowaschanlage und können hier unseren Abwassertank leeren. Wir sind froh, so müssen wir das Abwasser nicht noch lange mitschleppen.

Erst kurz vor unserem Tagesziel finden wir endlich auch eine LPG-Tankstelle und können unsere leere Gastankflasche füllen.

Camping Cala d'Oques in L'Hospitale de l'infant ist unser Tagesziel. Hier haben wir schon mehrmals einen Stopp eingelegt.

Der Mercadona eingangs Ort ist perfekt für unseren Grosseinkauf.

Und dann fahren wir voller Neugier raus zum Camingplatz. Hat es für uns noch einen Platz?

Es ist verrückt - der Platz ist jedesmal voller, aber wir haben heute einfach Glück. Da gibt es eine Ecke, die ist auf den ersten Blick nicht als Stellplatz zu erkennen und deshalb ist sie noch frei. Schlichtweg der Beste den es um 15 Uhr noch gibt.

Das Restaurant bietet durchgehend warme Küche und somit ist wohl klar, wo wir nach dem Anmelden und Einparken landen.

Auf die Dusche haben wir uns den ganzen Tag schon gefreut und eine kleine Handwäsche kann man hier auch bestens erledigen.

Aber wir glauben, eine Nacht genügt. Morgen fahren wir ins Landesinnere. Auf Google Maps gibt's da einige Fähnchen, die wir gesetzt haben und die entdeckt werden wollen.

Tagesstrecke: Sant Pere Pescator - L'Hospitalet de l'infant

Distanz: 266 km

Durchschnittsverbrauch: 9.8 Liter

Durchschnittsgeschwindigkeit: 73 h/km

Fahrzeit: 3 Std. 36 Min

​​​​​​​Stellplatzkosten: 23.70 Euro, inkl. V/E, ohne Strom,  Zuschlag für einen Platz in 1. Reihe am Meer 2.95 Euro


Dienstag, 24.  Februar

Morgen 08°° Uhr / 7 °C

Mittag 13°° Uhr / 24 °C

Abend 18°° Uhr / 17 °C

Nebel begrüsst uns heute Morgen. So freuen wir uns umsomehr auf's Landesinnere, den da scheint die Sonne! Weit müssen wir nicht fahren und schon lacht sie von einem strahlend blauen Himmel herunter.

Unser Ziel: Castell de Miravet – Ein Ort, der uns sofort gepackt hat.

Die letzten Kilometer führen durch Olivenhaine und sanfte Hügel. Alles wirkt entschleunigt. Kein Stress, keine Hektik. Genau unser Ding.

Im Ort angekommen, schlendern wir erst einmal durch die schmalen Gassen – Naturstein, kleine Türen, blühende Pflanzen. Fast wie eine kleine Zeitreise. Der Weg hinauf zur Burg ist etwas steil – aber ganz ehrlich: Jeder Schritt lohnt sich.

Sobald man das Burgtor durchschreitet, spürt man die Geschichte dieses Ortes. Dicke Mauern, weite Innenhöfe, alte Steine, die schon so viel erlebt haben. Hier waren einst die Tempelritter zu Hause – und man kann sich richtig vorstellen, wie sie über das Ebro-Tal gewacht haben.

Und dann dieser Ausblick!

Der Ebro schlängelt sich ruhig durch die Landschaft, die Sonne taucht alles in warmes Licht – genau diese Momente sind es, warum wir losfahren. Warum wir unterwegs sind.

Wir haben jede Sekunde in diesem Ort genossen. Nach einem kleinen Imbiss im Womo (Restaurant's sind alle noch im Winterschlaf) entscheiden wir, noch etwas weiterzufahren. Die Landschaft ist einfach grandios!

In Horta Sant Joan peilen wir den Stellplatz unterhalb des Dorfes an. Die Zufahrt ist ziemlich steil, aber wir werden da schon wieder hochkommen.

Die Aussicht ist wunderschön, da kann man auch mal darüber hinwegsehen, dass die Sonne halt bereits um 16 Uhr hinter den Häusern verschwindet. Zu viert stehen wir da und geniessen die Ruhe und die Stille.

Tja und dann fahren sie ein - 5 niederländische Overlander Trucks und aus jedem springen zwei Hunde. Natürlich dürfen die sich frei bewegen.

So wollen sie doch auch gleich unseren Grill inspizieren. Sie werden wohl zurückgerufen, sind aber auch schnell wieder da.

Wir ziehen die Konsequenzen und fahren nach dem Nachtessen ab. In Calaceita finden wir unseren entgültigen Übernachtungsplatz.

Tagesstrecke: L'Hospitalet de l'infant - Horta Sant Joan - Calaceite

Distanz: 112 km

Durchschnittsverbrauch: 11.4 Liter

Durchschnittsgeschwindigkeit: 38 h/km

Fahrzeit: 2 Std. 53 Min

​​​​​​​Stellplatzkosten: für den ersten Platz 3 Euro, inkl. V/E, der zweite Platz ist gratis, inkl. V/E


Mittwoch, 25. Februar

Morgen 08°° Uhr / 11 °C

Mittag 13°° Uhr / 19 °C

Abend 18°° Uhr / 18 °C

Die ersten beiden Bilder zeigen unseren entgültigen Übernachtungsplatz. Wir haben gut und lang geschlafen und die Aussicht hat sich heute Morgen auch hier von einer richtigen schönen Seite gezeigt.

Es ist bereits 11 Uhr bis wir endlich abfahrbereit sind. Aber weit wollen wir erst mal gar nicht. Wer in dieser Gegend unterwegs ist, sollte unbedingt einer der Via Verde unter die Fahrräder nehmen. Die ehemaligen Bahntrasse sind wirklich ein Erlebnis.

Wir fahren also nach Bot zur Estacion de Bot (alter Bahnhof).

Wie leider überall sind diese Bahnhöfe nur noch Lost Places. Einzig die zum Teil coolen StreetArt-Bilder verschönern die Gebäude.

Hier in Bot will man wohl die Parkplatzsituation verbessern, Baumaterial liegt zu Hauf herum. Die Frage ist nur, wieviele Jahre es dauert, bis diese Arbeiten und diese Idee verwirklicht und abgeschlossen wird. Nun wir schwingen uns in den Sattel und radeln los.

Die Via Verde de la Terra Alta gehört zu den eindrucksvollsten Radwegen Spaniens, geprägt durch eine wilde Gebirgslandschaft mit grandiosen Ausblicken und schier zahllosen Kunstbauten (Tunnel, Brücken, Viadukte).

Zurück beim Womo stärken wir uns mit einem Salat, den haben wir uns verdient. Hier übernachten wollen wir aber nicht und so steuern wir den zufällig ausgewählten Stellplatz in Bovera an. Noch etwa 40 Kilometer, das ist ja kein Ding. Ein kleines Berdorf mitten in der Pampa.

Und der Platz ist voll!!!! Das gibt's doch nicht! Aha, der Strom ist gratis, das ist immer ein grosser Anziehungspunkt.

Die nun folgende lange und auch frustrierende Suche nach einem Übernachtungsplatz wollen wir hier nicht länger ausführen.

Wer die stolze Zahl der heute gefahrenen Kilometer beachtet kann sich denken, dass das eine lange Geschichte ist.

Tagesstrecke: Calaceite - Peramola - La Seu d'Urgell

Distanz: 245 km

Durchschnittsverbrauch: 10.9 Liter

Durchschnittsgeschwindigkeit: 54 h/km

Fahrzeit: 4 Std. 28 Min

​​​​​​​Stellplatzkosten: 11.50 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom


Donnerstag, 26.  Februar

Morgen 08°° Uhr / 2 °C

Mittag 13°° Uhr / 18 °C

Abend 18°° Uhr / 16 °C

Ok, wir haben die Schweineställe in der Umgebung von Peramola ja schon gesehen, aber bei unserer Ankunft war die Luft gut und wir einfach froh, einen akzeptablen Übernachtungsplatz gefunden zu haben. Nach gut einer Stunde sah, oder besser stank, die Welt dann ganz anders und so war unsere Odyssee doch noch nicht zu Ende. Kurzerhand starten wir den Motor und fahren noch ca. 40 Kilometer bis nach La Seu d'Urgell auf einen Stellplatz von CamperCarPark. Reine Luft und Ruhe. Es ist mittlerweile bereits 20 Uhr, eine kleine kalte Küche gegen den Hunger und dann fallen wir bald einmal müde ins Bett.

Klar geht es heute Morgen bei uns gemütlich zu und her. Um 10.30 Uhr sind die drei Womos, die auch hier übernachtet haben, abgefahren und wir nehmen die V/E in Beschlag und kümmern uns endlich darum, unsere Frischwassertankanzeige neu zu kalibrieren. Bei einem Handyneukauf ist dies leider notwendig. Das Frischwasser wird geleert . Da der Tank verwinkelt ist muss die Anzeige kalibriert werden. Handruedi füllt 5x genau 28 Liter ein. So sind wir aber gleich auch das chlorhaltige Wasser los geworden, da wir ja mittlerweile im Hinterland, in den Bergen sind.

Wir haben es immer noch nicht eilig. Und so machen wir noch einen Spaziergang in die Stadt, besichtigen die Kathedrale und schlendern etwas durch die Gassen.

Und doch soll es heute noch etwas weitergehen. Die Himmelsrichtung ist auch endlich entschieden - wir fahren etwas westwärts.

Die N260 führt uns schnell aus der Stadt herhaus und sofort in die Höhe. Die Landschaft ist grandios. Nach jeder Kurve bietet sich ein neuer Ausblick.

Rialp - ein kleines Bergdorf in den Pyrenäen, von dem wir bis heute keine Ahnung hatten.

Unser erster Stellplatz, den wir anfahren und auch der letzte - wir bleiben!!! Um 16 Uhr gibt es heute eine kleine Vorspeise, Fisch- Crevettenspiesse vom Grill, firsches Baquette und ein Glas Rosé.

Zur Verdauung geht es auf eine Entdeckungstour durch diesen kleinen Ort.

Tagesstrecke: La Seu d'Urgell - Rialp

Distanz: 57 km

Durchschnittsverbrauch: 11.2 Liter

Durchschnittsgeschwindigkeit: 41 h/km

Fahrzeit: 1 Std. 21 Min

​​​​​​​Stellplatzkosten: 0 Euro, inkl. V/E


Freitag, 27.  Februar

Morgen 08°° Uhr /  5 °C

Mittag 13°° Uhr / 21 °C

Abend 18°° Uhr / 18 °C

155 geniale Kilometer!

Die N-260 ist eine der interessantesten und spektakulärsten Strassen in den spanischen Pyrenäen. Wegen ihrer Lage durch die Berge ist sie bekannt für enge Serpentinen, steile Hänge und tiefe Schluchten - das macht die Fahrt landschaftlich einzigartig, aber auch anspruchsvoll.

Aufgrund der Streckenführung zählt die N-260 zu den gefährlichsten Strassenabschnitten Kataloniens.

Ein besonders berühmter und spektakulärer Abschnitt verläuft durch den engen Congosto de Jánovas, eine enge Schlucht im Aragon-Teil der Pyrenäen. Der Abschnitt wird oft als schmalste Nationalstrasse Spaniens bezeichnet.

Wir überqueren auch mehrere Pässe, darunter den Coll de Creu de Perves, Coll de Espina und Coll de Fadas.

Grandiose Landschaft und kleine Bergdörfer begleiten uns auf jedem Kilometer.

Auf dem Stellplatz bei Ainsa beenden wir die Tagesetappe. Wir schlendern bei herrlichem Sonnenschein durch die kleine mittelalterliche Altstadt.

Es wirkt alles etwas verschlafen, viel ist hier noch nicht los. Das merkt man auch an den vielen noch geschlossenen Restaurants an. Dafür wirkt das Kleinod Ende Februar längst nicht so touristisch wie in den Sommermonaten. Uns gefällt es.

Tagesstrecke: Rialp - Ainsa

Distanz: 155 km

Durchschnittsverbrauch: 10.5 Liter

Durchschnittsgeschwindigkeit: 46 h/km

Fahrzeit: 3 Std. 18 Min

​​​​​​​Stellplatzkosten: 8 Euro, inkl. V/E


Samstag, 28. Februar

Morgen 08°° Uhr /  6 °C

Mittag 13°° Uhr / 8 °C

Abend 18°° Uhr / 9 °C

Wir folgen heute weiter der N-260. Sie ist aber bei Weiten nicht mehr so grandios und spektakulär wie gestern. Ok, auch heute durchfahren wir eine schöne Schlucht. Aber da auch viel mehr Verkehr herrscht ist es auch demensprechend anstrengender und so kann man es gar nicht richtig geniessen.

In Jaca stoppen wir für einen Einkauf, der Kühlschrank weist grosse Lücken auf. Und hier entscheiden wir uns, die Himmelsrichtung zu wechseln und fahren über den Col du Somport (1'631 m ü M) rüber nach Frankreich. Der Regen geht doch tatsächlich kurz in einen leichten Schneefall über, und die beiden Skigebiete auf der Passhöhe sind sehr gut besucht. Neben vielen PW's stehen da auch sehr viele Womo's und die Mehrheit hat spanische Autokennzeichen. Auf der französischen Seite ist der Verkehr plötzlich fast Null und die Fahrt durch's Vallée d'Aspe hinaus zieht sich ganz schön.

Das GPS führt uns mitten durch Oloron-Ste-Marie. Solche eigentlich unfreiwillige Routen können manchmal auch unverhofft ganz interessant sein.

Wir haben uns einmal mehr einen Stellplatz der Kette CampingCarPark ausgesucht und landen zum Schluss des Tages in Buzy, ein kleiner Ort am Rande der Pyrenäen. Der Stellplatz liegt etwas ausserhalb auf einer Anhöhe. Von den 35 Plätzen sind lediglich 6 belegt. Das Wetter versperrt uns jedoch die Aussicht, aber wir freuen uns über die Ruhe und die grosszügigen Platzverhältnissen.

Tagesstrecke: Ainsa - Buzy

Distanz: 176 km

Durchschnittsverbrauch: 10.2 Liter

Durchschnittsgeschwindigkeit: 46 h/km

Fahrzeit: 3 Std. 46 Min

​​​​​​​Stellplatzkosten: 11.80 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom


Sonntag, 01. März

Morgen 08°° Uhr /  4 °C

Mittag 13°° Uhr / 14°C

Abend 18°° Uhr / 15 °C

Wir sind definitiv auf dem Heimweg. Das heisst unsere Fahrtrichtung ist zur Zeit nord-ostwärts.

Hat uns der Stellplatz in Buzy gestern mit grauen Wolken begrüsst, empfängt er uns heute Morgen mit strahlend blauem Himmel! (Ersten zwei Bilder)

Und dieses Wetter müssen wir doch einfach auskosten. Es läuten schon fast die Mittagsglocken, bis wir endlich aufbrechen.

Unsere Fahrt ist heute eine Mischung aus Autobahn und Landstrassen. Das ausgesuchte Tagesziel wieder ein Platz der Kette CampingCarPark.

Nur zwei Womos sollen da stehen. Bei unserer Ankunft ist auch schnell klar warum. Der Platz liegt recht nahe an der N-121, eine Nationalstrasse mit recht viel Verkehr. Ok, für eine Nacht kann man das ja mal machen. Einfach geschickt parkieren und dann geht das schon.

Aaaaber - was ist den das??!! Leichter Wind bringt schubweise extreme Stinkluft, als wäre in der Nähe eine Verbrennungsstation von Altpneus, die zwar heute nicht in Betrieb ist, aber dennoch stinkt. Wir sind zwar in den Platz reingefahren, unser Womo stinkt aber bereits nach Minuten gewaltig.

Dem deutschen und belgischen Womo scheint das nichts auszumachen, aber für uns igeht das gar. Das ist ja fast noch schlimmer als vor einigen Nächten die Schweineställe! Ok, die kurze Stippvisite kostet uns 6 Euro, aber das ist uns im Moment so was von egal.

18 Kilometer später finden wir unseren Schlafplatz. Etwas ausserhalb von einem kleinen Dorf. Die auch hier  recht nahe Strasse ist nur sehr spärlich befahren, die Luft ist rein und so bezahlen wir die 10 Euro gerne und richten uns ein. Das Wetter war den ganzen Tag strahlend schön und wir geniessen hier die Sonne draussen bei einem Apero.

Tagesstrecke: Buzy - Saint-Germain-et-Mons

Distanz: 288 km

Durchschnittsverbrauch: 9.2 Liter

Durchschnittsgeschwindigkeit: 68 h/km

Fahrzeit: 4 Std. 13 Min.

​​​​​​​Stellplatzkosten: 10 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom