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Baskenland
Morgen 08°° Uhr / 16 °C

Mittag 13°° Uhr /
27 °C

Abend 18°° Uhr / 25 °C

Einmal mehr daktivieren wir beim GPS die mautpflichtigen Autobahnen und tuckern heute einfach mal mehr, mal weniger der Atlantikküste entlang nordwärts. Schnell kommen wir wirklich nicht voran. Wir streifen Biarritz und müssen auch noch den Fluss Adour überqueren, was sich als Nadelör entpuppt.
Kurz nach 12 Uhr erreichen wir den Stellplatz bei der Ondres-Plage und haben gleich ein Déjà-vu - hier waren wir schon mal!
Nach einer gemütlichen Mittagspause ruft der Strand. Die Wanderung entlang dieser eindrücklichen Atlantikwellen macht Spass.
Die Restaurants lassen wir heue links liegen und packen den Grill. Mit den letzten Sonnenstrahlen geniessen wir vor dem Womo unser Nachtessen.
Tagesstrecke: Saint-Jean-de-Luz - Ondres-Plage
Distanz: 33 km
Durchschnittsverbrauch: 10.8 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 25 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 17 Min.
Stellplatzkosten: 19.72 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 16 °C

Mittag 13°° Uhr /
24 °C

Abend 18°° Uhr / 21 °C

Ausschlafen (es dauert, bis es hell wird), gemütlich Frühstücken, ein paar Kilometer weitertuckern, vielleicht noch ein kleiner Einkaufsstopp und gegen Mittag sind wir bereits am nächsten Tagesziel am Atlantik angekommen.
Ein reichhaltiger Salat zum Mittagessen und dann ab an den Strand.
Faszination Atlantik nennt man das wohl. Auch heute wandern wir am Atlantikstrand entlang. Fast jede Welle wird fotografiert, denn sie ist noch schöner als die Welle vorher. Heute können wir auch den Surfern zuschauen. Und schlussendlich sind wir weitergewandert als geplant. Man vergisst die Zeit und die Distanz - der Atlantik fesselt.
Und das nicht nur uns. Zum Schluss ist der Stellplatz der Kette CampingCarPark fast voll. Wir stehen perfekt in einer Ecke und lassen es uns vor dem Womo mit einem Raclette und einem Glas Rosé gut gehen.


Tagesstrecke: Ondres-Plage - Messanges
Distanz: 38 km
Durchschnittsverbrauch: 10.4 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 30 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 14 Min.
Stellplatzkosten: 15.72 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom, Platz der Kette CampingCarPark
Morgen 08°° Uhr / 14 °C

Mittag 13°° Uhr /
25 °C

Abend 18°° Uhr / 23 °C

Unsere Reisetage sehen zur Zeit ziemlich ähnlich aus. Wir tuckern relativ spät los und das erst noch im Schneckentempo. So landen wir nach sagenhaften 42 Kilometern an der Contis Plage am Atlantik. Das ist sowohl bei der Distanz wie auch der Reisezeit ein Rekord der letzten drei Tage! Die tosenden Wellen haben heute aber keine Priorität.
Frankreich – das heisst für uns, mindestens einmal Mules frites essen. Und das machen wir heute im Restaurant Chez René.
Einen kurzen Blick auf den Atlantik gibt es aber dann doch noch, bevor wir zum Dessert schreiten.
Der Rest des Nachmittages und Abends gehört heute einfach dem Nichtstun und der Gemütlichkeit beim Womo. Die Stellplätze sind jeweils recht gut belegt, aber wir haben bis jetzt wirklich Glück und finden immer einen schönen Platz am Rande oder in der Ecke mit viel Platz. Einige stehen da schon eher wie Sardinen beisammen.
Tagesstrecke: Messanges - Contis Plage
Distanz: 42 km
Durchschnittsverbrauch: 9.2 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 36 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 7 Min.
Stellplatzkosten: 16.22 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom, Platz der Kette CampingCarPark
Morgen 08°° Uhr / 13 °C

Mittag 13°° Uhr /
32 °C

Abend 18°° Uhr / 30 °C

Heute für einmal nicht der Atlantik sondern ein See - der Lac de Biscarrosse et de Parentis. Nach unserem Mittags-Salatbuffet fahren wir mit unseren E-Bikes zum Lac d'Aureilhan kurz vor Mimizan. Erleben wir vielleicht heute den letzten Hitzetag des Sommers 2026?
Zurück bei "unserem See" stürze ich mich, Heidi, noch schnell in die lauwarmen "Fluten". Und dank unserer Aussendusche kann ich sogar das Seewasser abspülen. Die Dusche beim Seestrand ist nämlich bereits abgestellt - man erwartet wohl bald den ersten Frost!
Das war's für heute. Geniesst die Bilder - wir geniessen den Abend.
Tagesstrecke: Contis Plage - Gastes
Distanz: 42 km
Durchschnittsverbrauch: 9.3 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 45 km/h
Fahrzeit: 0 Std. 55 Min.
Stellplatzkosten: 15.85 Euro, inkl. V/E, kein Strom!, Platz der Kette CampingCarPark
Morgen 08°° Uhr / 15 °C

Mittag 13°° Uhr /
27 °C

Abend 18°° Uhr / 23 °C

Gestern Abend konnten wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang geniessen.
Noch kurz ein Nachtrag zum Stellplatz. Von den 100 Plätzen waren letzte Nacht gerade mal 14 Plätze belegt! Sprich - traumhafte Platzverhältnisse!
Heute machen wir einen Gewaltssprung nach Norden - 170 Kilometer - verrückt!
Dabei kommen wir auch bei den riesigen Waldbrandgebieten von Bordeaux und dem Bassin d'Arcachon vorbei. Ein beklemmendes Gefühl und deshalb wollen hier auch nicht bleiben. Klar vorne am Atlantik ist davon eigentlich fast nichts zu sehen, aber dennoch, uns zieht es weiter.
So landen wir heute in Le-Verdon-sur-Mer an der Mündung der Gironde.
Die Mündung der Garonne ist ein beeindruckendes Naturgebiet im Südwesten Frankreichs. Besonders spannend: Die Garonne mündet nicht direkt in den Atlantik, sondern vereinigt sich zunächst mit der Dordogne und bildet dabei die gewaltige Gironde-Mündung.
Die Garonne entspringt in den spanischen Pyrenäen und fließt über Toulouse und Bordeaux nach Norden. Bei Bordeaux wird der Fluss immer breiter. Nördlich von Bordeaux trifft die Garonne auf die Dordogne.
Ab hier spricht man von der Gironde – einer der größten Ästuare (ein trichterförmiger Mündungsbereich eines Flusses) Europas.
Von dort sind es noch rund 75 Kilometer bis zum Atlantik.
Die Gironde ist kein gewöhnlicher Flusslauf. Durch die Verbindung mit dem Atlantik wirken Gezeiten weit ins Landesinnere.
Bei Flut strömt Meerwasser in das Ästuar, bei Ebbe fließt das Wasser wieder Richtung Atlantik.
Dadurch entsteht eine Mischung aus Süß- und Salzwasser. Das macht die Region zu einem wichtigen Lebensraum für zahlreiche Fisch- und Vogelarten.
Die breite Gironde ist auch für die Schifffahrt von großer Bedeutung. Über sie erreichen Schiffe den Hafen von Bordeaux. Die Fahrrinne ist allerdings nicht überall einfach zu befahren, denn Strömungen, Sandbänke und die Gezeiten verändern die Bedingungen.
Wir erkunden heute einfach mal die nähere Umgebung und staunen auch über den grossen Sandstrand an der Gironde.
Die kleine in mehreren Farben schillernde Viper ist - wie sagt es eine nette Dame am Strand - est mort.
Tagesstrecke: Gastes - Le Verdon-sur-Mer
Distanz: 170 km
Durchschnittsverbrauch: 9.1 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 54 km/h
Fahrzeit: 3 Std. 6 Min.
Stellplatzkosten: 15.72 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom, Platz der Kette CampingCarPark
Morgen 08°° Uhr / 17 °C

Mittag 13°° Uhr /
23 °C

Abend 17°° Uhr / 24 °C

Diese Morgenstimmung lässt uns aus dem Bett springen! Das muss man einfach festhalten!

Wir bleiben heute hier, laden die E-Bikes aus und erkunden die nähere und weitere Umgebung. In Soulac-sur-Mer sind wir genau zur Mittagszeit und deshalb stoppen wir und stillen unseren Hunger. Zurück beim Pfüdi geniessen wir die Sonne und halten fest - wir sind heute ausgesprochen schreibfaul.
Morgen 08°° Uhr / 17 °C

Mittag 13°° Uhr /
28 °C

Abend 17°° Uhr / 23 °C

Eine Fährfahrt ist heute als erstes angesagt. Da sie aber erst um 11.45 Uhr fährt haben wir am Morgen alle Zeit der Welt. Eine ausgiebige Dusche, ein gemütliches Frühstück und immer noch genug Zeit für das Zusammenräumen und die V/E.
Um 11 Uhr sind wir bereits abfahrbereit und den Fährhafen erreichen wir nach wenigen Minuten. Ups, da steht aber schon eine lange Schlange! Die Fähre ist jedoch grösser, als sie scheint und so haben auch wir noch spielend Platz. Um 11.30 Uhr können wir dann aber ein Womo beobachten, dass unverrichteter Dinge umdrehen und auf die Fähre um 13.45 Uhr warten muss - der Platz für Wohnmobile ist voll. Nach 20 Minuten legen wir in Royan an und fahren zügig von Bord.
Wir nehmen Kurs auf die Insel d'Oléron, die wir über eine Brücke erreichen. Vorbei geht's am Fort Louvois.
Kaum auf der Insel angekommen, ändern wir unsere Pläne und fahren spontan den Stellplatz etwas ausserhalb des Ortes
Le Château d'Oléron an.
Da es morgen Montag evt. etwas regnen könnte laden wir noch unsere E-Bikes aus und radeln rein in den Ort. Ganz besonders interessieren uns die Couleures Cabanes.
Die bunten Cabanes von Le Château-d’Oléron gehören zu den schönsten und charakteristischsten Orten der Île d’Oléron. Ursprünglich waren diese kleinen Holzhäuschen ganz praktische Arbeitsplätze der Austernzüchter. Hier wurden Austern sortiert, gereinigt und für den Verkauf vorbereitet.
Mit der Zeit verloren viele der alten Cabanes ihre ursprüngliche Funktion. Statt sie jedoch abzureissen, wurden sie liebevoll restauriert und von Künstlern und Handwerkern übernommen. Heute leuchten sie in kräftigen Farben – Blau, Rot, Gelb, Grün oder Rosa – und beherbergen kleine Ateliers, Galerien und Läden.
Auch bei der Zitadelle kommen wir noch vorbei. Wir fahren aber nur aussen herum.
Ihre Geschichte reicht weit zurück: Bereits im Mittelalter stand hier eine Burg der Herzöge von Aquitanien. Während der Religionskriege wurde diese alte Festung jedoch zerstört.
Im Jahr 1630 ließ Kardinal Richelieu auf den Resten der mittelalterlichen Burg eine neue, moderne Festung errichten. Sie sollte die strategisch wichtige Insel sichern und insbesondere den Zugang zum neuen französischen Marinearsenal von Rochefort schützen.
Vauban kam 1685 nach Oléron und erkannte, dass die vorhandenen Befestigungen nicht ausreichten. Unter seiner Leitung und der seines Ingenieurs François Ferry entstanden zusätzliche Bastionen, Hornwerke, Glacis und gedeckte Wege.
Eine dramatische Zeit erlebte die Zitadelle im Zweiten Weltkrieg: 1945 wurde sie durch alliierte Bombardierungen zu etwa 90 Prozent zerstört. Anschließend wurde sie schrittweise restauriert und ist heute wieder begehbar.
Zurück bei unserem Pfüdi geniessen wir einen Apero und kochen uns ein feines Nachtessen.


Auf dem riesigen und auch gut besuchten Stellplatz finden wir einmal mehr die für uns perfekte Ecke! Viel Platz rundherum, ruhig und ein herrlicher Blick ins Grüne.
Tagesstrecke: Le Verdon-sur-Mer - Le Château-d'Oléron
Distanz: 53 km
Durchschnittsverbrauch: 11.1 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 32 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 38 Min.
Stellplatzkosten: 16.94 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom, Platz der Kette Air Camping Car
Morgen 08°° Uhr / 18 °C

Mittag 13°° Uhr /
25 °C

Abend 17°° Uhr / 23 °C

Im Schneckentempo geht es weiter über die Insel d'Oléron. Ein Einkauf im SuperU, etwas Diesel nachfüllen und 29 Kilometer später haben wir unser Tagesziel ganz im Norden der Insel erreicht. Ups, es ist jedoch bereits nach 13 Uhr, das heisst, es hat heute mal wieder gedauert, bis wir in die Gänge kamen. Wir entscheiden uns gegen den Camping Municipal und stehen lieber auf dem offenen und grossen Stellplatz etwas im Landesinneren. Ein Joghurt als Mittagessen und dann laden wir die E-Bikes aus.
Der Phare de Chassiron ist unser erstes Ziel und dann gondeln wir einfach noch der Küste entlang und auch kreuz und quer über die Insel.
Zurück beim Pfüdi kochen wir uns ein frühes Nachtessen und lassen jetzt einfach noch die Bilder sprechen. Mehr gibt es heute nicht zu erzählen.
Tagesstrecke: Le Château-d'Oléron - Saint-Denis-d'Oléron
Distanz: 29 km
Durchschnittsverbrauch: 10.9 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 25 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 7 Min.
Stellplatzkosten: 16.50 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom,
Dienstag, 29. September
Morgen 08°° Uhr / 19 °C

Mittag 13°° Uhr /
29 °C

Abend 17°° Uhr / 27 °C

Ein Tag mit Überraschungen und einem dramatischen Ende!
Ein kurzer aber recht heftiger Wolkenbruch hat unseren Pfüdi die letzte Nacht etwas gewaschen.
Wir verlassen heute die Île d'Oléron. Kaum auf dem Festland ändern wir die Route und fahren durch die Salzwiesen der Charente-Maritime zur Citadelle de Brouage. Unser erster Halt für heute.
Die Citadelle de Brouage ist eine beeindruckende historische Festungsstadt. Heute wirkt Brouage fast ein wenig wie ein Freilichtmuseum – doch früher war dieser Ort ein wichtiger militärischer und wirtschaftlicher Stützpunkt an der französischen Atlantikküste.
Brouage wurde 1555 von Jacques de Pons gegründet. Ursprünglich hatte der Ort überhaupt keinen militärischen Zweck. Brouage lag damals direkt an einem Meeresarm und war vor allem wegen des Salzhandels bedeutend. Das hier gewonnene Salz wurde weit über Frankreich hinaus exportiert.
Mit den Religionskriegen änderte sich die Situation. Brouage lag strategisch günstig und geriet zwischen die Fronten von Katholiken und Protestanten. Ab 1569 entstanden deshalb die ersten richtigen Befestigungen. Unter Heinrich III. wurde Brouage 1578 zur königlichen Stadt und erhielt eine regelmäßig angelegte Festungsanlage mit Bastionen.
Eine besonders wichtige Rolle spielte Kardinal Richelieu. 1627 wurde er Gouverneur von Brouage. Er ließ die Befestigungen ab 1628 umfassend ausbauen. Richelieu wollte von hier aus auch die französische Seemacht stärken.
Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Festung erneut modernisiert. François Ferry, ein Mitarbeiter des berühmten Festungsbaumeisters Sébastien Le Prestre de Vauban, verstärkte unter anderem die Bastionen und verbreiterte die Wehrgänge.
Vauban selbst hielt Brouage sogar für einen interessanten Standort. Allerdings setzte sich später Rochefort als wichtiger französischer Marinearsenalstandort durch, wodurch Brouage an Bedeutung verlor.
Eine besonders spannende Verbindung gibt es zu Nordamerika: In Brouage wurde Samuel de Champlain, der Gründer von Québec, geboren – wahrscheinlich 1574.
Champlain wurde später zum großen französischen Entdecker und gründete 1608 Québec. Damit verbindet Brouage die französische Atlantikküste mit der Geschichte von Neufrankreich und Kanada.
Mit der Zeit versandete der Zugang zum Meer. Der ehemalige Hafen verlor seine Bedeutung, und auch der Salzhandel ging zurück. Das einst direkt am Meer gelegene Brouage liegt heute mitten in einer weiten Marschlandschaft.
Im 19. Jahrhundert wurde die Festung schließlich aufgegeben und 1885 vollständig entmilitarisiert. Danach setzte ein starker Bevölkerungsrückgang ein. Glücklicherweise blieben große Teile der Festungsanlage erhalten.
Nach einem geschichtsträchtigen und interessanten Rundgang durch diesen Ort fahren wir weiter ...
Der Zahn der Zeit nagt auch hier an allen Ecken!
... und damit nimmt der Tag eine dramatische Wendung und ein noch dramatischeres Ende! ;-)
Wir fahren auf die kleine Île Madame. Und man glaubt es kaum - da gibt es doch tatsächlich einen Stellplatz und etwa noch drei Häuser!
Die Insel ist nur bei Ebbe erreichbar! Es gibt keine Brücke, es fährt keine Fähre und auch kein Boot. Wer die Ebbe verpasst sitzt fest.
Ok, kein Drama - wir verpassen die Rückfahrt ganz bewusst - wir wollen hier übernachten;-)
Wir laden unsere E-Bikes aus und radeln rund um die Insel - sagenhafte 5 Kilometer haben wir am Schluss auf dem Tacho!
Aber wir brauchen gefühlt ewig, bis wir rundherum sind. An jeder Ecke, nach jeder kleinen Kurve müssen wir anhalten, fotografieren und die Natur bestaunen.
"Die Île Madame ist eine winzige, sehr besondere Gezeiteninsel an der Atlantikküste der französischen Charente-Maritime, direkt vor
Port-des-Barques, am südlichen Ufer der Mündung der Charente. Mit nur etwa 0,78 km² ist sie die zweitkleinste der fünf Charente-Inseln.
Der wohl spannendste Teil des Besuchs ist bereits die Anreise. Die Insel ist über die ungefähr einen Kilometer lange „Passe aux Bœufs“ mit dem Festland verbunden. Dabei handelt es sich um einen natürlichen, aus Sand, Kies und Steinen bestehenden Übergang, der nur bei Ebbe aus dem Meer auftaucht. Bei Flut verschwindet der Weg wieder unter Wasser – und die Île Madame ist tatsächlich eine Insel. Deshalb muss man unbedingt die Gezeiten beachten. Die Passage ist im Durchschnitt nur für einige Stunden bei Niedrigwasser begehbar."
Ein paar wenige PW's haben heute den Weg auf die Insel unter die Räder genommen, auf dem Stellplatz mit 50 Plätzen stehen mit
uns 4 Womos. Die Fussgänger waren definitv in der Überzahl.
Wir haben die spezielle Atmosphäre dieser Insel und die Landschaft auf unserer Tour heute Nachmittag sehr genossen.

Und dann haben wir zugeschaut, wie unser Rückweg auf's Festland langsam in der Flut versank!
Morgen ab ca. 10 Uhr sollte eine Rückfahrt wieder möglich sein!
Ach ja, das studieren der Gezeitentabelle ist schon wichtig. Auf dem Festland hängt auch eine solche Tabelle!
Aber ein Tourist aus Frankreich hatte da seine ganz eigene von Google auf dem Handy. Er kam gerade auf der Insel an, als das Wasser zu steigen begann und machte sich zu Fuss auf die Umrundung. Tja, das Gesicht hättet ihr sehen sollen! Wir waren noch da, als er zurück kam und ungläubig ins Wasser starrte, wo vorher noch ein Weg war! Aber Handy sei Dank konnte er sich ein Boot organisieren, aber kostenlos war es sicher nicht. Und sicher auch nicht das erste Mal, dass ein Boot ausrücken musste.

Tagesstrecke: Saint-Denis-d'Oléron - Île Madame
Distanz: 60 km
Durchschnittsverbrauch: 9.7 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 32 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 50 Min.
Stellplatzkosten: 22.84 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Mittwoch, 30. September
Morgen 08°° Uhr / 22 °C

Mittag 13°° Uhr /
27 °C

Abend 17°° Uhr / 20 °C

Eilig haben wir es heute Morgen nicht, denn erst ab 10 Uhr kann man zurück auf's Festland fahren.
Bis wir dann losdüsen ist es bereits 11 Uhr, aber dafür hat es fast keine Pfützen mehr. Wir gestehen es: wir sind zweimal hin- und hergefahren! Bei der ersten Fahrt Richtung Festland hat Hansruedi mit der Drohne gefilmt und bei der zweiten Fahrt hat er dann mit der Drohne die Fotos gemacht, die ihr hier seht. Gefahren bin logischerweise also ich, Heidi.
Diese Fischerhütten nennt man in Frankreich "cabanes de pêche au carrelet", auf Deutsch Fischerhütten mit Senknetz oder Stelzen-Fischerhütten. Das grosse quadratische Netz wird bei Flut ins Wasser gesenkt.
Ich, Heidi finde diese Fischerhütten einfach sehr fotogen.
Unsere Fahrstrecke ist heute besonders kurz. Wir schaffen es gerade mal zwei Dörfer weiter bis Soubise. Noch ein kurzer Einkauf im Intermarché und schon parkieren wir auf dem nächsten Stellplatz der Kette CampingCarPark.
Action gibt es heute keine mehr. Ich, Heidi spaziere noch durch das kleine Dorf und Hansruedi kümmert sich um seine Drohne, bei der er noch Einstellungen überprüfen will. Langweilig wird es uns aber nicht, gibt es doch Allerlei zu erledigen.

Tagesstrecke: Île Madame - Soubise
Distanz: 16 km
Durchschnittsverbrauch: 14.2 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 14 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 4 Min.
Stellplatzkosten: 15.06 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 15 °C

Mittag 13°° Uhr /
22 °C

Abend 17°° Uhr / 21 °C

Unsere heutige E-Bike-Tour führt uns nach Rochefort. Dabei müssen wir den Fluss Charente überqueren. Das Verkehrsmittel, das wir dafür benutzen ist ziemlich einzigartig - eine Schwebefähre.
"Die Schwebefähre von Rochefort, auf Französisch Pont Transbordeur de Rochefort, ist eines der außergewöhnlichsten technischen Bauwerke an der französischen Atlantikküste. Sie überspannt die Charente zwischen Rochefort und Échillais und ist heute die letzte noch in Betrieb befindliche Schwebefähre Frankreichs.
Gebaut wurde die Fähre vom französischen Ingenieur Ferdinand Arnodin und im Jahr 1900 eröffnet.
Die Konstruktion ist rund 50 Meter hoch und besteht aus einem gewaltigen Stahltragwerk.
Das Besondere: Die Fähre besitzt keine Fahrbahn über den Fluss. Stattdessen hängt unter dem großen Stahlgerüst eine Gondel bzw. Nacelle an Stahlseilen. Diese schwebende Plattform wird von einem Ufer zum anderen bewegt.
Heute können Fußgänger und Radfahrer die Charente auf diese ungewöhnliche Weise überqueren. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten und bietet einen schönen Blick auf den Fluss und das Stahlgerüst.
Nach fast 70 Jahren Betrieb wurde die Schwebefähre 1967 stillgelegt. Danach drohte ihr sogar der Abriss. Eine Bürgerinitiative setzte sich in den 1970er-Jahren für den Erhalt ein. 1976 wurde sie als Monument historique unter Denkmalschutz gestellt.
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 2016 bis 2020 wurde sie wieder in Betrieb genommen. Seit dem 29. Juli 2020 fährt die Nacelle wieder über die Charente.
Die Schwebefähre hat sogar Filmgeschichte geschrieben: Sie war ein Drehort für Jacques Demys berühmten Film „Les Demoiselles de Rochefort“ aus dem Jahr 1967 mit Catherine Deneuve und Françoise Dorléac."
Ein faszinierendes und beeindruckendes Bauwerk. Und mit 3.20 Euro für eine Hin- und Rückfahrt pro Person inkl. Fahrrad auch ein günstiges Verkehrsmittel.

Nach der Fahrt mit der Schwebefähre radeln wir der Charente entlang und kommen auch bei einem alten Stauwehr vorbei, das nicht mehr in Betrieb ist.
Bald wartet schon das nächste Highlight auf uns: Das ARSENAL DES MERS ist ein faszinierender Ort, wenn man verstehen möchte, warum Rochefort jahrhundertelang eine so wichtige Rolle für die französische Marine spielte.
"Das Arsenal wurde 1666 auf Wunsch von König Ludwig XIV. gegründet. Sein Minister Jean-Baptiste Colbert wollte an der Charente einen großen Marinestützpunkt schaffen, an dem Kriegsschiffe gebaut, ausgerüstet, repariert und mit allem Notwendigen versorgt werden konnten. Die Lage im Landesinneren schützte den Hafen zudem besser vor Angriffen von der Atlantikküste.
Über mehr als 250 Jahre war Rochefort ein riesiger militärisch-industrieller Komplex.
Bis zur endgültigen Schließung wurden hier fast 550 Kriegsschiffe gebaut.
Im Arsenal wurde nicht nur gebaut. Es war auch ein Zentrum für technische Entwicklungen. Hier entstanden beispielsweise die Formen und Einrichtungen für den Bau und die Reparatur großer Schiffe.
Besonders interessant: Zwischen 1860 und 1863 wurde in Rochefort „Le Plongeur“ gebaut, eines der frühen französischen Unterseeboote.
Auch die berühmte Fregatte L'Hermione, mit der La Fayette 1780 nach Amerika segelte, ist eng mit Rochefort verbunden. Ihre moderne Rekonstruktion entstand ebenfalls hier im historischen Arsenalbereich.
Heute ist aus dem ehemaligen militärischen Arsenal das „Arsenal des Mers“ geworden – ein großes maritimes Besucherzentrum. "

Die Corderie Royale ist eines der beeindruckendsten Bauwerke des ehemaligen französischen Marinearsenals. Schon von außen fällt vor allem ihre unglaubliche Länge auf: Das Gebäude erstreckt sich über rund 374 Meter entlang der Charente. Im 17. Jahrhundert war sie damit eine der längsten Manufakturen Europas.
Unter König Ludwig XIV. und seinem Minister Jean-Baptiste Colbert sollte Frankreich im 17. Jahrhundert eine starke Kriegsmarine aufbauen. Dafür brauchte man nicht nur Schiffe, sondern auch riesige Mengen an Tauwerk.
1666 begann deshalb der Bau der Corderie Royale. Entworfen wurde sie von François Blondel. Bereits 1669 war das Gebäude fertig und nahm die Produktion auf.
Hier wurde aus Hanf das Tauwerk für die französischen Kriegsschiffe hergestellt. Das Besondere: Lange Taue mussten möglichst in einem Stück gefertigt werden. Deshalb brauchte man eine entsprechend lange Produktionshalle.
Die großen Kriegsschiffe benötigten enorme Mengen an Tauwerk – bei einem großen Schiff konnten es insgesamt bis zu 100 Kilometer Seil sein. Die Arbeiter verarbeiteten den Hanf Schritt für Schritt zu Garn und anschließend zu immer dickeren Seilen. Zum Schluss wurden die Taue teilweise geteert, damit sie auf See widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit und Fäulnis wurden.
Eine besondere technische Leistung waren die Fundamente des Gebäudes. Die Corderie wurde direkt an der Charente auf weichem, sumpfigem Untergrund errichtet. Deshalb legte man zunächst ein Fundament aus Holz – eine Art hölzernes „Floß“ aus Eichenholz – auf dem anschließend das Gebäude errichtet wurde.
Fast 200 Jahre lang war die Corderie ein wichtiger Bestandteil des Arsenals von Rochefort. Mit der Einführung von Dampfschiffen und Stahlkabeln verlor die traditionelle Herstellung von Hanfseilen jedoch ihre Bedeutung. Um 1862 endete die Produktion.
Danach wurde das Gebäude für verschiedene Zwecke genutzt. 1944 wurde die Corderie durch einen Brand schwer beschädigt und lag später teilweise als Ruine da. Erst im 20. Jahrhundert begann die aufwendige Restaurierung und dauerte bis 1985.

Nach soviel Geschichte und so vielen Highlights meldet sich der Magen! Hunger!!
Im Restaurant gleich neben der Schwebefähre geniessen wir ein herrliches 3-Gang-Menü und ein Glas Weisswein.
Dann bringt uns die Fähre wieder über die Charente ans andere Ufer und wir radeln zufrieden zurück zu unserem Pfüdi.
Diesen interessanten und erlebnisreichen Tag lassen wir an der Sonne vor unserem Womo ausklingen.

Tagesstrecke:
Distanz: km
Durchschnittsverbrauch: l
Durchschnittsgeschwindigkeit: km/h
Fahrzeit: Std. Min.
Stellplatzkosten: 15.06 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 13 °C

Mittag 13°° Uhr /
24 °C

Abend 18°° Uhr / 25 °C

Ein Frachtschiff fährt auf der Charente dem Sonnenaufgang entgegen!

Wir fahren dem nächsten Ziel entgegen. In Rochefort stoppen wir noch für einen Einkauf und landen heute mal bei einem riesigen E.Leclerc.
Eigentlich viel zu gross für uns;-)
Dann nehmen wir die sagenhaften ca. 23 Kilometer unter die Räder und fahren nach Fouras.
104 Plätze bietet der CampingCarPark-Stellplatz und bis zum Abend sind davon fast 70 belegt. Man kann sich vorstellen, dass wir heute mal nicht so idyllisch stehen, wie die letzten Tage;-)
Auch heute laden wir die E-Bikes aus und fahren raus zum Fort Enet. Ok, zum Teil laufen wir über den Weg, den die Ebbe freigegeben hat.
Wir sammeln als Souvenir einige leere Austern.

Beim Fort Fouras, das man kostenlos besichtigen kann, legen wir auch noch einen Stopp ein.
Millionen von Austern haben wir bis jetzt überall gesehen - im Wasser, am Strand, bei Verkaufständen usw.
Wir können doch nicht tagelang durch diese riesigen Austerngebiete fahren, radeln, laufen ohne wenigstens einmal welche gegessen zu haben!
Da kommt ein Händler mit Direktverkauf und einem kleinen Beilzli direk am Strand genau richtig.
Wir wählen die kleinste Menge Austern, dafür aber eine grosse Flasche Wein;-)
Es ist und wird nie eine Lieblingsspeise von uns, aber irgendwie passt es genau in den heutigen Tag und wir haben es genossen.
Das Ambiente, die Aussicht, das Wetter, die Sonne - einfach alles ist genau jetzt perfekt.
Und übrigens - den Wein haben wir erst beim Prüdi fertig ausgetrunken;-)
Tagesstrecke: Soubise - Fouras
Distanz: 28 km
Durchschnittsverbrauch: 10.4 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 32 km/h
Fahrzeit: 50 Min.
Stellplatzkosten: 15.72 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 17 °C

Mittag 13°° Uhr /
20 °C

Abend 18°° Uhr / 22 °C

Ein unspektakulärer Tag, wie es auf einer Reise immer wieder gibt. Wir verlassen den engen Stellplatz in Fouras und wir verlassen auch die Atlantikküste. Coulon ist heute unser Tagesziel. Ein Ort mitten im Marais Poitevin.
Das Marais Poitevin im Westen Frankreichs ist eine einzigartige Landschaft aus Kanälen, kleinen Flüssen, Wiesen, Pappeln und dichtem Grün. Wegen seines weit verzweigten Wasserwegenetzes wird es auch gerne „Venise Verte“ – das grüne Venedig genannt.
Das Gebiet war ursprünglich ein großer Golf des Atlantiks. Über Jahrhunderte wurde das sumpfige Gelände entwässert und durch ein Netz aus Kanälen und Dämmen für Landwirtschaft und Viehzucht nutzbar gemacht.
Heute gibt es ein riesiges System aus Wasserläufen. Besonders charakteristisch sind die schmalen Kanäle, die teilweise von Bäumen und Sträuchern wie grüne Tunnel überwachsen sind.
Die Platzverhältnisse auf dem Stellplatz nahe beim Ort gefallen uns viel besser. Wir unternehmen noch einen ausgiebigen Spaziergang dem Kanal entlang ins Dorf.
Aber sonst passiert nicht mehr viel. Da wir heute keine Sommertemperaturen erreichen, geniessen wir zum Nachtessen ein Raclette.

Tagesstrecke: Fouras - Coulon
Distanz: 86 km
Durchschnittsverbrauch: 9.5 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 62 km/h
Fahrzeit: 1 Sd. 22 Min.
Stellplatzkosten: 15.72 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 16 °C

Mittag 13°° Uhr /
24 °C

Abend 18°° Uhr / 24 °C

Unsere Bike-Tour führt uns entlang der La Sèvre Niortaise bis nach Niort. Die Stadt erscheint heute ganz in Pink und die letzten ca. zwei Kilometer sind alles andere als einfach zu fahren. Der Grund:
Heute findet in Niort die 6. Ausgabe der „La Niortaise“ statt. Der Marsch gehört zu Octobre Rose, der französischen Kampagne zur Sensibilisierung für Brustkrebs, und stand unter dem Motto, gemeinsam gegen Brustkrebs zu gehen. Mehr als 4'000 Menschen wandern dem Fluss entlang in die Stadt, laut schnatternd, die ganze Strasse benutzend und sonst nichts wahrnehmend.
Wenn wir klingeln sind sie eher genervt, statt auf die Seite zu gehen schauen sie erst mal einfach zurück und BONJOUR ist dann ihr Allerweltswort. Aha, ich begreife schnell - ich fahre voraus und singe laut, sehr laut in allen Tonlagen bonjour, bonjour - mal "operettenhaft",
mal popig, mal grell, mal fröhlich, mal dunkel und tief!!! Die Leute finden es lustig, hören sogar meinen wunderbaren Gesang, nur das Beiseitetreten klappt nicht immer gut.
In der Stadt angekommen bin ich heiser, aber Hauptsache wir haben, ohne dass jemand zu Schaden gekommen ist, unser Ziel erreicht.
Hier herrscht Hochbetrieb. Rosa und Pink soweit das Auge reicht. Die Restaurants und Beizen proppenvoll.
Bei einem Italiener ergattern wir einen freien Tisch und essen also in Frankreich heute eine Pizza. Es ist voll und laut, aber der Service ist erstaunlich schnell - Hut ab!
Den Rückweg können wir so richtig geniessen. Viel weniger Spaziergänger und Velofahrer sind unterwegs und die Stille nach der lauten Stadt ist Balsam für unsere Ohren. Ein rundum gelungener Tag.
Tagesstrecke:
Distanz: km
Durchschnittsverbrauch: l
Durchschnittsgeschwindigkeit: km/h
Fahrzeit: Sd. Min.
Stellplatzkosten: 15.72 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 16 °C

Mittag 13°° Uhr /
25 °C

Abend 18°° Uhr / 27 °C

Impressionen unserer heutigen Bike-Tour. Ohne Worte - einfach ein paar Bilder.
Tagesstrecke: Coulon - Saint-Gelais
Distanz: 23 km
Durchschnittsverbrauch: 10.8 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 29 km/h
Fahrzeit: 46 Min.
Stellplatzkosten: 13.32 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 15 °C

Mittag 13°° Uhr /
25 °C

Abend 18°° Uhr / 25 °C

200 Kilometer – diese astronomische Distanz sind wir heute gefahren!!
Mit der Reiseroute tun wir uns gerade etwas schwer. Der Tag läuft auch nicht ganz so, wie von uns geplant.
Wenn man überhaupt von einem Plan sprechen kann.
Nun lange Rede kurzer Sinn – wir landen schlussendlich in Avoise an der Sarthe. Ein kleines Dorf mit ca. 600 Einwohnern.
Ein Spaziergang darf nicht fehlen, wir wollen ja wissen, wo wir gelandet sind.
Das Dorf ist schnell erkundet. Das Ufer der Sarthe gefällt uns klar besser.
Das einzige Restaurant im Dorf ist heute Abend geschlossen, so kommt unsere Küche zum Einsatz und uns mundet das Nachtessen bestens.
Wie es morgen weiter geht? Das wüssten wir auch gerne 😉
Tagesstrecke: Coulon - Avoise
Distanz: 201 km
Durchschnittsverbrauch: 9 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 58 km/h
Fahrzeit: 3 Std. 27 Min.
Stellplatzkosten: 13.10 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 16 °C

Mittag 13°° Uhr /
19 °C

Abend 18°° Uhr / 20 °C

Von der Sarthe zur Loire - so kann man unsere heutige Route benennen. Zum Schluss sind es mehr Kilometer als geplant.
Zum einen wegen einer gesperrten Strasse, die eine laaaange Umleitung nach sich zieht und zum andern, weil uns der erste angepeilte Stellplatz nicht zusagt. Eine herrlich ruhige Mittagspause verbringen wir mit Gottes Segen;-)
In Sully-sur-Loire sind wir dann am Ziel und stehen ziemlich nahe an der Loire. Viel Fluss ist nicht mehr vorhanden, der Hitzesommer hat ganze Arbeit geleistet. Die Landschaft gleicht schon eher eine Steppe.
Das angesagte Regenwetter ist heute ausgeblieben. Erst nachdem wir parkiert haben kommt ein heftiger Platzregen, der aber auch schnell vorbei ist, und der Sonne wieder etwas Platz macht.
Tagesstrecke: Avoise - Sully-sur-Loire
Distanz: 250 km
Durchschnittsverbrauch: 9.1 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 60 km/h
Fahrzeit: 4 Std. 8 Min.
Stellplatzkosten: 0 Euro, inkl. V/E, kein Strom
Morgen 08°° Uhr / 12 °C

Mittag 13°° Uhr /
19 °C

Abend 18°° Uhr / 14 °C

Der Herbst ist da! In der Nacht regnet es immer mal wieder. Pünktlich zum Morgen ist dieser Spuk aber vorbei.
Ein herbstlich, kalter Wind treibt die Wolken schnell weg, aber die Temperaturen bleiben verhalten.
Unsere Reise geht auch heute weiter Richtung Osten. Der erste Stopp ist jedoch schon nach wenigen Metern, den ein Foto vom Schloss muss sein. Besichtigt haben wir es bereits vor vielen Jahren an einem schönen Frühlingstag.
Unser Navi schickt uns heute über fast leere Nebenstrassen Richtung unserem Tagesziel. Immer wieder durchqueren wir mal mehr, mal weniger schöne kleine Dörfer.
Kurz vor 14.30 Uhr parkieren wir direkt am Fluss Yonne.
Auf einem ausgedehnten Spaziergang dem Fluss entlang geniessen wir das herrliche Wetter, das sich heute viel besser hält, als vorhergesagt.
Tagesstrecke: Sully-sur-Loire - Gurgy
Distanz: 121 km
Durchschnittsverbrauch: 9.4 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 47 km/h
Fahrzeit: 2 Std. 31 Min.
Stellplatzkosten: 11.32 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 5 °C

Mittag 13°° Uhr /
13 °C

Abend 18°° Uhr / 13 °C

Mit einer wunderbaren Morgenstimmung starten wir in den Tag.
Leider sind es die einzigen Sonnenstrahlen, die wir heute geniessen können.
Im Norden der Region Burgund liegt das Weingebiet Chablis, das weltweit für seine hervorragenden Weissweine bekannt ist. Unsere Route führt uns heute mitten durch dieses Gebiet. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln, kleinen Dörfern und grünen Weinbergen.
Chablis ist nicht nur der Name eines kleinen französischen Ortes, sondern auch der Name eines der berühmtesten Weissweine Frankreichs. Die Weinberge liegen rund um das Flüsschen Serein und prägen das Landschaftsbild dieser Gegend.
Das kleine Dorf Tanlay ist unser heutiges Tagesziel. Wir finden, ein typisch französisches Dörfchen. Jetzt im Herbst zeimlich still und leer und viele Gebäude und Ecken erzählen eine lange Geschichte. Die einen nennen es alt, andere heruntergekommen oder marode und
wir nennen es gerne charmant marode.
Was berichtet KI über den Ort:
Tanlay – ein charmantes Dorf im Herzen Burgunds. Es ist ein ruhiger, geschichtsträchtiger Ort, umgeben von einer sanften Landschaft mit Feldern, Wäldern und Wasserwegen. Das Dorf selbst hat einiges zu bieten: historische Markthallen, eine alte Kirche und den nahe gelegenen Canal de Bourgogne. Wer Frankreich abseits der grossen Touristenströme entdecken möchte, findet hier einen schönen Ort zum Verweilen. Direkt bei Tanlay verläuft der Canal de Bourgogne, ein historischer Schifffahrtskanal, der die Täler der Yonne und der Saône miteinander verbindet.
Der Kanal ist rund 242 Kilometer lang und wurde im 19. Jahrhundert vollständig für die Schifffahrt geöffnet. Er diente dazu, Waren zwischen verschiedenen Regionen Frankreichs zu transportieren. Heute spielt er vor allem für den Freizeitbootsverkehr und den Tourismus eine Rolle.
In Tanlay gibt es einen kleinen Hafenbereich, an dem man die besondere Atmosphäre des Kanals geniessen kann.
Übrigens in der einen "Markhalle" sitzen gerade zwei Frauen und halten einen laaangen Schwatz. Siehe Bild unten.
Das Schloss Tanlay ist sicher das wichtigste Gebäude im Dorf. Es ist in Privatbesitz und kann nur mit einer Führung besichtigt werden.
Wir müssten über eine Stunde warten und so verzichten wir und schlendern nur durch die Aussenanlagen.
"Das Château de Tanlay gehört zu den schönsten Renaissance-Schlössern der Region Burgund. Es beeindruckt durch seine elegante Architektur, die breiten Wassergräben und den weitläufigen Park.
Wenn man vor dem Schloss steht, fühlt man sich beinahe in eine andere Zeit versetzt. Die hellen Steinmauern, die hohen Dächer und die symmetrisch angelegte Anlage vermitteln den Eindruck, dass hier einst der französische Hochadel zu Hause war.
Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins Mittelalter zurück. Ursprünglich befand sich hier eine befestigte Burg, die später zu einem repräsentativen Herrensitz umgebaut wurde.
Im 16. Jahrhundert begann die Familie Coligny mit dem Neubau im Stil der Renaissance. Besonders wichtig war François de Coligny d'Andelot, der zwischen etwa 1550 und 1568 den Bau des großen Schlosses vorantrieb.
Die Familie Coligny spielte während der französischen Religionskriege eine bedeutende Rolle. Das Schloss wurde zu einem Treffpunkt protestantischer Anführer, der sogenannten Hugenotten. Auch Admiral Gaspard de Coligny, einer der bekanntesten Anführer der französischen Protestanten, ist eng mit der Geschichte der Familie verbunden.
Der Bau blieb zunächst unvollendet. Erst Mitte des 17. Jahrhunderts liess der neue Besitzer Michel Particelli d'Hémery das Schloss durch den Architekten Pierre Le Muet fertigstellen. Dabei erhielt die Anlage einen grossen Teil ihres heutigen Erscheinungsbildes."
Wir schlendern fast 1.5 Stunden im riesigen Schlosspark herum und finden immer wieder neue Fotosujets.
Hier ist nur ein kleiner Teil davon zu sehen!
Der neu angelegte Stellplatz der Kette CamperCarPark liegt am kleinen Hafen. Wir fühlen uns hier sehr wohl, pruzeln uns ein feines Nachtessen und geniessen ein Glas Wein dazu.
Tagesstrecke: Gurgy - Tanlay
Distanz: 59 km
Durchschnittsverbrauch: 10.7 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 48 km/h
Fahrzeit: 1 Std. 12 Min.
Stellplatzkosten: 14.00 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 12 °C

Mittag 13°° Uhr /
20 °C

Abend 18°° Uhr / 17 °C

Nord-Ost ist heute unsere Reiserichtung - unterbrochen von einem kleinen Einkauf und von zwei Umleitungen.
Die Autobahn ist immer noch deaktiviert und so tuckern wir über Nebenstrassen durch Frankreich. Wir sind wohl eher in der Pampa unterwegs, der Verkehr ist sehr gering.
Unser Tagesziel ist heute der Lac du Der.
Der Lac du Der-Chantecoq ist einer der grössten künstlich angelegten Seen Europas.
Der See wurde in den 1970er-Jahren angelegt und 1974 in Betrieb genommen. Er dient vor allem dem Hochwasserschutz. Bei starken Regenfällen und während der Schneeschmelze nimmt er Wasser aus der Marne auf und hilft dadurch, Überschwemmungen flussabwärts, insbesondere im Raum Paris, zu verhindern. In trockenen Zeiten kann das gespeicherte Wasser wieder an den Fluss abgegeben werden.
Für den Bau des Sees mussten mehrere Dörfer weichen. Ganze Siedlungen wurden aufgegeben und überflutet. Die Bewohner mussten ihre Häuser verlassen und andernorts neu anfangen.
Der Lac du Der ist international für seine Vogelwelt bekannt. Besonders im Herbst und Winter wird er zu einem wichtigen Rastplatz für Zugvögel.
Ich, Heidi, unternehme eine ausgedehnte Wanderung von ca. 7 Kilometer und Hansruedi geniesst die Ruhe auf dem Stellplatz.
Tagesstrecke: Tanlay - Giffaumont-Champaubert
Distanz: 131 km
Durchschnittsverbrauch: 8.9 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 48 km/h
Fahrzeit: 2 Std. 41 Min.
Stellplatzkosten: 16.10 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 10 °C

Mittag 13°° Uhr /
15 °C

Abend 17°° Uhr / 15 °C

Fast sieben Wochen Frankreich liegen hinter uns. Sieben Wochen mehrheitlich sommerliches Wetter! Doch jetzt hat der Herbst Einzug gehalten. Für uns das Zeichen, etwas zügig weiter ostwärts zu fahren. Wer unsere Route anschaut sieht, dass sich der Kreis ganz langsam schliesst. Wie lange dauert es noch, bis der Kreis vollendet ist? So genau wissen wir das auch noch nicht.
Es kann aber gut sein, dass wir morgen Montag in Deutschland einreisen. Der Schwarzwald hat ja auch noch schöne Ecken - und gute Restaurants .....
Für heute landen wir im Elsass, in Geudertheim. Die mautpflichtigen Autobahnen sind immer noch deaktiviert. Aber erstaunlich viele Kilometer sind heute 4- spurig und so kommen wir sehr gut voran. Rund um Nancy sind sogar die Autobahnen mautfrei.
Der kleine Stellplatz ist einen Kilometer ausserhalb des Ortes und erstaunlich gut belegt. Die schöne Natur muss man etwas suchen, aber ich, Heidi, finde, ich habe sie auf meinem ausgiebigen Spaziergang dann doch noch gefunden.
Bei diesen recht kühlen Temperaturen ist ein Raclette doch genau das Richtige.
Tagesstrecke: Giffaumont-Champaubert -
Geudertheim
Distanz: 269 km
Durchschnittsverbrauch: 8.3 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 67 km/h
Fahrzeit: 3 Std. 57 Min.
Stellplatzkosten: 13 Euro, inkl. V/E, inkl. Strom
Morgen 08°° Uhr / 10 °C

Mittag 13°° Uhr /
20 °C

Abend 17°° Uhr / 17 °C

Ein schöner Himmel begrüsst uns am letzten Morgen in Frankreich!

Bad Krozingen - auf dieser Reise vielleicht die einzige Übernachtung in Deutschland!
Nach 7 Wochen Frankreich steht heute Abend Schnitzel, Pommes frites auf unserem Menuplan ;-)
Tagesstrecke:
Geudertheim - Bad Krozingen
Distanz: 127 km
Durchschnittsverbrauch: 8.0 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 53 km/h
Fahrzeit: 2 Std. 22 Min.
Stellplatzkosten: 18.50 Euro, inkl. V/E, inkl. Kurtax, ohne Strom
Wie recht oft auf dieser Reise trödeln wir am Dienstag in den Tag hinein. Noch ein kleiner Einkauf in Deutschland und dann treffen wir am frühen Nachmittag in Rickenbach ein.
Endlich ein Wiedersehen mit unseren lieben Freunden Sonja und René. Wir haben uns viel zu erzählen, die Stunden vergehen wie im Flug.
Da kann man doch am Mittwoch nicht schon wieder weiterfahren! So verbringen wir den Tag gemeinsam mit einem wunderbaren Ausflug zum Etang de la Gruère, den wir natürlich auch bei herrlichem Wetter umrunden.
Liebe Sonja, lieber René, herzlichen Dank für ALLES und wir freuen uns jetzt schon auf unser nächstes Wiedersehen.
Vielleicht auch wieder einmal unterwegs – wäre toll.
Nach einem ausgiebigen und reichhaltigen Frühstück verabschieden wir uns am Donnerstag und fahren bis Waldshut-Tiengen.
Freitag, 16 Oktober ist der letzte Tag unserer Reise. Wir haben bei Remo von Camperwelten in Schlatt TG noch einen Termin. Ein paar Ersatzteile warten da auf uns. So ist doch sichergestellt, dass es Hansruedi in der nächsten Zeit nicht langweilig wird 😉
Spass bei Seite – im Laufe des Nachmittages treffen wir zu Hause ein und das einmal mehr unfallfrei und gesund.
Schönstes Herbstwetter empfängt uns und am Abend zündet der Himmel extra für uns ein Feuerwerk und heisst uns damit willkommen 😉
Das Wetter war auch in diesen letzten Tagen schön und angenehm warm.
Fast 8 Wochen waren wir unterwegs und haben lediglich 4'617 Kilometer zurückgelegt, was für uns ein Rekord in der Kürze ist.
Die üblichen Arbeiten warten jetzt auf uns und wenn das erledigt ist können wir dann ja die nächste Reise planen, falls die Wirtschafts- und Weltlage nicht komplett durchdreht und den Dieselpreis in astronomische Höhen treibt.

Tagesstrecke:
Bad Krozingen - Rickenbach, Solothurn - Waldshut DE - Flims
Distanz: 397 km
Durchschnittsverbrauch: 8.8 l
Durchschnittsgeschwindigkeit: 59 km/h
Fahrzeit: 6 Std. 42 Min.









































































































































































































































































































































































